28. Juli 2022 / 09:56 Uhr

"Im Ergebnis fühlt es sich richtig an": Schiedsrichter Deniz Aytekin beendet internationale Karriere

"Im Ergebnis fühlt es sich richtig an": Schiedsrichter Deniz Aytekin beendet internationale Karriere

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Deniz Aytekin kommt als Schiedsrichter ab sofort nur noch in Deutschland zum Einsatz.
Deniz Aytekin kommt als Schiedsrichter ab sofort nur noch in Deutschland zum Einsatz. © Getty Images
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Deniz Aytekin tritt als Schiedsrichter kürzer. Der 44 Jahre alte Referee möchte in Zukunft nur noch in Deutschland zum Einsatz kommen – und nicht mehr auf internationaler Bühne pfeifen. Die Entscheidung gab der DFB-Schiedsrichter des Jahres 2022 in einem Interview bekannt.

FIFA-Referee Deniz Aytekin beendet seine internationale Laufbahn vorzeitig. Der DFB-Schiedsrichter des Jahres 2022 bestätigte diesen Entschluss nach 100 internationalen Einsätzen in einem Interview mit DFB.de. "Ich habe in den vergangenen Tagen mit meiner Familie und Freunden intensiv über die Zukunft meiner internationalen Schiedsrichtertätigkeit gesprochen. Im Ergebnis fühlt es sich richtig an, dass ich meine Laufbahn als FIFA-Schiedsrichter nach zwölf Jahren beende", sagte der 44-Jährige, der aber weiter in der Bundesliga und Co. aktiv sein wird.

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Über diesen Schritt habe Aytekin auch mit Roberto Rosetti, dem obersten UEFA-Schiedsrichterverantwortlichen, gesprochen. Er habe dabei noch den Wunsch geäußert, sich im Rahmen des aktuell stattfindenden UEFA-Lehrgangs in Frankfurt von den vielen Kollegen zu verabschieden und "mich für die tolle Zeit bedanken". Aytekin kam 25-mal in der UEFA Champions League, 29-mal in der Europa League und bei 23 Länderspielen zum Einsatz.

"Der wesentliche Grund ist, dass ich mehr Zeit mit meiner Familie und Freunden verbringen möchte. Zudem stellen die internationalen Reisen eine zu hohe zeitliche und körperliche Belastung dar und machen eine Selbstbestimmtheit schwierig", erklärte Aytekin weiter: "Aber auch die sportliche Perspektive meiner deutschen Kollegen hat eine Rolle gespielt: Wir haben beim DFB junge Bundesliga-Schiedsrichter, die den nächsten Schritt auf der internationalen Bühne gehen können. Wir haben aber auch sehr gute erfahrene Bundesligaschiedsrichter, die eine Chance verdient haben, ebenfalls internationale Spiele zu leiten."

Den Abschied von der großen Bühne in Deutschland plant Aytekin noch nicht. Er habe noch "einige Jahre auf höchstem Niveau" vor sich. "Diese Herausforderung und Freude sowie Wertschätzung, die ich in Deutschland genießen darf, sind für mich eine große Motivation und erfüllen mich als Schiedsrichter total. Fokus bedeutet, dass man manche Dinge loslassen muss. Mit diesem Schritt möchte ich meinen Fokus auf die Bundesliga beziehungsweise die nationalen Wettbewerbe setzen und die nächsten Jahre so erfolgreich wie möglich gestalten. Ich freue mich auf die kommenden Aufgaben", sagte Aytekin, der in der Bundesliga bereits 199 Einsätze verzeichnet.

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