19. Januar 2020 / 14:58 Uhr

Schiedsrichter-Boss Fröhlich rechtfertigt umstrittenen Platzverweis für Werder-Kapitän Moisander

Schiedsrichter-Boss Fröhlich rechtfertigt umstrittenen Platzverweis für Werder-Kapitän Moisander

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich hat den Platzverweis für Niklas Moisander gerechtfertigt
Schiedsrichter-Boss Lutz-Michael Fröhlich hat den Platzverweis für Niklas Moisander gerechtfertigt © imago images/RHR-Foto/Action Pictures/Montage
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Weil er an zwei Rudelbildungen beteiligt war, hatte Werder-Kapitän Niklas Moisander am Samstag im Abstiegs-Duell bei Fortuna Düsseldorf umstritten die Gelb-Rote Karte gesehen. Nun verteidigte Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich die Entscheidung.

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Lutz Michael Fröhlich, Sportlicher Leiter der Elite-Schiedsrichter beim DFB, hat den umstrittenen Platzverweis für Werder Bremens Kapitän Niklas Moisander im Abstiegskampf-Duell bei Fortuna Düsseldorf gerechtfertigt. "Wenn man sich den deutschen Fußball in den letzten anderthalb Jahren anschaut, hängen wir inzwischen, was den Respekt auf dem Platz, vor den anderen Spielern und vor den Schiedsrichtern angeht, deutlich hinter den anderen internationalen Wettbewerben hinterher", sagte der Sportliche Leiter der deutschen Elite-Schiedsrichter am Sonntag in der TV-Sendung "Doppelpass" von Sport1.

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Moisander hatte am Vortag in der Nachspielzeit des Bremer 1:0-Sieges wegen heftigen Protestierens die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Felix Brych gesehen. Seine beiden Mitspieler Kevin Vogt und Jiri Pavlenka lagen in diesem Moment verletzt im Bremer Strafraum. Vogt zog sich eine Gehirnerschütterung zu, Pavlenka war mit gleich zwei Düsseldorfer Spielern zusammengeprallt. "Dass sich Niklas in der dramatischen Schlussphase aufregt, in einer Situation, in der zwei seiner Mitspieler verletzt werden, ist, glaube ich, ganz normal", sagte der Bremer Sportchef Frank Baumann ebenfalls im "Doppelpass" dazu.

Schiedsrichter hatten härteres Vorgehen gegen Unsportlichkeiten angekündigt

Fröhlich verwies auf die Regel, bei Protesten wie dem von Moisander schneller Gelbe Karten zu zeigen. Vor dem Rückrundenauftakt hatte der Verband bereits angekündigt, solche Unsportlichkeiten mit Beginn der Rückrunde früher und konsequenter zu bestrafen. "Der Schiedsrichter hat nichts verkehrt gemacht und wird von uns absolut unterstützt", sagte Fröhlich.

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt hatte den DFB für die Aktion nach dem Spiel scharf kritisiert. Es sei klar gewesen, "dass wieder Expempel statuiert werden". Dass dies in seinem Spiel passierte, ärgerte den Werder-Coach sehr: "Da liegen in der 92. Minute zwei Spieler mit Kopfverletzungen auf dem Platz, einer läuft blau an - und dann gibst du dem Kapitän der Mannschaft Gelb-Rot, weil er eine Rudelbildung auslöst." Kohfeldt schloss Brych von seinem Ärger allerdings aus: "Er muss das so umsetzen, weil es so angesagt war." Vielmehr seien die Regel-Macher die Schuldigen, die er auch hart attackierte: "Da machen Leute Regeln, die haben vom Fußball aber mal gar keine Ahnung. Das muss ich so deutlich sagen", wütete der Bremen-Trainer.