14. Mai 2019 / 12:06 Uhr

Schiedsrichter Jörg Meier wird herabgestuft

Schiedsrichter Jörg Meier wird herabgestuft

Knut Hagedorn
Märkische Allgemeine Zeitung
Jörg Meier (2.v.l.) pfeift als Schiedrichter für Eintracht Bötzow.
Jörg Meier (2.v.l.) pfeift als Schiedrichter für Eintracht Bötzow.
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Das Sportgericht verhandelte zwei Fälle von nicht eingetragenen Platzverweisen im Spielberichtsbogen.

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Am Montagabend verhandelte das Sportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim in Eberswalde zwei Fälle, in denen Schiedsrichter während des Spiels verhängte Platzverweise anschließend nicht in den Spielberichtsbogen eintrugen. Dabei urteilte die Sportgerichtsbarkeit vor allem gegen die damals leitenden Schiedsrichter Jörg Meier und Thomas Kaping sehr hart.

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Am 30. März erhielt ein Spieler des SV Fürstenberg II in der Partie der 2. Kreisklasse West bei Grün-Weiß Großwoltersdorf die Rote Karte, die anschließend vom Schiedsrichter Thomas Kaping allerdings nicht vermerkt wurde. Das Sportgericht verhängte in diesem Fall gegen Kaping eine sofort wirksame Sperre bis zum 1. September 2019, womit der Unparteiische bis zu diesem Tag keine Spiele mehr leiten darf. Zusätzlich erhielt Kaping eine Geldstrafe in Höhe von 50 Euro.

Der zweite Fall der verhandelt wurde ereignete sich am 12. April dieses Jahres in Leegebruch. Im Anschluss an die Kreisoberligabegegnung zwischen den gastgebenden Blau-Weißen und dem SV Friedrichsthal zeigte Referee Jörg Meier (Eintracht Bötzow) gegen den Leegebrucher Akteur Christian Willisch und den Friedrichsthaler Martin Schönhoff jeweils die Rote Karte, welche er aber anschließend nicht im Spielberichtsbogen eintrug.

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Meier erklärte dazu: „Nach dem Abpfiff kam es zu einer größeren Spielertraube, in der ich verbale Verstöße wahrnahm. Daraufhin verhängte ich zwei Platzverweise. Als ich dann mit meinen Assistenten allein in der Kabine über diese Szene sprach, kamen wir drei zu der Auffassung, dass die Platzverweise überzogen und nicht berechtigt waren. Daraufhin bat ich beide Trainer in die Kabine und nahm die Platzverweise zurück.“

Diese Vorgehensweise wurde vom Sportgericht als Regelverstoß gewertet. Der Leegebrucher Willisch erhielt ein Spiel Sperre, kann aber bereits am Samstag wieder spielen, da er schon eine Partie aussetzte. Der Friedrichsthaler Schönhoff erhielt vom Sportgericht zwei Spiele Sperre und muss somit noch einmal aussetzen.

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Für Schiedsrichter Meier fiel das Urteil hingegen deutlich härter aus. Der 56-Jährige wurde bis zum Saisonende herabgestuft und darf nur noch in der Kreisliga pfeifen. Meier war bereits seit dem 12. April gesperrt und durfte keine Spiele mehr leiten. Für den Referee ist dieses Urteil nicht nachvollziehbar: „Ich bin darüber total enttäuscht, verärgert und empfinde das als eine absolute Frechheit. Sicherlich ist mir bewusst, dass ich einen Fehler beziehungsweise einen Regelverstoß begangen habe, aber dieses Urteil ist viel zu hart. Ich bin auch menschlich enttäuscht. Fairness und Ehrlichkeit werden hiermit für mich mit Füßen getreten.“

Bereits im Vorfeld hatte Meier Konsequenzen nicht ausgeschlossen und bekräftigt jetzt: „Ich werde mich selber bis Saisonende rausnehmen und keine Spiele mehr leiten. Ich werde in der Zeit alles mit meinem Verein besprechen. Vielleicht mache ich eine Pause, aber auch ein Wechsel in einen anderen Fußballkreis ist eine Option.“

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