04. April 2022 / 08:19 Uhr

Schiedsrichter-Lehrwart des DFB: Bayern-Wechselpanne "Fehler des Schiedsrichters"

Schiedsrichter-Lehrwart des DFB: Bayern-Wechselpanne "Fehler des Schiedsrichters"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner (links) spricht über den Fehler von Schiedsrichter Christian Dingert im Spiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern.
DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner (links) spricht über den Fehler von Schiedsrichter Christian Dingert im Spiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern. © Getty Images/IMAGO/Martin Hoffmann (Montage)
Anzeige

Nach dem Wechselfehler des FC Bayern schiebt DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner die Schuld auf Referee Christian Dingert. Der 41-Jährige hätte aus Sicht des früheren Bundesliga-Schiedsrichters die Anzahl der Spieler prüfen müssen.

Für Lutz Wagner, den Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), liegt die Verantwortung für den Wechselfehler des FC Bayern München beim 4:1-Sieg gegen SC Freiburg am Samstag bei Schiedsrichter Christian Dingert. "Normalerweise hätte er oder jemand aus seinem Team sich vor der Spielfortsetzung vergewissern müssen, dass die Anzahl der Spieler stimmt. Das hat er nicht gemacht und somit ist es ein Fehler des Schiedsrichters", sagte Wagner im Interview von Spox und Goal.

Anzeige

Dingert könne diese Aufgabe zwar delegieren, "aber es liegt in seiner Verantwortung, dass das Spiel mit der richtigen Anzahl an Spielern auf beiden Seiten fortgesetzt wird", erklärte Wagner. Die Bayern standen kurz vor dem Ende beim Stand von 3:1 für wenige Sekunden mit zwölf Spielern auf dem Platz, ehe Referee Dingert die Bundesliga-Begegnung unterbrach.

Zuvor war bei der geplanten Auswechslung von Kingsley Coman die falsche Rückennummer angezeigt worden. Der Franzose fühlte sich wohl nicht angesprochen und ging bei einem Doppelwechsel zunächst nicht vom Feld. "Die Tafel ist eine Unterstützung und damit ein Hilfsmittel. So etwas kann immer passieren, und noch mal: Am Ende ist der Schiedsrichter verantwortlich", sagte der frühere Unparteiische Wagner.

Anzeige

Die Verantwortlichen des SC Freiburg prüfen einen Einspruch, der bis diesen Montagnachmittag eingelegt werden müsste. Sollten die Freiburger davon absehen, wird auch der DFB nicht tätig werden. "Wenn der SC Freiburg Protest einlegt, muss der Fehler ermittelt werden. Dass es einen Fehler gab, ist unzweifelhaft. Dann muss das DFB-Sportgericht ermitteln, ob es eine Spielrelevanz hatte", sagte Wagner. Nach dpa-Informationen hat es sich aus Sicht des Verbandes bei dem Vorfall nicht um eine Regelwidrigkeit, sondern um einen Irrtum gehandelt.

[Anzeige] Kein Bundesliga-Spiel verpassen: Checke hier die aktuellen Streaming-Angebote von WOW/Sky und DAZN.