28. Oktober 2019 / 22:06 Uhr

Gewalt im Amateurfußball: DFB-Vizepräsident fordert harte Strafen - und spricht von "Ausnahmen"

Gewalt im Amateurfußball: DFB-Vizepräsident fordert harte Strafen - und spricht von "Ausnahmen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann hat sich nach dem schlimmen Angriff auf einen Amateurschiedsrichter zu Wort gemeldet.
DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann hat sich nach dem schlimmen Angriff auf einen Amateurschiedsrichter zu Wort gemeldet. © imago images/MIS/Getty
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DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann fordert angesichts der neuerlichen Gewalt gegen einen Fußball-Schiedsrichter ein hartes Vorgehen gegen "jeden Täter", sieht im deutschen Amateurfußball aber kein weiter verbreitetes Gewalt-Problem.

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Nach der neuerlichen Gewalt gegen einen Schiedsrichter hat DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann harte Strafen gefordert. „Gegen jeden Täter muss konsequent gehandelt und im Schuldfall streng geurteilt werden“, sagte Zimmermann in einem Interview auf der Homepage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Montag. Da die Sportgerichtsbarkeit aber nicht über die Möglichkeiten von ordentlichen Gerichte verfüge, müssten körperliche Übergriffe in besonderem Ausmaß immer bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.

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Unlängst war bei einem Kreisliga-Spiel in Hessen ein Referee von einem Spieler bewusstlos geschlagen worden. Dennoch seien solche Fälle eher die Ausnahme, so Zimmermann. Nach dem Lagebericht Amateurfußball seien die Zahlen zu den Vorfällen seit fünf Jahren nicht in einem signifikanten Verhältnis von einander abgewichen.

Zimmermann: Gewalt- und Diskriminierungsfälle "nach wie vor eine Ausnahme"

„Gemessen an der Anzahl der absolvierten Spiele stellen Gewalt- und Diskriminierungsfälle statistisch gesehen nach wie vor noch immer eine Ausnahme dar“, sagte der DFB-Vizepräsident. „Das ändert jedoch nicht, dass jeder einzelne Fall einer zu viel ist und bleibt!“ Generell handele es sich bei der zunehmenden Gewalt um ein gesamtgesellschaftliches Problem, „welchem wir in Gänze entgegentreten müssen“.

Der DFB als Dachverband ist für die obersten drei Spielklassen und deren Schiedsrichter verantwortlich. Schwieriger wird es in den unterklassigen Ligen. Weder die Landesverbände noch die Kreise hätten laut Zimmermann die personellen Ressourcen, bei jedem Spiel anwesend zu sein.

Neben dem Heimverein als Ausrichter sieht er auch die Trainer und Vorstände in der Verantwortung, „dass sie mit ihren Spielern über solche Themen reden, auf sie einwirken und klar machen, dass ein solches Verhalten im Verein absolut unerwünscht ist und nicht toleriert wird“.

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