05. November 2017 / 06:54 Uhr

Schiedsrichter-Streit: Neuer Ärger um Hellmut Krug

Schiedsrichter-Streit: Neuer Ärger um Hellmut Krug

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hellmut Krug bekommt aktuell von vielen Seiten Kritik. Doch was ist davon auch berechtigt?
Hellmut Krug bekommt aktuell von vielen Seiten Kritik. Doch was ist davon auch berechtigt? © Imago
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Nach Mobbing-Vorwürfen, angeblichen Bevorzugungen und weiteren Vorwürfen geht es nun explizit um einen Mann: Hellmut Krug. Konkret geht es um den 10. Spieltag und die Partie Schalke gegen Wolfsburg.

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Der Ärger um die deutschen Schiedsrichter findet einfach kein Ende.

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Nach Mobbingvorwürfen, angeblichen Bevorzugungen und weiteren Vorwürfen geht es nun explizit um einen Mann: Hellmut Krug. Nach Informationen der Bild geht es konkret um den zehnten Spieltag und die Partie Schalke gegen Wolfsburg (1:1).

Hintergrund: Der ehemalige Profischiedsrichter Krug war Supervisor und damit unmittelbarer Vorgesetzter vom diensthabenden Videoschiri Marco Fritz.

Und gleich zwei Entscheidungen sorgen nun dafür, dass über Krug und seine Rolle heiß diskutiert wird.


Denn in der 42. Minute kommt es zu einem Zweikampf zwischen Wolfsburgs Guilavogui und Schalkes Kehrer. Schiedsrichter Markus Schmidt entscheidet auf dem Platz auf Weiterspielen, kriegt dann aber über Funk aus dem Videokeller in Köln das Signal: Foulspiel, Strafstoß für Schalke! Schmidt korrigiert seine Entscheidung auf Elfmeter – 1:0 für Schalke.

Lesen Sie hier: Krug fliegt raus

Doch nach Informationen von Bild am Sonntag soll diese Entscheidung direkt von Krug gekommen sein – Videoschiri Fritz wollte demnach Schmidt in dieser Szene gar nicht den Hinweis auf einen Elfmeter geben.

Die zweite Szene: Kurz vor dem Ende der Partie folgt ein Handspiel von Schalkes Abwehrspieler Thilo Kehrer im eigenen Strafraum. Der Referee pfeift nicht und auch Videoschiri Fritz greift nicht ein.

Pikant: Fritz soll diese Szene als strafbares Handspiel gewertet haben, wollte auch einen Hinweis per Funk geben. Doch er tat es nicht, weil Krug eingegriffen und das Handspiel als nicht strafbar gewertet haben soll.

Hier klicken: Weitere Details zum Schiedsrichterstreit

Krug zu Bild, ob er bei diesen zwei Szenen eingegriffen hat: „Nein.“

Was man dazu wissen muss: Während seiner aktiven Zeit als Schiedsrichter durfte Krug keine Partien von Schalke 04 pfeifen, denn Krug kommt aus Gelsenkirchen.

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Krug sagt: „Wir sind als Supervisors nicht befugt, die Entscheidungen der Videoassistenten zu beeinflussen oder sie gar zu überstimmen. Daher spielt es auch keine Rolle, wo ich geboren bin. Unsere Aufgabe besteht in erster Linie darin, die Videoassistenten auf ihre Spiele vorzubereiten, ihre Leistung zu beobachten und ihnen nach dem Spiel ein Feedback zu geben.“