12. Juli 2019 / 15:53 Uhr

Schiedsrichter Tim Wieggrebe steigt in die Landesliga auf

Schiedsrichter Tim Wieggrebe steigt in die Landesliga auf

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Locker bleiben: Schiedsrichter Tim Wieggrebe (rechts) lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Locker bleiben: Schiedsrichter Tim Wieggrebe (rechts) lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. © Uwe Kläfker
Anzeige

Unparteiischer Tim Wieggrebe aus Algesdorf ist der Beste in der Bezirksliga

Anzeige
Anzeige

Tim Wieggrebe hat einen wichtigen Schritt auf der Karriereleiter genommen und ist als Bester aller hannoverschen Bezirksliga-Schiedsrichter in die Landesliga aufgestiegen.

Der 21-jährige Algesdorfer gibt zunächst die Regionalliga als mittelfristiges Ziel aus, bleibt dabei aber total geerdet. „Es wird ein steiniger Weg“, sagt er, „aber ich hoffe, dass es weit nach oben geht.“

Dass er es in kurzer Zeit bis in die Landesliga geschafft hat, liegt sicher auch an seinem Stil als Schiedsrichter. Wieggrebe lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, das kommt gut an. So wie im vergangenen Winter bei einem Hallenturnier der Masters-Serie. Ein Spieler packt den schmächtigen Unparteiischen am Arm, der aber bleibt cool, wirkt fast gelangweilt – die dramatisch wirkende Szene löst sich schnell auf. „Ich bin eher der ruhige Typ“, sagt er über sich selbst und gehört zu der Sorte Schiedsrichter, die auf dem Platz kaum wahrgenommen werden. In der Branche ist das ein Qualitätsmerkmal, das nicht viele mitbringen.

Wieggrebe geht dabei einen Weg, der nicht die Normalität ist. „Solche Typen sind eine Rarität, die muss man mit der Lupe suchen“, sagt der Schaumburger Schiedsrichter-Obmann Wilhelm Kläfker über seinen Schützling („Ein patenter Bengel ohne Flausen“). Viele Talente würden sich für den Weg als Fußballer und gegen die Schiedsrichterei entscheiden.

„Er pfeift ja inzwischen höher, als wir Fußball spielen.“

„Ich würde ihn auch gerne als Fußballer nehmen“, sagt Timo Nottebrock, Trainer des Bezirksligisten TSV Algesdorf. Im Verein ist der Student verwurzelt, spielte dort in der Jugend und ist auch als Trainer aktiv. „Er ist ein Fußballverrückter und ein toller Typ, der immer hilfsbereit ist“, lobt Nottebrock, der aber inzwischen akzeptiert hat, dass er auf den – wie passend – defensiv veranlagten Spieler Wieggrebe wohl verzichten muss. „Er pfeift ja inzwischen höher, als wir Fußball spielen.“

Tim Wieggrebe hat alle Hände voll zu tun, um seine Verpflichtungen als Student, Schiedsrichter und Trainer zu ordnen. Zudem nimmt er noch jede Einheit bei den Algesdorfer Herren mit, um fit zu sein für die kommenden Aufgaben. Eine davon ist die als Assistent in der B-Junioren-Bundesliga. „Ich habe mir einen Zeitplan aufgestellt, um alles unter einen Hut zu bekommen.“

Viel Stress für den jungen Mann, der die neue Serie nutzen will, um Erfahrungen zu sammeln. Ob es dann bereits für den Aufstieg in die Oberliga reicht? „Das weiß ich nicht. Ich will erst mal ankommen, mich akklimatisieren.“ Der Fußball in der Landesliga sei ein anderer, mit mehr Spieltempo und „ausgefuchsteren Spielern“. Ob die ihn aus der Ruhe bekommen?

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Schaumburg
Sport aus aller Welt