12. November 2019 / 10:28 Uhr

Schinkel agierte unglücklich und Dänischenhagen desolat

Schinkel agierte unglücklich und Dänischenhagen desolat

Reinhard Gusner
Kieler Nachrichten
Schinkels Coach Volkmar Meyer (Mitte) war mit der Einstellung seiner Mannschaft trotz der 1:2-Niederlage zufrieden.
Schinkels Coach Volkmar Meyer (Mitte) war mit der Einstellung seiner Mannschaft trotz der 1:2-Niederlage zufrieden. © Reinhard Gusner
Anzeige

Der 1. FC Schinkel hat einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Verbandsliga Ost nur knapp verpasst. Zehn Tage nach dem 1:6 in Preetz gab es für das Team von Trainer Volkmar Meyer auf eigenem Platz ein unglückliches 1:2 gegen den Preetzer TSV. Schlimm erwischte es den MTV Dänischenhagen, der sich vom VfR Laboe mit 0:5 abfertigen ließ.

Anzeige

So hochmotiviert hat man eine Schinkeler Mannschaft in dieser Saison selten auftreten sehen. Einer spornte den anderen immer wieder an, und nach der frühen Führung durch Oskar Kusnierczyk (16.) heizte Kapitän Dennis Akkus weiter an: „Jetzt keinen Schritt weniger, jeden Zweikampf haben wollen!“ Und Moritz Schweimer peitschte seinen Teamkollegen Airapetjan nach einer gelungenen Aktion voran: „Arthur, Weltklasse, weiter so!“ Und doch erzielten die Schinkeler nur einen Treffer – weil im bärenstarken ersten Durchgang Moses Ogodogbo (23.) und Ferit Karakayali (30.) zwei Riesenchancen ausließen. Der Ausgleich Sekunden vor der Pause und der Rückstand kurz nach Wiederanpfiff durch Tobias Nehren, der bereits in Preetz dreifach gegen Schinkel getroffen hatte, schockte die Platzherren allenfalls nur vorübergehend. Obwohl der intensive Endspurt keinen Erfolg brachte, lobte Volkmar Meyer am Ende und baute seine enttäuschten Schützlinge auf: „Kopf hoch, es geht weiter. Ihr wart alle fokussiert.“

Anzeige

Klickt euch durch die Fotos zur Verbandsliga-Partie zwischen dem 1. FC Schinkel und dem Preetzer TSV:

Der Preetzer Finn Busse (li.) wird von den Schinkelern Oskar Kusnierczyk (mi.) und Björn Kressin (re.) abgeblockt. Zur Galerie
Der Preetzer Finn Busse (li.) wird von den Schinkelern Oskar Kusnierczyk (mi.) und Björn Kressin (re.) abgeblockt. ©
Die Top-Amateurtore vom Wochenende 9./10. November 2019
Mehr Fußball aus der Region

Die Teams aus der Fußball-Verbandsliga Ost (Saison 2019/20)

VfR Laboe: Hinten: Co-Trainer Maik Eschen, Matthias Monzer, Steven Kühl, Dennis Hegewald, Lasse Saager, Kevin Cerny, Antonio-Marcial Grünwald, Ali Ramez Malekzadah, Physio Caro Krüger. Mitte: Co-Trainer Dominic Kahl, Trainer Mikica Mladenovic, Felix Kock, Fynn Eggers, Eike Meisner, Oliver Blazevic, Christian Hirdes, Sebastian Wendt, Andre Wieland, Betreuer Michael Lobeck, Betreuer Torben Schulz, Betreuer Torsten Rumohr. Vorne: Rene Puls, Michael Kiefer, Patrick Wemmer, Christoph Zander, Rene Reinke, Pascal Puls, Murat Kayabas, Janek Geisbauer Zur Galerie
VfR Laboe: Hinten: Co-Trainer Maik Eschen, Matthias Monzer, Steven Kühl, Dennis Hegewald, Lasse Saager, Kevin Cerny, Antonio-Marcial Grünwald, Ali Ramez Malekzadah, Physio Caro Krüger. Mitte: Co-Trainer Dominic Kahl, Trainer Mikica Mladenovic, Felix Kock, Fynn Eggers, Eike Meisner, Oliver Blazevic, Christian Hirdes, Sebastian Wendt, Andre Wieland, Betreuer Michael Lobeck, Betreuer Torben Schulz, Betreuer Torsten Rumohr. Vorne: Rene Puls, Michael Kiefer, Patrick Wemmer, Christoph Zander, Rene Reinke, Pascal Puls, Murat Kayabas, Janek Geisbauer ©

Das konnte Nils Scherzinger so nicht bestätigen. Der Co-Trainer des MTV Dänischenhagen, der den verhinderten Coach Frank Knocke vertrat, hatte beim Spiel in Laboe alles andere als einen entspannten Nachmittag in seiner Coaching-Zone. „In der ersten Halbzeit hätten wir führen müssen“, trauerte er den Chancen von Lars Mischak und Tim Ladewig nach. Nach dem Seitenwechsel folgte das große Gruseln. Gleich nach Wiederanstoß kassierte der MTV das schnelle 0:1 (46.) als „Dosenöffner“ für noch größeren Frust. Innerhalb von 14 Minuten schlug es viermal im Gehäuse ein. „Jeder Schuss der Laboer war ein Treffer“, verzweifelte Scherzinger und musste für einen Trainer die unschöne Feststellung machen: „Beim 0:2 gingen bei uns die Köpfe nach unten, und wir sind komplett eingebrochen. So darf man nicht verlieren.“ Schnell wurden Erinnerungen wach an das Spiel vor drei Wochen in Flintbek, als es nach einer 1:0-Führung mit ähnlichen Symptomen wie jetzt in Laboe eine 1:5-Abfuhr gab. „Ich bin guter Dinge, dass es im nächsten Spiel wieder besser läuft“, sprach Scherzinger sich selbst Mut zu und hofft auf die Wiederauferstehung der Mannschaft.