21. September 2021 / 20:52 Uhr

Schiri-Assistentin kollabiert: VfL-Quintett erlebt Notarzt-Einsatz bei DFB-Sieg

Schiri-Assistentin kollabiert: VfL-Quintett erlebt Notarzt-Einsatz bei DFB-Sieg

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Während des Spiels der DFB-Frauen (l. Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg) war eine Schiedsrichter-Assistentin kollabiert.
Während des Spiels der DFB-Frauen (l. Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg) war eine Schiedsrichter-Assistentin kollabiert. © dpa
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Beim 5:1-Sieg der DFB-Frauen, bei dem fünf Spielerinnen des VfL Wolfsburg zum Einsatz kamen, ist eine Schiedsrichter-Assistentin kollabiert. Ihr Zustand ist Medienberichten zufolge aber stabil.

Zwei Spiele, sechs Punkte: Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft konnte am Dienstag nach dem 7:0-Auftaktsieg gegen Bulgarien auch das zweite WM-Quali-Spiel in Gruppe H gegen Serbien für sich entscheiden. In Chemnitz siegte die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vor rund 1600 Zuschauern deutlich mit 5:1. Überschattet wurde das Spiel aber von einem medizinischen Notfall: Die englische Schiedsrichter-Assistentin Helen Edwards kollabierte nach 30 Minuten am Spielfeldrand und musste behandelt werden. Edwards wurde anschließend bei Bewusstsein und unter Applaus aus dem Stadion getragen und ins Krankenhaus gebracht. Englischen Medienberichten zufolge ist ihr Zustand stabil.

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Mit Kathrin Hendrich, Lena Oberdorf, Lena Lattwein und Svenja Huth standen gleich vier Akteurinnen des VfL Wolfsburg in der Startelf, Tabea Waßmuth wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Die nachnominierte Pia-Sophie Wolter war nicht im Spieltagskader.

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Früher Rückstand für das DFB-Team

Gegen Serbien tat sich die DFB-Elf lange schwer. Bereits nach drei Minuten trafen die Serbinnen durch Nina Matejic zum 1:0 und brachten die knappe Führung danach überraschend bis in die Halbzeitpause. Die Gastgeberinnen waren zwar bemüht, fanden aber nicht die richtigen Lösungen und lieferten sich zu viele individuelle Fehler. Der Knoten platzte erst im zweiten Durchgang, als Bayerns Lea Schüller mit einem Viererpack die Partie regelrecht im Alleingang drehte. Chelsea-Star Melanie Leupolz sorgte für den 5:1-Endstand.

"Wir waren eine komplett andere Mannschaft in der zweiten Halbzeit", sagte Wolfsburgs Oberdorf. Die 19-Jährige fand es gut, "dass wir mit Widerständen so umgehen können. Wir werden analysieren, was falsch gelaufen ist. Auf die Reaktion in der zweiten Halbzeit können wir stolz sein."

Svava legt drei Tore auf

VfL-Stürmerin Ewa Pajor kam bei Polens 1:0 gegen Armenien am Dienstagabend nicht zum Einsatz. Nach dem Unentschieden gegen Belgien stehen die Polinnen nach zwei Spieltagen in Gruppe F nun bei vier Punkten. Auf Kurs bleiben Sofie Svava und Dänemark in Gruppe E: Im zweiten Quali-Spiel wurde es wieder deutlich, beim 8:0 gegen Aserbaidschan spielte Svava erneut von Beginn an und legte drei Treffer auf. Rebecka Blomqvist durfte beim zweiten Sieg der schwedischen Nationalmannschaft in Gruppe A erstmals mitwirken: Beim 4:0 gegen Georgien kam die Olympia-Zweite in der 88. Minute für Ex-VfLerin Fridolina Rolfö in die Partie.