02. November 2020 / 19:01 Uhr

"Schlag ins Gesicht" – Alaba: FC Bayern wollte mich bei Tauschgeschäft abgeben

"Schlag ins Gesicht" – Alaba: FC Bayern wollte mich bei Tauschgeschäft abgeben

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ist enttäuscht vom FC Bayern: David Alaba.
Ist enttäuscht vom FC Bayern: David Alaba. © Adam Pretty/Getty Images
Anzeige

David Alaba erhebt in einem "Sky"-Interview Vorwürfe gegen den FC Bayern. Der Verein habe ihm keine Wertschätzung entgegengebracht. Zudem gab er bekannt, dass der Verein ihn in einem Tauschgeschäft transferieren wollte.

Anzeige

Es sind pikante Details, die David Alaba in einem Interview mit Sky verrät. "Ich habe einen Anruf erhalten und wurde gefragt, ob ich mir einen Tausch vorstellen könne. Das war für mich ein Schlag ins Gesicht", sagte der Spieler des FC Bayern am Montag. Nach dem zweiten oder dritten Vertragsgespräch sei dies gewesen, sagte Alaba. Zuvor wurde bekannt, dass die Vertragsverhandlungen zwischen dem Österreicher und dem deutschen Rekordmeister gescheitert sind. Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte dies am Sonntag verkündet.

Anzeige

Dabei wollte Alaba nach eigenen Aussagen eigentlich beim FC Bayern verlängern. Doch ihm selbst habe die Wertschätzung immer wieder gefehlt, sagte er. "Man ist spät an mich herangetreten und hat spät mit mir über eine Vertragsverlängerung gesprochen", sagte er bei Sky. "Ich habe mir deshalb schon Gedanken gemacht." Dann habe er irgendwann diesen Anruf bekommen – spätestens seitdem stockten die Vertragsverhandlungen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Zuletzt hieß es, Alaba habe horrende Summen an Gehalt gefordert. Es hieß, der FC Bayern hätte elf Millionen Euro Festgehalt und sechs weitere Millionen an Prämien pro Jahr geboten. Dies soll ihm nicht genug gewesen sein. Dem widersprach Alaba nun erneut. "Ich kann jedem Fan absolut versichern, dass es nicht ums Geld geht. Die Summen, die im Raum standen, entsprechen einfach nicht der Wahrheit. Ich bin enttäuscht, dass von offizieller Seite niemand die Summen aus den Medien dementiert hat", sagte Alaba. Ähnliche Worte fand er zuvor schon auf der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg.



Alaba fehlte "Respekt und Wertschätzung"

Ihm sei es während all der Gespräche immer nur um Wertschätzung gegangen, sagt Alaba. "Ich habe nach Respekt und Wertschätzung gesucht. Als die Vertragsverhandlungen begonnen haben, ist es schon nicht in die Richtung gegangen, die ich mir vorgestellt habe. Da war Corona noch sehr weit weg. Mir wurde ein Vertrag hingelegt, in dem ich keine Wertschätzung und Anerkennung erkannt habe", so der Österreicher.

Dies spiegelte sich nun scheinbar auch in der Absage des Vereins wider. "Ich war überrascht und irgendwie auch enttäuscht, dass es über die Medien kommuniziert wird und nicht direkt an mich", so Alaba.

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!