16. August 2020 / 12:28 Uhr

Schlampiger MSV Neuruppin: Prudente-Treffer reicht für Runde drei

Schlampiger MSV Neuruppin: Prudente-Treffer reicht für Runde drei

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Einmal mehr war es Torjäger Rafael Conrado Prudente, der die Fontanestädter glücklich machte – sein Tor in der 16. Minute genügte zum Weiterkommen im Landespokal.
Einmal mehr war es Torjäger Rafael Conrado Prudente, der die Fontanestädter glücklich machte – sein Tor in der 16. Minute genügte zum Weiterkommen im Landespokal. © Christoph Laak/Archivbild
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AOK-Landespokal: Im Brandenburgliga-Duell setzen sich die Fontanestädter bei Eintracht Miersdorf/Zeuthen durch.

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Eintracht Miersdorf/Zeuthen – MSV Neuruppin 0:1 (0:1). Tor: 0:1 Rafael Conrado Prudente (16.).

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Einen dreckigen 1:0-Auswärtssieg fuhr der MSV Neuruppin beim Brandenburgliga-Konkurrenten Eintracht Miersdorf/Zeuthen ein. Einmal mehr war es Torjäger Rafael Conrado Prudente, der die Fontanestädter glücklich machte – sein Tor in der 16. Minute genügte zum Weiterkommen im Landespokal. „Das war kein Spiel, was man jetzt noch zehn Jahre im Kopf haben wird“, sagte MSV-Trainer Henry Bloch, „muss man aber auch nicht. Im Pokal geht es darum, in die nächste Runde einzuziehen. Das ist uns gelungen“.

Bis auf den langzeitverletzten Kapitän Marcus Lemke und Youngster Hendrik Haack (Sporteignungsprüfung) waren beim Märkischen Sportverein alle Mann an Bord, Henry Bloch hatte zum Pflichtspielauftakt die Qual der Wahl. Drei der fünf externen Zugänge standen auch direkt in der Startelf des MSV, welcher gut in die Partie fand. „Wir hatten viel Ballbesitz und sind oft bis zur Grundlinie durchgekommen“, verriet der Coach, welcher nach einer guten Viertelstunde jubeln durfte. Maurice Malak brachte das runde Leder von der linken Seite an den zweiten Pfosten, wo Florian Matthäs die Übersicht behielt und ins Zentrum köpfte.

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Dort behielt Rafael Conrado Prudente die Ruhe und Abgezocktheit und schob aus Nahdistanz zur Führung ein. Nach der Trinkpause verloren die Gäste etwas den Faden, ohne dabei die Spielkontrolle einzubüßen. „Mein Team hat sich dem Gegner angepasst, plötzlich vermehrt mit langen Bällen agiert“, bemängelte Bloch, dessen Schützlinge in der Defensive über die gesamten 90 Minuten kaum gefordert waren: „Das war sehr souverän.“

Nach dem Seitenwechsel boten sich immer mehr Räume, die wegen technischer Fehler und Unkonzentriertheiten nicht genutzt wurden. „Wir waren viel zu schlampig, vor allem in der Schlussphase hätten wir den Deckel bei mehreren Kontergelegeneiten drauf machen müssen“, verriet Bloch. Weil aber auch ein Kopfball vom Siegtorschützen Prudente nur an den Pfosten klatschte, blieb es beim unnötig knappen aber hochverdienten 1:0 aus MSV-Sicht.

MSV: Sabri Vaizoz – Yulian Vladimirov, Kevin Blumenthal, Robin Hink – Michel Klemz (60. M. Janke), Alexander Kratz, Lukas Kraeft, Maurice Malak (60. L. Japs) – Gabriel Machado (76. D. Milushev), Florian Matthäs, Rafael Prudente