02. Dezember 2021 / 08:19 Uhr

"Schlecht gespielt", aber gewonnen: HC Elbflorenz erkämpft sich knappen Sieg in Rimpar

"Schlecht gespielt", aber gewonnen: HC Elbflorenz erkämpft sich knappen Sieg in Rimpar

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Wölfe-Torwart Marino Mallwitz (l.) versucht, gegen Lukas Wucherpfenning vom HC Elbflorenz zu retten.
Wölfe-Torwart Marino Mallwitz (l.) versucht, gegen Lukas Wucherpfenning vom HC Elbflorenz zu retten. © Frank Scheuring
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Der HC Elbflorenz besiegt die Rimpar Wölfe knapp mit 25:24. Dennoch übt Trainer Rico Göde am Auswärts-Auftritt der Dresdner Handballer Kritik. 

Rimpar/Dresden. Es war eine ganz enge Kiste, doch am Ende durften die Handballer des HC Elbflorenz jubeln. Sie haben endlich den Bock umgestoßen und bei den Rimpar Wölfen erstmals seit Jahren gewonnen. In einem spannenden Spiel verwandelte Nils Kretschmer drei Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter und sorgte für den knappen 25:24-Sieg (12:13). Die Schützlinge von Trainer Rico Göde fielen sich jubelnd in die Arme und tanzten im Kreis. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ sangen sie lauthals. Immerhin war es nach dem Erfolg in Bietigheim bereits der zweite hintereinander. Mit den beiden Punkten klettern die Dresdner auch in der Tabelle einige Plätze nach oben und können mit breiter Brust ins Heimspiel am Sonntag gegen Ferndorf gehen.

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Kampfbetontes Spiel

„Schlecht gespielt, aber mit zwei Punkten nach Hause gefahren“, fasste Rico Göde die Vorstellung seiner Mannschaft mit einem leichten Grinsen zusammen. „Wir haben diesmal krass viel liegengelassen, haben es nicht geschafft, uns einmal abzusetzen. Am Ende entscheiden Einzelaktionen wie von Mindaugas Dumcius und von Nils Kretschmer das Spiel für uns. Wir freuen uns riesig, auch wenn der Sieg vielleicht ein bisschen glücklich war“, fügte der Coach noch hinzu.

Die 257 Zuschauer in Würzburg erlebten eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Beide Teams lieferten sich eine spannende Partie auf Augenhöhe mit zwei ganz starken Torhütern im Rücken – Wölfe-Keeper Mario Mallwitz brachte es auf 17 Paraden, HCE-Kapitän Mario Huhnstock stand ihm mit 14 Paraden kaum nach. Den besseren Start legten die Gastgeber hin. Nach sechs Minuten führten sie mit 5:2. „Den Start haben wir total verschlafen“, gab Rico Göde später zu. Doch sein Team kam dann besser in Fahrt, glich schon drei Minuten später aus und ging sogar mit 9:6 selbst in Führung. Dann aber scheiterten die Gäste sie mehrfach an Mallwitz, sogar der sonst so sichere Sieben-Meter-Schütze Lukas Wucherpfennig fand im Rimparer Torhüter zweimal seinen Meister. So konnten die Hausherren aufschließen und mit einem Tor Vorsprung in die Pause gehen.

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Nach dem Seitenwechsel setzte sich das kampfbetonte Spiel und das Auf und Ab beider Teams fort. Zunächst konnten sich die Gastgeber mit drei Toren (20:17/48.) etwas Luft verschaffen. Doch Dumcius und ein von Nils Kretschmer verwandelter Siebenmeter brachten die Dresdner wieder heran. Nach dem 20:20 (51.) hätten die HCE-Männer in doppelter Überzahl sogar die Chance sich abzusetzen, doch durch leichte Fehler nutzten sie diese nicht. In der Crunchtime ging es hin und her. Aber ein schöner Hüftwurf von Mindaugas Dumcius brachte die Elbestädter in der 59. Minute erstmals wieder mit 24:23 in Front. Nach dem erneuten Ausgleich zeigte Nils Kretschmer beim Siebenmeter absolute Nervenstärke und machte den Sieg perfekt.

Elbflorenz-Tore: Dumcius 6, Kretschmer 5/3, Wucherpfennig 3/1, Dierberg, Greß, Neuhold je 2. Zobel, Emanuel, Jungemann, Stavast, Vanco je 1.