21. April 2021 / 14:47 Uhr

Schlechte Nachrichten für Nachwuchssportler in Sachsen: Training wird deutlich eingeschränkt

Schlechte Nachrichten für Nachwuchssportler in Sachsen: Training wird deutlich eingeschränkt

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Auch die kleinen Leichathletinnen und -athleten der SG MoGoNo müssen sich wieder umstellen.
Auch die kleinen Leichathletinnen und -athleten der SG MoGoNo müssen sich wieder umstellen. © Christian Modla
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Gerade erst hatte der Freistaat Sachsen die Möglichkeiten zum Training für Nachwuchssportler erweitert. Nun wird alles wieder schwieriger. Das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes sieht deutliche Verschärfungen vor. 

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Leipzig. Wenn das veränderte Bundes-Infektionsschutzgesetz Bundestag und Bundesrat passiert hat, kommen auch auf die Amateursportler in Sachsen Änderungen zu. Positive sind es nicht. Denn der Entwurf, der verabschiedet werden soll, beschneidet die ohnehin schon beschränkten Möglichkeiten für das kontaktlose Nachwuchstraining im Freien wieder deutlich. Wirksam werden könnte das Gesetz noch in dieser Woche. Aber der Reihe nach.

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Überschreitet der Sieben-Tages-Inzidenzwert in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 gilt künftig: Zulässig sind nur noch kontaktloser Individualsport allein oder zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands, zum Beispiel also Tennis oder Golf. Profis und Leistungssportler der Bundes- und Landeskader sind ausgenommen. Der Entwurf unterscheidet an dieser Stelle nicht zwischen Sport im Freien und auf Innensportstätten. Badminton, Tischtennis, Turnen oder das Einzeltraining im Fitnessstudio wären also möglich. Das große ABER: Zwar regelt das Gesetz künftig bundesweit einheitlich das Erlaubte oder Verbotene ab einer Inzidenz von 100. Die Länder können diese Regelungen aber jederzeit verschärfen. Und das tut Sachsen in seiner aktuell bis zum 9. Mai gültigen Corona-Schutz-Verordnung. Heißt: Individualsport gibt es im Freistaat auch weiterhin nur im Freien. Soweit bleibt also alles beim Alten.

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Änderungen gibt es dagegen für das Nachwuchstraining. Das soll auch künftig oberhalb einer Inzidenz von 100 erlaubt bleiben. Allerdings nicht mehr in der bis dato in Sachsen gültigen Form. Erlaubt ist nur noch das Üben von Kindern bis 14 Jahren in Gruppen bis zu fünf Personen im Freien. Bis dato war Training an der frischen Luft für Kinder Jugendlich bis 18 Jahren in Gruppen bis zu 20 Personen möglich. Neu ist außerdem: Trainerinnen und Trainer müssen einen tagesaktuellen negativen Corona-Test (PDCR- oder Selbsttest) dabeihaben, wenn sie mit einer Einheit beginnen wollen. Für Übungsleiterinnen oder Übungsleiter, die beispielsweise an vier Tagen in der Woche mit einer Gruppe arbeiten, heißt das auch, sich viermal zu testen.

Rutscht der Inzidenzwert im Kreis oder der kreisfreien Stadt an fünf aufeinander folgenden Tagen unter den Wert von 100, greifen wieder die Regelungen der jeweils aktuell gültigen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung.