11. Januar 2022 / 16:30 Uhr

Schluss im Sommer: Tobias Schmadtke hört in Münstedt auf

Schluss im Sommer: Tobias Schmadtke hört in Münstedt auf

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Tobias Schmadtke (weißes Trikot) stand nicht immer an der Seitenlinie, weil er oft selber als Spieler auf dem Feld unterwegs war.
Tobias Schmadtke (weißes Trikot) stand nicht immer an der Seitenlinie, weil er oft selber als Spieler auf dem Feld unterwegs war. © Foto: Isabell Massel
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Aus der Not heraus wurde Tobias Schmadtke vor etwa drei Jahren beim Fußball-Kreisligisten TSV Münstedt zum Trainer. Seither habe er das Team stabilisiert und für ein tolles Mannschaftsgefüge gesorgt, sagen die Verantwortlichen des Vereins. Zum Sommer verlässt der 30-Jährige allerdings die Mannschaft – und hat einen klaren Plan für die Zukunft.

Seit drei Jahren ist Tobias Schmadtke beim Fußball-Kreisligisten TSV Münstedt nun schon als Trainer im Amt. Er leitete die Einheiten, coachte sein Team und absolvierte den Großteil der Pflichtspiele sogar selber. Doch im Sommer kommt seine Zeit beim TSV zu einem Ende. „Der viele Abstiegskampf war kräfteraubend. Es gab viele Nebenkriegs-Schauplätze und ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr mit so viel Elan dabei bin“, sagt der 30-jährige Coach. Er sieht Potenzial im Team und fügt hinzu: „Jetzt ist der richtige Moment für neue Ideen durch einen anderen Trainer, damit die Jungs den nächsten Schritt gehen können.“

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Den Abgang bedauert der Verein sehr, wie der stellvertretende Fußballobmann Serkan Kurdal erklärt: „Tobias hat die Mannschaft stabilisiert. Alle im Team verstehen sich gut, es ist ein tolles Gefüge. Und wenn man auf die Fairnesstabelle schaut, stellt man fest, dass wir viel ruhiger geworden sind. Vor ein paar Jahren waren wir da noch Letzter im Landkreis.“ Dass Schmadtke nicht nur als Trainer, sondern auch als Spieler ausgeholfen hatte, sei „Gold wert gewesen“.

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Tobias Schmadtke hatte das Traineramt zur Rückrunde der Saison 2018/19 von Klaus Reinecke übernommen, der das Team wegen interner Probleme verlassen hatte. In 13 Spielen nach der Winterpause holte er mit seiner Mannschaft 21 Punkte und führte die Münstedter auf den siebten Platz. „Das war unser bestes Ergebnis“, erinnert sich Schmadtke. Doch in den beiden folgenden Serien, die wegen der Corona-Pandemie jeweils abgebrochen worden waren, kämpfte das Team stets mit dem Abstieg.


Trotz seiner bisher dreijährigen Amtszeit, steht Schmadtke erst jetzt vor seiner ersten kompletten Spielzeit. Und die soll mit dem Klassenerhalt in der Kreisliga beendet werden. „Es wird aber schwer. Wir müssen als Team zusammen rücken und jeder einzelne muss den Fußball auf der Prioritätenliste für dieses halbe Jahr noch einmal nach oben setzen“, sagt der Coach, der sich über seine Zukunft bereits im Klaren ist.

Er will auch als Spieler aufhören, sich aber keinen neuen Verein suchen. „Stand jetzt werde ich keinen Herrenfußball mehr spielen. Ich steige höchstens ab der Ü32 wieder ein, wo es nicht ganz so verbissen ist“, erklärt der 30-Jährige. Als Coach könnte seine Karriere ebenfalls schon beendet sein. „Ich wollte nur in Münstedt Trainer sein und werde nicht woanders hingehen“, erklärt Tobias Schmadtke, der ursprünglich nur im Jugendbereich als Coach aktiv sein wollte. „Ich habe mir aber auch gedacht: ’Es wäre cool, mal die erste Herren zu trainieren.’ Das ging dann schneller als gedacht“, erklärt Schmadtke und lacht.

Der Verein befindet sich nun auf der Suche nach einem neuen Trainer für die Mannschaft. Interessierte Kandidaten können sich beim Vorstand der Münstedter Fußball-Abteilung melden.