14. Juni 2020 / 16:45 Uhr

Schlusslicht Carl Zeiss Jena aus der 3. Liga abgestiegen

Schlusslicht Carl Zeiss Jena aus der 3. Liga abgestiegen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DUISBURG, GERMANY - OCTOBER 26: Nico Hammann of Jena looks discontented during the 3. Liga match between KFC Uerdingen and FC Carl Zeiss Jena at Schauinsland-Reisen-Arena on October 26, 2019 in Duisburg, Germany. (Photo by Michael Titgemeyer/Getty Images for DFB)
Enttäuschung bei allen Beteiligten. In der kommenden Saison spielt Jena viertklassig. © Getty Images
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Jetzt ist es amtlich! Nach dem 0:0 gegen KFC Uerdingen verabschiedet sich der FC Carl Zeiss Jena aus der dritten Liga.

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Jena. Die endgültige traurige Gewissheit herrschte erst gut eine halbe Stunde nach dem Spielende. Erstmals durften die Profis des FC Carl Zeiss Jena seit dem Wiederbeginn der 3. Fußball-Liga im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld antreten. Und zum ersten Mal kassierten die Thüringer in dieser Saison voller Enttäuschungen kein Gegentor. Ein Grund zur Freude blieb es nicht. Das 0:0 am Sonntag gegen den KFC Uerdingen reichte nicht, weil danach das 3:3 (2:2) des FSV Zwickau gegen die SpVgg Unterhaching den Abstieg nach schon 32 von 38 Spielen besiegelte. "Ein Tag in Grau in Jena", kommentierte der Club: "Die Premiere, erstmals zu Null gespielt zu haben, war im Grunde auch der letzte Vorhang."

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Klingbeil in kommender Saison wieder nur Co-Trainer

Nach nur drei Jahren muss Jena zurück in die Regionalliga, Viertklassigkeit. Eine Überraschung ist es nicht mehr, die Chance auf Rettung war für die Mannschaft seit einiger Zeit nur noch rechnerischer Natur. Nur vier Siege aus den bisherigen 32 Partien und sieben Unentschieden sind einfach zu wenig, 21 Niederlagen einfach zu viel. Die Torbilanz von 31:69 Treffern spricht Bände.

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Dennoch wollen sich die Jenaer mit Würde verabschieden. "Man wäre kein guter Sportsmann, wenn man es jetzt schleifen lässt", betonte Kapitän Aytac Sulu. Dennoch wurde der erste echte Heimauftritt nach der Corona-Zwangspause kein fußballerischer Leckerbissen. "Es war im Großen und Ganzen kein ansehnliches Spiel. Von unserer Seite her war es sehr taktisch geprägt", meinte Teammanager René Klingbleil.

Seit der Trennung von Rico Schmitt im Februar hat der 39 Jahre alte Berliner vorübergehend das sportliche Sagen bei den Thüringern. Er ist allerdings nur im Besitz einer B-Lizenz, daher soll er in der kommenden Saison wieder als Co-Trainer arbeiten.

Mannschaft soll deutlich verjüngt werden

Die Planungen haben eh längst für die Zeit nach der 3. Liga begonnen, in die der FCC im Sommer 2017 nach fünf Spielzeiten in der Regionalliga Nordost zurückgekehrt war. Zuvor hatte Jena von 2008 bis 2012 schon mal in der 3. Liga gespielt und gehörte damit zu den Mannschaften der ersten Stunde der 2008 eingeführten dritthöchsten deutschen Profiliga.

In dieser Saison führte der Weg schnell nach unten. Eine 1:2-Niederlage gegen den ehemaligen Bundesligisten FC Ingolstadt zum Auftakt, zwei weitere Pleiten danach, und schon fand sich der FC Carl Zeiss Jena auf dem letzten Platz der Tabelle wieder. War dem Club in der vergangenen Spielzeit am Ende doch noch eine Wende und damit der Klassenverbleib gelungen, schwanden Hoffnung und Chancen diesmal von Woche zu Woche. 18 Punkte sind es nun auf den 16. Platz. Theoretisch noch eine Möglichkeit - wenn der dort liegende FSV Zwickau am vorletzten Spieltag nicht noch den punktgleichen Chemnitzer FC empfangen würde.

Die Jenaer Regionalliga-Mannschaft soll deutlich verjüngt werden, Spieler aus der U21 sollen nachrücken. "Unser Blick muss nach vorn und damit über das Saisonende hinaus gerichtet sein", hatte Sportdirektor Tobias Werner unlängst erklärt.

Jens Marx