28. März 2019 / 13:00 Uhr

Schlusslicht MTV Geismar empfängt Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt

Schlusslicht MTV Geismar empfängt Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lennart Versemann (am Ball) hat schon für die nächste Saison beim MTV Geismar zugesagt.
Lennart Versemann (am Ball) hat schon für die nächste Saison beim MTV Geismar zugesagt. © Helge Schneemann
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Von der Papierform her sind die Rollen klar verteilt, wenn in der Handball-Verbandsliga der Tabellenletzte MTV Geismar am Sonnabend den souveränen Spitzenreiter TV Jahn Duderstadt empfängt. Dennoch wollen sich die Gastgeber nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und versprechen daher einen heißen Tanz. Die HG Rosdorf-Grone reist am Sonntag zum Tabellenzweiten TV 1887 Stadtoldendorf, der von der Papierform her als Favorit ins Rennen geht.

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Geismar plant schon für die kommende Saison

MTV Geismar – TV Jahn Duderstadt (Sonnabend, 19.45 Uhr, Halle Geismar I). „Duderstadt ist den Einzelspielern zufolge die stärkste Mannschaft der Liga“, sagt Geismars mit 72 Treffern erfolgreichster Torjäger Jens Kusterer. „Dennoch würde ich kein Team als unüberwindbar bezeichnen, vor allem nicht bei uns zu Hause. Uns geht es darum, den Abstiegskampf noch offen zu halten, dementsprechend werden wir auch auftreten.“ Es wird wahrscheinlich die Abschiedstour von Kusterer sein: „Ich habe jetzt mein VWL-Studium beendet und werde deshalb im Herbst wohl aus Göttingen wegziehen.“ Auch Paul Kupsch wird studienbedingt gehen. Aus dem gleichen Grund ist die handballerische Zukunft von Torwart Lars Mindermann noch ungewiss. Auch bei dem zukünftigen Lehrer Erik Kempernolte ist aus beruflichen Gründen noch nicht klar, wie es weitergeht. Jannis Schliesing hat sich indes dem Oberligisten HSG Plesse-Hardenberg angeschlossen. Hingegen haben Leistungsträger wie Torwart Rainer Schmidt, Lasse König oder Lennart Versemann dem MTV auch im Falle eine Abstiegs schon die Treue geschworen.

„Ein großer Stamm der aktuellen Mannschaft geht nach heutigem Stand auch in der kommenden Saison für den MTV Geismar an den Start“, ist sich MTV-Trainer Dominik Kemke sicher. „Außerdem werden wir auch wieder Nachwuchsspielern die Chance ermöglichen, sich in unserem Verein weiter zu entwickeln. Diesen Weg gehen wir unbeirrt seit knapp 15 Jahren. Und dieser Weg hat uns sukzessive nach oben geführt“, so Kemke. „In dieser Saison haben wir eine kleine Leistungsdelle, das Team konnte nicht so schnell zusammenwachsen wie wir es uns erhofft haben. Trotzdem werden wir von unserem Weg nicht abweichen und in der kommenden Saison sicher eine gute Mannschaft präsentieren können.“ Aktuell ist der MTV allerdings gebeutelt: „Wir wissen noch nicht, in welcher Besetzung wir gegen Duderstadt antreten werden“, klagt Kemke schon vor dem Spiel. Torwart Mindermann, Kupsch und Kempernolte sind privat verhindert. Schliesing, Jan Germershausen, Lasse König und Julian Zosel sind laut Kemke verletzt.

Wenngleich in der Göttinger Südstadt David und Goliath aufeinandertreffen, warnt Duderstadts Trainer Christian Caillat: „Wir wissen, dass Geismar bis zum letzten Spiel kämpfen wird. Somit müssen wir auch dieses Spiel mit der höchsten Konzentration bestreiten, sonst geht es in die Hose. Außerdem sind Spiele ohne Haftmittel nicht immer einfach zu spielen.“ Das Hinspiel hatten die Eichsfelder klar mit 32:15 zu ihren Gunsten entschieden.

Mittlerweile brechen immer mehr Spieler die Lanze für den TV Jahn, „weil ich mich in Duderstadt sehr wohl fühle und mit dem Team noch viel erreichen will“, so Til Winkler, der ebenso längst um ein weiteres Jahr im Eichsfeld verlängert hat wie der Ex-Rosdorfer Chris Osei-Bonsu: „Ich bleibe beim TV Jahn Duderstadt, weil es Spaß macht in einem zielstrebigen und harmonierenden Team zu spielen. Und dies mit einem engagierten Trainer, der das Maximale aus jedem Einzelnen herausholt.“ Nicht nur in Geismar setzt Niko Grolig auf seine Mannschaft, „die gut zusammen spielt und in der der Zusammenhalt untereinander einfach nur stimmt.“

HGRG erwartet starken Gastgeber

TV Stadtoldendorf – HG Rosdorf-Grone (Sonntag, 17 Uhr). Der Gastgeber wird hinter Duderstadt als der zweite Aufsteiger in die Oberliga gehandelt. „Wir arbeiten daher sehr intensiv daran, um gut auf das kommende Spiel vorbereitet zu sein“, betont HG-Trainer Marcus Wuttke. „Stadtoldendorf stellt eine sehr starke Heimmannschaft. Wir müssen daher schon einen top Tag erwischen, um dort bestehen zu können.“ Im Kampf gegen den Abstieg hat die HGRG noch ein heftiges Restprogramm vor sich. „Je schneller wir punkten, umso besser ist das für uns“, impft der Coach seinen Spielern ein.

Von Ferdinand Jacksch

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