16. März 2020 / 17:10 Uhr

Schmadtke über die DFL-Krisensitzung: "Es war ein konstruktiver und kollegialer Austausch"

Schmadtke über die DFL-Krisensitzung: "Es war ein konstruktiver und kollegialer Austausch"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
VfL Wolfsburg
Sprach von einem "konstruktiven Austausch" bei der Mitgliederversammlung der DFL: VfL-Manager Jörg Schmadtke. © Ronny Hartmann
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Das kommt nicht überraschend: Die Fußball-Bundesliga pausiert aufgrund der Corona-Krise bis zum 2. April. Das hat die Deutsche Fußball Liga am Montag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen. Damit fällt auch das Spiel des VfL Wolfsburg am Sonntag gegen Borussia Dortmund aus - weitere Absagen werden wohl folgen.

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Bereits am vergangenen Wochenende war der Ball nicht gerollt, nun hat sich die DFL auf einen weiteren Fahrplan in der Coronavirus-Krise geeinigt. Die Bundesliga pausiert bis Anfang April. Diese Entscheidung dürfte nur eine Übergangslösung sein - ein Spiel auf Zeit. So kann die Liga die nächsten zwei Wochen abwarten und schauen, wie sich die Coronavirus-Pandemie entwickelt. Die nächste Entscheidung fällt am 30. März. Einen Saisonabbruch soll es nicht geben. „Alles in allem war es ein konstruktiver und kollegialer Austausch", sagte Jörg Schmadtke, der am Montag 56 Jahre alt geworden ist. Statt einer Feier gab's die Krisensitzung in Frankfurt.

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Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  Zur Galerie
Wegen Fan-Ausschreitungen und dem Coronavirus wurden bereits Geisterspiele in Europa ausgetragen. Der SPORTBUZZER zeigt eine Auswahl.  ©

Die DFL will sich nun einen Überblick verschaffen, welcher Klub wann finanziellle Probleme bekommen könnte, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert auf der Pressekonferenz. Jeder Verein prüfe derzeit die Möglichkeit von Kurzarbeit, um gut durch die Krise kommen zu können. "Wir werden in dieser Woche unsere Hausaufgaben machen und danach sehen, wie wir weiter vorgehen; auch vor dem Hintergrund der Ergebnisse der UEFA-Tagung am Dienstag und der weiteren Entwicklungen", sagt Schmadtke. Hausaufgaben - da geht es darum zu erörtern, wie lange der VfL ohne Spiele finanziell klarkommt.

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Es ist stark davon auszugehen, dass es nicht bei der Pause bis zum 2. April bleibt, sondern dass sie Ende März verlängert wird. "Um als Liga handlungsfähig zu bleiben, haben wir uns auf einen sogenannten Notfall-Paragraf geeinigt", erklärte Seifert. Weiter sagte der DFL-Geschäftsführer: "Alle Klubs haben den Anspruch, die Saison irgendwie, soweit rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar, zu Ende zu bringen." Zudem rechnet er damit, dass am Dienstag bekannt wird, dass die nationalen Ligen mehr Handlungsspielräume bekommen, weil die Europameisterschaft, die für den Sommer geplant ist, verschoben wird. "Dann wird deutlicher, welche Optionen wir noch hätten, um eine Saison zu Ende zu bringen", so Seifert. Zudem entscheidet die UEFA am Dienstag über die Zukunft der Europa League und der Champions League in dieser Saison.

Seifert geht darüber hinaus davon aus, dass die Liga-Fortsetzung ohne Geisterspiele nicht funktionieren wird. Alle, die dies aktuell ausschließen würde, würden riskieren, dass es bald keine 36 Profi-Klubs mehr geben würde, betonte der DFL-Chef: "Das wird in nächster Zukunft die einzige Überlebenschance sein." Der VfL setzt in dieser Woche bereits mit dem Mannschaftstraining aus.

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