25. Oktober 2021 / 11:58 Uhr

Schmadtke zum van-Bommel-Aus in Wolfsburg: "Ist auch eine Niederlage für mich"

Schmadtke zum van-Bommel-Aus in Wolfsburg: "Ist auch eine Niederlage für mich"

Andreas Pahlmann und Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Trainerwechsel in Wolfsburg: Jörg Schmadtke sprach über das Aus von Mark van Bommel.
Trainerwechsel in Wolfsburg: Jörg Schmadtke sprach über das Aus von Mark van Bommel.
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Jörg Schmadtke, Manager des VfL Wolfsburg hat am Montagvormittag zur Trennung von Trainer Mark van Bommel Stellung genommen.

Kurz bevor Interimstrainer Michael Frontzeck die erste Trainingseinheit nach dem Aus von Mark van Bommel beim VfL Wolfsburg leitete, nahm der Manager Stellung. "Das ist auch eine Niederlage für mich", erklärte Jorg Schmadtke am Montagmittag. Denn mit der Verpflichtung des Ex-Profis habe "auch ich andere Dinge verbunden als die, die wir hinbekommen haben". Die schnelle Trennung nach nur neun Spieltagen "ist für mich eine traurige und keine schöne Situation". Van Bommel selbst verabschiedete sich kurz von der Mannschaft und von den auf dem Gelände anwesenden Journalisten, gab aber keine weitere Stellungnahme ab.

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Dafür redete Schmadtke. Es sei "der Glaube verloren gegangen, dass wir in der Konstellation die Trendwende hinbekommen". Nach vier Bundesliga-Niederlagen in Folge und acht Partien nacheinander ohne Sieg, war für van Bommel am Wochenende Schluss, einen Tag nach dem 0:2 gegen den SC Freiburg musste der Niederländer gehen. Gerade einmal 116 Tage war er im Amt, so schnell wie er war in der Erstliga-Geschichte des Klubs noch kein Coach wieder weg.

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Schmadtke: "Man kann sagen, dass das schnell war, aber wir haben uns intensiv Gedanken gemacht - nicht erst seit gestern." Wann die ersten Zweifel gekommen seien, sei "egal, am Ende war es de facto so, dass die Dinge, die man gemeinschaftlich versucht hat, nicht funktioniert haben". Es sei dabei "ausschließlich um sportliche Dinge" gegangen, nicht etwa um atmosphärische Störungen, wie es sie bei van Bommels Vorgängern Oliver Glasner und Bruno Labbadia gegeben hatte.


Nun sucht der VfL einen Nachfolger, der "für die Situation der passendste ist", so Schmadtke. Auf das Anforderungsprofil oder gar auf Namen wollte er nicht eingehen, klar sei nur: "Das internationale Geschäft bleibt die Zielsetzung." Der Abstand zu diesen Plätzen sei zwar nicht groß, aber man müsse "aufpassen, dass uns die Saison nicht wie Sand in den Fingern zerrinnt". Und die Idee, mit einem neuen Trainer auf Glasners Umkehrspiel-Taktik auch die Fähigkeit zum Ballbesitzfußball draufzusatteln, halte er nach wie vor "für richtig".

Am Samstag, wenn der VfL in Leverkusen antritt, wird voraussichtlich Frontzeck als Cheftrainer auf der Bank sitzen - als Bundesliga-erfahrener Coach in der Interimsrolle verschaffe er dem Verein nun bei der Trainersuche "Zeit und Handlungsspielraum", so Schmadtke. Als Dauerlösung werden rund um den VfL unter anderem Edin Terzic, Florian Kohfeldt und Domenico Tedesco gehandelt.