02. März 2020 / 20:51 Uhr

Schmähplakate in der HDI-Arena! Zwei Banner zeigen Dietrich Mateschitz und Dietmar Hopp im Fadenkreuz

Schmähplakate in der HDI-Arena! Zwei Banner zeigen Dietrich Mateschitz und Dietmar Hopp im Fadenkreuz

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Banner in der Nordkurve zeigen Dietmar Hopp (oben) und Dietrich Mateschitz im Fadenkreuz.
Die Banner in der Nordkurve zeigen Dietmar Hopp (oben) und Dietrich Mateschitz im Fadenkreuz. © Peter Steffen/dpa
Anzeige

Auch beim Spiel zwischen Hannover 96 und Holstein Kiel kam es zu Protesten gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp und Red Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz. Teile der 96-Ultras präsentierten im Fanblock je ein Plakat, auf dem Hopp und Mateschitz im Fadenkreuz zu sehen waren. 

Am Wochenende gab es zahlreiche unschöne Proteste der Ultraszene in den Stadien Deutschlands, die sich gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp und den DFB richteten. Lange unvergessen wird das Duell zwischen dem FC Bayern München und der TSG Hoffenheim bleiben, bei dem es fast zu einem Spielabbruch kam. Die Spieler beider Teams spielten sich in der Schlussphase nur noch gegenseitig den Ball zu.

Anzeige

Auch Vorfälle in der HDI-Arena

Entgegen der Hoffnungen der deutschen Fußballfans kam es auch beim Heimspiel von Hannover 96 gegen Holstein Kiel zu Vorfällen. Einige vermummte 96-Ultras hielten beleidigende Banner in die Höhe. Wie schon am Wochenende in vielen Stadien, waren TSG-Mäzen Dietmar Hopp und Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz im Fadenkreuz zu sehen.

Es kam zu einer kurzen Unterbrechung. Nach einer Minute ließ Schiedsrichter Sascha Stegemann aber weiterspielen und schickte die Spieler nicht in die Katakomben. Währenddessen wurden die Schmähplakate wieder eingerollt.

Zwei Protestbanner in der Nordkurve beim 96-Spiel gegen Kiel
Mehr zu #H96KSV

Bilder zu den Schmähplakate beim 96-Spiel gegen Kiel

 Vermummte 96-Fans zeigen auf einem Banner in Nordkurve Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Fadenkreuz. Zur Galerie
Vermummte 96-Fans zeigen auf einem Banner in Nordkurve Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp im Fadenkreuz. ©

Am Wochenende gab es in vielen Stadien solche Plakate und Gesänge gegen Hopp. Wegen Hass-Plakaten gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp war das Bundesliga-Spiel am Samstag gegen den FC Bayern München zweimal unterbrochen worden. Auch in anderen Stadien kam es zu Schmähungen gegen Hopp und den DFB. Die Ultra-Szene fühlt sich verbunden im Kampf gegen die Kollektivstrafe, nachdem das DFB-Sportgericht kürzlich alle Anhänger von Borussia Dortmund wegen einer ähnlichen Aktion für die nächsten zwei Jahre von Begegnungen in Hoffenheim ausgeschlossen hat.

Spielunterbrechung auch bei Münster gegen Rostock

Nach den Vorfällen in Sinsheim, Dortmund und bei Union Berlin hat es auch in der 3. Liga eine Spielunterbrechung gegeben. In der Partie zwischen dem SV Meppen und dem MSV Duisburg entrollten beide Fan-Seiten Plakate und Banner, die auf die Causa Dietmar Hopp anspielten. Ein Plakat mit dem Slogan "Euer Versprechen hält nur solange kein Hurensohn beleidigt wird", wurde von den Meppener Fans hochgehalten. Die Duisburger entrollten einen Banner mit der Aufschrift "Hat der Dietmar genug Kohle, wird zu seinem Schutz und Wohle, von Leuten deren Wort nichts wert, mal wieder jemand ausgesperrt". Auch die Montagspartie zwischen Preußen Münster und Hansa Rostock wurde unterbrochen.

Die Chronologie im Fall Hopp: So eskalierte der Hass gegen den Hoffenheim-Mäzen

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! Zur Galerie
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ist über die Jahre zur Hassfigur der aktiven Fanszenen geworden. Im Februar 2020 kam es zum Eklat. Doch was ist die Ursache für die Anfeindungen? Der SPORTBUZZER zeigt die Chronologie des Hasses gegen Hopp! ©

Sportredaktion Hannover