16. Oktober 2020 / 18:21 Uhr

Schmeicheleien vor dem Derby: STK Eilvese und TSV Stelingen gehen gelassen ins Spitzenspiel

Schmeicheleien vor dem Derby: STK Eilvese und TSV Stelingen gehen gelassen ins Spitzenspiel

Mark Bode
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Trainer Marko Orsolic (TSV Stelingen, links) und Thassilo Jürgens (STK Eilvese) stehen sich am Sonntag gegenüber.
Die Trainer Marko Orsolic (TSV Stelingen, links) und Thassilo Jürgens (STK Eilvese) stehen sich am Sonntag gegenüber. © Christian Hanke
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Der STK Eilvese erwartet am Sonntag (15.30 Uhr) den TSV Stelingen zum Derby in der Landesliga Nord. Beide Trainer erwarten ein abwechslungsreiches Duell zweier offensiv eingestellter Mannschaften. Für die beiden Eilveser Kenny Böttger und Richard Leimann wird es eine ganz besondere Begegnung.

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Mit einem Motivationsproblem bei seinen Spielern rechnet Thassilo Jürgens nicht. „Wenn es gegen den Ersten geht, muss man die Jungs nicht noch extra heiß machen“, sagt der Trainer des Landesligisten STK Eilvese. Der Tabellendritte empfängt am Sonntag um 15.30 Uhr den Spitzenreiter TSV Stelingen. Deren Coach Marko Orsolic misst diesem Nachbarschaftsduell keine zu große Bedeutung bei: „Jede Partie in der Landesliga ist für uns schön. Da ist die Begegnung in Eilvese nichts anderes.“

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Besonders wird diese Partie allerdings für die beiden Eilveser Kenny Böttger und Richard Leimann sein, die jahrelang für die Stelinger aufgelaufen sind. Jürgens rechnet aber nicht damit, dass sie übermotiviert seien. Ohnehin geben sich vor dem Spitzenspiel beide Trainer gelassen und schmeicheln der jeweils anderen Seite. „Wenn man so viele Punkte auf dem Konto hat, dann steht man zu Recht dort oben“, sagt Jürgens über den Kontrahenten. „Sie haben ihre Aufstiegseuphorie gut in die neue Saison mitgenommen“, erklärt er.

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Rhythmusgefühl passt beim TSV Stelingen

Orsolic, der mit seiner Mannschaft bislang eine Klasse unter dem STK im Bezirk kickte, hat den Kontrahenten dennoch schon früher genau beobachtet. „Für mich gehörten sie in der Vorsaison schon zu den Titelanwärtern. Ich schätze sie aufgrund guter Verstärkungen in dieser Spielzeit noch besser ein.“ Besonders Mohamad Saade sei gefährlich. Doch Orsolic hält nichts davon, den Offensivstrategen des STK mit zwei oder drei eigenen Akteuren auszuschalten. „Dadurch würden sich Räume für andere Spieler ergeben“, sagt der Coach. „Ich bin von dieser Spielweise kein Fan“, fügt er hinzu. Allerdings hatte sie für den TSV Godshorn funktioniert, der auf diese Weise alle drei Punkte aus Eilvese mitgenommen hatte.

Die Eilveser gehen nach ihrem 2:1-Erfolg bei der TSV Burgdorf mit gestärktem Selbstvertrauen und normalem Spielrhythmus in die Begegnung. Nicht so die Stelinger, die aufgrund der ungeraden Staffelgröße ein spielfreies Wochenende hinter sich haben. Doch von einem gestörten Takt will Orsolic nichts wissen. „Wir waren am Mittwoch mit 22 Mann beim Training, nur zwei fehlten berufsbedingt. Es war hohes Tempo drin. Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir nicht im Rhythmus sind“, sagt er.

Beide Trainer erwarten ein abwechslungsreiches Duell zweier offensiv eingestellter Mannschaften. „Das wird ein munteres Spiel“, vermutet Jürgens. „Wir sind keine Mannschaft, die sich hinten rein­stellt“, sagt Orsolic deutlich. „Auch Thassilo lässt gerne offensiv spielen. Da wird es kein langes Abtasten geben. Beide Seiten werden ihre Chancen bekommen.“

Eilveses Mohamad Saade nicht dabei?

Bei den Eilvesern fehlen weiterhin Adrian Wagner und Sebastian Stannehl. Onur Yayan hatte sich bereits vor drei Wochen im Spiel beim OSV Hannover eine Rippenprellung zugezogen. Diese schränkt ihn in den Bewegungen immer noch ein. Sein Einsatz ist fraglich. Ebenso der von Goalgetter Mohamad Saade, dem der Oberschenkel zwickt. „Wir wollen nicht riskieren, dass er anschließend mehrere Wochen ausfällt“, sagt Jürgens und schließt damit eine Zwangspause nicht aus.

Die Stelinger haben hingegen alle Mann dabei. „In den Trainingseinheiten drängen sich einige auf“, sagt Orsolic. Er will die letzten Eindrücke abwarten, ehe er seinen Kader benennt. „Es könnte ein paar Überraschungen geben“, sagt der TSV-Trainer.