22. Oktober 2019 / 19:07 Uhr

Schmerzen am Hüftbeuger: Hannover 96 muss doch länger auf Linton Maina verzichten

Schmerzen am Hüftbeuger: Hannover 96 muss doch länger auf Linton Maina verzichten

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Probleme am Schambein sind komplett abgeklungen, doch nun plagen 96-Flügelflitzer Linton Maina Schmerzen am Hüftbeuger.
Die Probleme am Schambein sind komplett abgeklungen, doch nun plagen 96-Flügelflitzer Linton Maina Schmerzen am Hüftbeuger. © imago
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Es sah schon so aus, als stünde Linton Mainas Comeback nach Verletzungspause kurz bevor. Doch vor dem Osnabrück-Spiel gab es den ersten kleinen Rückschlag für den 96-Youngster. Am Montag verschlimmerte sich die Lage. 

Die quälend lange Zwangspause für Linton Maina (20) schien endlich vorbei. Sieben Wochen war er mit Leistenproblemen ausgefallen, hatte noch einen grippalen Infekt. Maina biss sich durch, vergangene Woche kehrte er ins Teamtraining zurück. Jetzt der nächste Rückschlag: Maina hat neue Probleme, wird 96 wieder eine Weile fehlen.

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„Die Sache am Schambein ist komplett abgeklungen. Er hat Probleme mit dem Hüftbeuger. Die Schmerzen sind, was nicht untypisch ist, nun auf der anderen Seite“, verrät Trainer Mirko Slomka. Mainas Tempo und seine Ideen hätte 96 richtig gut tun können als Waffe für mehr Offensivgefahr. „Er kann mit seiner Schnelligkeit den Unterschied ausmachen“, lobte Slomka noch bei Mainas Trainingsrückkehr.

Das ist Hannovers 96-Rakete Linton Maina:

Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  Zur Galerie
Der 19-jährige Linton Maina spielt seit Juli 2014 bei Hannover 96. Er wechselte mit 15 Jahren von seinem Jugendverein SV Empor Berlin zur U17 der Roten.  ©

„Diese Woche rechne ich nicht mit ihm. Wir müssen geduldig sein"

Daraus wird vorerst nichts, stattdessen heißt es wieder: abwarten. Klar haben die neuen Schmerzen auch mit der alten Verletzung zu tun. Schonhaltung auf der einen Seite führt zu Überbelastung auf der anderen. Und Maina ist leider verletzungsanfällig. 96 und Slomka hatten ihm deshalb extra viel Zeit gegeben für die Rückkehr, ihn nur langsam wieder belastet. Für Mainas Körper war offenbar selbst das zu schnell. Ende vergangener Woche gab es den ersten kleinen Rückschlag bei den Rückkehrversuchen. Fürs Osnabrück-Spiel war Maina doch noch ausgefallen.

Am Montag wurde es noch übler: Statt mit dem Team zu trainieren, setze sich Maina zum Fahrradfahren aufs Ergometer – und brach nach 15 Minuten ab. Slomka: „Ich hatte gehofft, dass er schon letzte Woche dabei sein kann, gegen Osnabrück auf der Bank sitzt.“ Stattdessen wird die Wartezeit auf den Flügelflitzer immer länger. „Diese Woche rechne ich nicht mit ihm. Wir müssen geduldig sein, das kann jetzt etwas dauern“, sagt Slomka. Maina wird vorerst vor allem behandelt. Den Unterkörper muss er schonen, kann aber zumindest für die Fitness und den Oberkörper trainieren. Gestern gab es bei 96 eine Sitzung mit Physios und Teamärzten, auch Mainas Fort- und Rückschritte waren ein Thema.

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Jung arbeitet individuell am Comeback

Bei Sebastian Jung wird es bis zur Pflichtspiel-Rückkehr noch ein paar Wochen dauern. Der Rechtsverteidiger fehlt seit zweieinhalb Monaten nach Sehnenanriss, ackerte gestern individuell mit 96-Fitmacher Dennis Fischer. Der Langzeitverletzte Timo Hübers (Reha nach Knie-OP) fehlt ebenso noch länger, besser sieht es bei Jannes Horn (Pferdekuss) aus.