08. August 2021 / 09:38 Uhr

Schmidt und Dynamo Dresden ungeschlagen: "Demütig bleiben!"

Schmidt und Dynamo Dresden ungeschlagen: "Demütig bleiben!"

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Schmidt
Alexander Schmidt bleibt hochkonzentriert auf seinem Weg und warnt davor, jetzt abzuheben. © Steffen Manig
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Neun Spiele, sieben Siege und keine Niederlage. Dynamo Dresden ist unter Trainer Alexander Schmidt saisonübergreifend einfach nicht zu schlagen. Doch der 52-Jährige will von alledem nichts wissen und bremst die Euphorie.

Dresden. Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Auch in seinem saisonübergreifend neunten Pflichtspiel als Cheftrainer der SG Dynamo Dresden ist Alexander Schmidt weiterhin ungeschlagen. Der 52-Jährige hat offenbar auch das Glück des Tüchtigen für sich gepachtet. Im Punktspiel beim Hamburger SV waren seine Schwarz-Gelben spielerisch vor allem in der ersten Halbzeit unterlegen, erkämpften aber ein 1:1. Und im DFB-Pokal-Heimspiel gegen den SC Paderborn war der Gegner auf Augenhöhe, musste aber das späte Siegtor zum 2:1 (88.) für die SGD durch Julius Kade hinnehmen, ohne noch darauf reagieren zu können.

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"Mannschaft hat super Charakter"

„Natürlich war es am Schluss ein ganz enges Ding. Ganz Dresden und wir Trainer waren sehr erleichtert, dass das Tor fiel. Paderborn war auch sehr stark und hätte uns auch ein Tor einschenken können“, gab Alexander Schmidt nach dem Einzug in die nächste Pokalrunde zu. Welchem Los er dort gern aus dem Weg gehen würde, weiß er: „Die Roten wünsche ich mir nicht unbedingt“, spielte der Ex-Trainer von 1860 und Türkgücü München auf den FC Bayern an und ergänzte: „Ich wünsche mir einen Gegner, bei dem wir eine gute Chance aufs Weiterkommen haben. Und ein Heimspiel wäre schön.“

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Die SG Dynamo Dresden setzt sich in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den SC Paderborn mit 2:1 durch. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden setzt sich in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den SC Paderborn mit 2:1 durch. ©

Nach den ersten drei Saisonspielen mit der für einen Aufsteiger starken Bilanz von 6:2 Toren zog Alexander Schmidt ein zurückhaltendes Zwischenfazit: „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Es ist hier ein ordentlicher Start, aber die zweite Liga ist extrem schwer. Von daher müssen wir weiterarbeiten, demütig bleiben und uns entwickeln.“ Auf dem Papier steht trotzdem der siebente Sieg im neunten Spiel unter dem gebürtigen Augsburger. Doch der will das weniger an seiner Person festmachen, als an seinen Schützlingen.

„Die Mannschaft hat einen super Charakter. Die Spieler sind taktisch gut, halten sich an Dinge, sind intensiv, wollen das umsetzen. Es macht riesig Spaß. Diese Energie zwischen Trainerteam, Mannschaft und Zuschauern passt einfach gut. Darum sind wir im Moment erfolgreich“, erklärt der Cheftrainer die Positivserie, die für ihn in dieser Größenordnung Neuland ist.

Einige Verletzte

Zudem hob Alexander Schmidt die Rolle der Fans hervor. Insgesamt 12.702 Zuschauer waren am Freitag im Rudolf-Harbig-Stadion. „Das hat uns natürlich getragen, speziell in der Phase, als wir uns gegen aufkommende Paderborner wehren mussten. Da war jede Stimme wichtig. Man hat gemerkt, die Zuschauer haben ein Gefühl dafür. In so einem Spiel sind das die nötigen letzten Prozente, die uns den Sieg bringen. Riesenkompliment an die Fans“, zollte ihnen der Trainer Respekt.

Sie sollen nun auch beim nächsten Heim-Punktspiel gegen Hannover 96 am Sonnabend ab 20.30 Uhr zum entscheidenden Faktor werden. An diesem Dienstag beginnt der Kartenvorverkauf zunächst für Mitglieder und Jahreskarteninhaber der Saison 2019/20, ab Mittwoch erfolgt der freie Verkauf. Aufgrund der niedrigen Inzidenzwerte gibt es zudem für jeweils 100 Fans die Möglichkeit, am Dienstag (11 Uhr) und Mittwoch (15 Uhr) das öffentliche Training in der Walter-Fritzsch-Akademie zu verfolgen.


Beim Training am Montag fehlte neben den Verletzten Patrick Weihrauch (Sprunggelenksprobleme); Kevin Ehlers (Reha nach Muskelfaserriss) und Patrick Wiegers (Reha nach Kreuzband- und Meniskusriss) auch Luca Herrmann. Er laboriert an einer Stauchung im Knie und fällt bis September aus. „Das ist natürlich sehr bitter für mich, weil ich das Gefühl hatte, richtig gut rein- und bei Dynamo angekommen zu sein. Trotzdem bleibe ich positiv“, sagte der 22-Jährige. Brandon Borrello musste die erste Einheit der neuen Woche vorzeitig abbrechen, da er sich Vereinsangaben zufolge bei einem Zweikampf verletzte.