03. Oktober 2021 / 11:45 Uhr

Schnelle Schwestern: Celine und Nathalie Heistermann unterstützen sich gegenseitig

Schnelle Schwestern: Celine und Nathalie Heistermann unterstützen sich gegenseitig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Spult bei der Deutschen Meisterschaft auch mal 60 bis 70 Kilometer ab: Nathalie Heistermann. 
Spult bei der Deutschen Meisterschaft auch mal 60 bis 70 Kilometer ab: Nathalie Heistermann.  © Peter Teichmann
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Von klein auf begleitet der Enduro-Sport Celine und Nathalie Heistermann aus Regis-Breitingen, auch wenn es sie erst 2015 zum aktiven Rennsport zog. Bei der aktuellen WM liegen die beiden in der Gesamtwertung auf Rang 5 und 7.

Regis-Breitingen. Ihr Debüt wagten die Schwestern zunächst im ECHT Enduro Cup, wo sie zwei, drei Jahre lang erste Rennerfahrungen sammelten. Aber auch zu vereinzelten Motocross-Veranstaltungen oder dem Sächsischen Offroad Cup sagten sie nicht nein. Seit einiger Zeit gehen die beiden KTM-Pilotinnen dabei für das erzgebirgische Team Enduro Fleischer und den MC Mittleres Erzgebirge an den Start.

Auch Vater Rene Heistermann fährt für die Gelenauer Mannschaft als Enduro-Pilot und unterstützt seine schnellen Mädels, wo er nur kann. Beruflich verschlug es Celine in die gleiche Richtung, wie ihre drei Jahre ältere Schwester Nathalie. Erst kürzlich erlangte sie in Leipzig ihren Hochschulabschluss im Bereich Sozialwesen und blickt nun gespannt auf den Berufsstart.

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Neue Wege schlugen die Heistermanns auch im Rennsport ein. Dieser führte beide in diesem Jahr in den DMSB Enduro Damen Cup, welcher als gesonderte Wertung in der Deutschen Enduro Meisterschaft ausgetragen wird – und den Schwestern einiges an Kraft und Ausdauer abverlangt. Denn eine Runde in der Deutschen Meisterschaft misst allein 60 bis 70 Kilometer. Auch Sonderprüfungen, die auf Zeit angegangen werden, können für gute Platzierungen oder für Zeitverluste sorgen, die einem den ganzen Tag im Wettbewerb anhängen.

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Nächste Herausforderung wartet bereits

Eine Erfahrung, die Celine Heistermann beim vorletzten DEM-Lauf in Rehna sammelte, als sie im ersten Durchgang bei der Sonderprüfung stürzte. Von so etwas entmutigen lassen sich jedoch weder Celine noch ihre Schwester Nathalie Heistermann und unterstützen sich dabei im Rennverlauf.

Lässt sich auch von einem Sturz beim vorletzten DEM-Lauf nicht entmutigen: Celine Heistermann. 
Lässt sich auch von einem Sturz beim vorletzten DEM-Lauf nicht entmutigen: Celine Heistermann.  © Peter Teichmann

„Es ist sehr sportlich und kameradschaftlich zwischen uns, auch wenn wir quasi als Konkurrentinnen im gleichen Rennen an den Start gehen. Je nach Platzierung hatten wir oft die Möglichkeit im Rennen dann gemeinsam zu starten und wir lassen keinen von uns auf der Strecke liegen. Besonders bei schwierigen Etappen mit besonders anspruchsvollen Hindernissen helfen wir uns auch gegenseitig, wenn wir sonst nicht allein drüber kämen oder wir treiben uns an den Messpunkten an“, erklärt Celine Heistermann den schwesterlichen Zusammenhalt und legt ihren Fokus dabei ganz besonders auf die gemeinsame erste Saison in der Deutschen Enduro Meisterschaft, die wie die gesamte Motorsportszene erneut die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren bekam. So fielen Rennen aus oder wurden aus organisatorischen Gründen verschoben. Die DEM-Doppelrunde im Rahmen der 26. Internationalen ADAC Geländefahrt in Burg durfte hingegen wie geplant stattfinden. Die Teilnehmerinnen erwartete dort ein recht straffes Programm mit drei verschiedenen Sonderprüfungen pro Runde.

Dabei traf das Geschwisterduo auf starke Konkurrenz bestehend aus ehemaligen Fahrerinnen der WM. Mit Platz 6 und 7 am zweiten Tag schlugen sich Celine und Nathalie Heistermann mit Hilfe von Vater Rene und ihren Freunden, die selbst im Endurosport aktiv sind und somit einige Tipps parat haben, letztlich ganz wacker an diesem kräftezehrenden Wochenende. In der Gesamtwertung liegen die Beiden derzeit auf Rang 5 und 7. Doch die nächste Herausforderung wartet bereits Ende Oktober im mittelrheinischen Kempenich.


Doreen Müller-Uhlig