06. November 2020 / 21:02 Uhr

Schnelle Tore, souveräner 5:0-Sieg: VfL-Frauen gewinnen in Potsdam

Schnelle Tore, souveräner 5:0-Sieg: VfL-Frauen gewinnen in Potsdam

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Solo, Tor - und Jubel: Lena Oberdorf (VfL) nach dem vierten VfL-Treffer gegen Turbine Potsdam (l. Meaghan Nally, r. Johanna Elsig)
Solo, Tor - und Jubel: Lena Oberdorf (VfL) nach dem vierten VfL-Treffer gegen Turbine Potsdam (l. Meaghan Nally, r. Johanna Elsig) © Julius Frick
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Klare Sache für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg im Spitzenspiel der Bundesliga. Bei Verfolger Turbine Potsdam gewann der Meister 5:0 - und klettert für zwei Tage an die Tabellenspitze.

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Von wegen Spannung... Das war eindeutig - weil die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg schnell für klare Verhältnisse sorgten. Im Spitzenspiel der Bundesliga setzte sich der Meister am Freitagabend mit 5:0 (3:0) bei Turbine Potsdam durch. Ausgerechnet Ex-Turbine Felicitas Rauch (von 2012 bis 2019) führte die Gäste aus Wolfsburg mit ihrem Kopfballtor früh auf die Siegerstraße, Lena Goeßling, Dominique Janssen, Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi legten nach. Durch den Sieg rückt der Titelverteidiger mit 22 Punkten vorerst an die Tabellenspitze, Bayern München dürfte den Platz aber am Sonntag mit einem Sieg bei Aufsteiger SV Meppen wieder zurückerobern.

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Trainer Stephan Lerch veränderte seine Elf im Vergleich zum 11:0-DFB-Pokal-Erfolg gegen Bochum nur auf einer Position: Torfrau Katarzyna Kiedrzynek, die nach der Länderspielpause aufgrund positiver Corona-Tests innerhalb der polnischen Nationalmannschaft vorsichtshalber isoliert trainierte, löste Friederike Abt wieder zwischen den Pfosten ab.

In Bildern: Turbine Potsdam verliert Top-Spiel gegen VfL Wolfsburg.

Turbine Potsdam hatte im Freitagabendspiel gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg keine Chance. Beim deutlichen 0:5 (0:3) trafen Ex-Turbine Felicitas Rauch, Lena Goeßling per Handelfmeter sowie Dominique Janssen per Freistoß bereits in Hälfte eins für den VfL. Nach dem Wechsel erhöhten Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi mit einem sehenswerten Seitfallzieher. Zur Galerie
Turbine Potsdam hatte im Freitagabendspiel gegen den amtierenden Meister VfL Wolfsburg keine Chance. Beim deutlichen 0:5 (0:3) trafen Ex-Turbine Felicitas Rauch, Lena Goeßling per Handelfmeter sowie Dominique Janssen per Freistoß bereits in Hälfte eins für den VfL. Nach dem Wechsel erhöhten Lena Oberdorf und Zsanett Jakabfi mit einem sehenswerten Seitfallzieher. © Julius Frick

Obwohl im Karl-Liebknecht-Stadion keine Zuschauer zugelassen waren, steckte ordentlich Derby-Charakter in der Partie! Im ersten Durchgang spielten beide Mannschaften schnellen und aggressiven Fußball, die Gastgeberinnen liefen die Wolfsburgerinnen früh an und setzten den Double-Gewinner direkt unter Druck. Der VfL kombinierte sich dabei mehrmals clever in den Potsdamer Strafraum und erarbeitete sich ein deutliches Chancenplus. Die Gastgeberinnen kamen hingegen kaum zum Zug und schafften es unter Dauerstress nicht, ihr eigenes Spiel auch nur ansatzweise aufzuziehen.

Bereits nach acht Minuten klingelte es dann im Kasten: Svenja Huth legte auf Kathrin Hendrich ab, die ein gutes Auge bewies und mit einer Flanke in den Strafraum die laufende Rauch bediente, Kopfball, Tor - 1:0! Der VfL blieb dran und dominierte das Spiel - vor allem Huth setzte viele Akzente und war überall auf dem Feld zu finden. In der 29. Minute suchte die deutsche Nationalspielerin im Strafraum den Abschluss, traf Johanna Elsig dabei an der Hand - Elfmeter! Kapitänin Lena Goeßling ließ sich nicht zwei Mal bitten, Potsdam-Torfrau Vanessa Fischer war zwar noch dran, doch der Ball kullerte unter der Hand weg zum 2:0 ins Tor. Potsdam-Trainer Sofian Chahed reagierte früh und wechselte bereits nach rund 35 Minuten das erste Mal. Beeinflussen ließ sich der VfL dadurch aber nicht: Ein mit beeindruckender Selbstverständlichkeit verwandelter Freistoß von Janssen (40.) entschied das Derby dann schon vor dem Halbzeitpfiff.

Und dann wurde Potsdam zunehmend fahrlässiger: Lena Oberdorf, die im ersten Durchgang ordentlich einstecken musste, konnte nach Wiederanpfiff problemlos an Innenverteidigerin Merle Barth vorbei und unbedrängt mit einem satten Schuss angesammelten Frust entladen und auf 4:0 erhöhen. Karina Saevik und Rauch hatten weitere Chancen auf dem Fuß, ehe Zsanett Jakabfi für das schönste Tor des Tages sorgte und per Seitfallzieher das Ergebnis nach Flanke von Huth kurz vor Schluss auf 5:0 schraubte - bereits ihr sechstes Ligator im siebten Spiel.

TP: Fischer - Nally, Barth, Elsig, Graf - Kössler, Mesjasz, Ehegötz - Cerci (34. Plattner), Nielsen (63. Chmielinski), Weidauer.

VfL: Kiedrzynek - Hendrich (57. Blässe), Goeßling, Janssen (80. Wedemeyer), Rauch - Oberdorf (57. Cordes), Engen - Wolter (71. van de Sanden), Huth, Jakabfi - Saevik (71. Rolfö).

Tore: 0:1 (8.) Rauch, 0:2 (30.) Goeßling (Handlefmeter), 0:3 (40.) Janssen, 0:4 (48.) Oberdorf, 0:5 (77.) Jakabfi.

Schiedsrichterin: Arlt (Münster).