06. Januar 2020 / 17:23 Uhr

Schock nach Tribünensturz in Lübeck

Schock nach Tribünensturz in Lübeck

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schockmoment in der Hansehalle: Eine Zuschauerin stürzte von der Tribüne auf den Hallenboden und musste behandelt werden.
Schockmoment in der Hansehalle: Eine Zuschauerin stürzte von der Tribüne auf den Hallenboden und musste behandelt werden. © Gie
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Spielerfrau und "Edelfan" des SC Rapid zog sich bei tragischem Unglück in der Hansehalle einen vierfachen Schulterbruch zu

Der tragische Unfall bei der Siegerehrung des 7. Martin-Redetzki-Gedächtnis-Cups in der Lübecker Hansehalle sitzt bei allen Beteiligten noch tief: Eine Frau war am Sonntag von der Tribüne mit dem Kopf voran auf den harten Hallenboden gestürzt. Entsetzen bei den Zuschauern und den teilnehmenden Teams. Zwei Krankenwagen kamen, sieben Sanitäter leisteten Erste Hilfe, ehe später auch noch die Polizei eintraf. Mit-Organisator Boris Hoffmann brach die Veranstaltung des KFV Lübeck nach dem tragischen Unfall sofort ab, schickte die Mannschaften zum Duschen und bat die Zuschauer, die Halle ruhig zu verlassen. „Das war der absolute Horror“, war Hoffmann tief betroffen.

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Rapid-Familie steht ihr bei

Die Spielerfrau, „Edelfan“ des SC Rapid Lübeck, erlitt bei dem Sturz einen vierfachen Schulterbruch und Platzwunden. Ursprünglich sollte sie bereits am Montag operiert werden, doch nun findet die OP am Dienstag statt. „Es geht ihr den Umständen entsprechend, sie freut sich über die Anteilnahme und die vielen Genesungswünsche, die bei ihr eingegangen sind“, erklärte ein SC-Vorstandsmitglied gegenüber dem SPORTBUZZER und ergänzte: „Als Rapid-Vereinsfamilie stehen wir ihr alle bei.“

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Adlerträger Marcello Meyer geht an Lübecks Samet Demircan vorbei.  Zur Galerie
"Adlerträger" Marcello Meyer geht an Lübecks Samet Demircan vorbei.  ©

„Das darf nicht passieren“, war Hoffmann noch am Tag danach geschockt. Die Frau soll sich auf der Seite der Haupttribüne über eine Metallstange gebeugt haben, die dabei durchgebrochen war. „Wir hatten die Halle am Morgen noch einmal gecheckt, alle Streben waren fest, alles war in Ordnung“, berichtet Hoffmann. „Die Brüstung war durchgängig mit Metallstreben befestigt. Davon hat sich ein Mitarbeiter am Samstag vor der Übergabe der Halle an den Veranstalter persönlich versichert“, erklärt Friedrich Thorn, Bereichsleiter Schule und Sport der Hansestadt Lübeck. Warum die Metallstange letztlich durchgebrochen war, steht noch nicht fest. Schon am kommenden Wochenende stehen in der Hansehalle weitere Turniere an und am 16. Januar steigt dort der Jacob Cement Cup der VfL-Handballer gegen die Füchse Berlin. GIE/STA