06. September 2020 / 17:43 Uhr

Schock zum Start: HSC dominiert, verliert aber in Oldenburg 0:1

Schock zum Start: HSC dominiert, verliert aber in Oldenburg 0:1

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Sieht gute Ansätze: HSC-Trainer Martin Polomka gibt Anweisungen.
Sieht gute Ansätze: HSC-Trainer Martin Polomka gibt Anweisungen. © Debbie Jayne Kinsey
Anzeige

Klar überlegen, trotzdem verloren: HSC verliert den Regionalliga-Auftakt beim VfB Oldenburg mit 0:1. Dennoch macht die Niederlage Mut, weil Trainer Polomka einen deutlichen Qualitätssprung erkennt.

Anzeige

HSC-Trainer Polomka will es gleich wissen. Offensiv stellt der HSC-Coach seine Mannschaft ein, das laufintensive Pressing schon am Strafraum des Gegners hinterlässt Eindruck. Oldenburg wirkt beeindruckt von dieser Überfalltaktik, leistet sich im Aufbau haarsträubende Fehler.

Anzeige

Gute Noten verdient sich Kapitän Niklas Kiene mit seinen Ballgewinnen. Allein das Tor soll nicht gelingen. Ilyas Bircan scheitert kläglich nach 20 Minuten, später drischt Marvin Ibekwe aus kurzes Distanz mit der Pike den Ball über die Latte. "Eine Chance muss du machen, dann geht das Spiel auch eine andere Richtung", sagt Martin Polomka.

Oldenburg nutzt HSC-Stellungsfehler konsequent aus

Oldenburg wird nur gefährlich, wenn der HSC patzt. Nach Abspielfehler von Neuzugang Adomah steht es fast 0:1 (33.). Fünf Minuten später kann Torwart-Neuzugang Neufeld den Rückstand nicht mehr verhindern. Wieder geht es über die line Abwehrseite, Oldenburgs Kujabi legt quer, Brandt vollendet. Ein Schock für den druckvollen HSC.

Mehr aus der Region

Im zweiten Durchgang lässt bei Hannover die Kraft nach, das Spiel verflacht. Oldenburg verteidigt lange Zeit solide weg. In der 85. Minute schließlich hat Ibekwe dann doch die große Chance, scheitert aber aus kurzer Distanz. Frust macht sich breit. Der HSC-Stürmer sieht Gelb-Rot, nachdem er den Ball weggedroschen hat.

"Aber so ist halt Fußball"

Und so steht am Ende eine Niederlage, "über die sich Oldenburg sogar selber wundert. Aber so ist halt Fußball", sagt Polomka und hebt das Positive hervor. Mit der Leistung könne man zufrieden sein. Im Vergleich zur Vorsaison sei die Qualitätssteigerung deutlich. Was fehlt: "Die Zielstrebigkeit fehlt noch im Angriff. Es ist aber auch schwer, wenn man gegen so eine massive Abwehr nonstop nach Lösungen suchen muss."