30. März 2022 / 08:39 Uhr

Schon acht Tore gegen Dynamo Dresden: Terodde wird zum echten Prüfstein

Schon acht Tore gegen Dynamo Dresden: Terodde wird zum echten Prüfstein

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Im Hinspiel traf Simon Terodde (r. gegen Antonis Aidonis) mal nicht, aber Dynamo verlor trotzdem auf Schalke 0:3.
Im Hinspiel traf Simon Terodde (r. gegen Antonis Aidonis) mal nicht, aber Dynamo verlor trotzdem auf Schalke 0:3. © Imago/osnapix
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Schalkes Superstar ist "Mr. 2. Liga" und seit dieser Spielzeit auch Rekordtorschütze im Bundesliga-Unterhaus. Am Freitagabend bekommt es Dynamo Dresden wieder mit Simon Terodde zu tun, welcher auch gerne gegen die Schwarz-Gelben Tore schießt.

Dresden. Der Mann ist ein Phänomen – und eines, auf das Dynamo Dresden am Freitag (18.30 Uhr) im ausverkauften Harbig-Stadion unbedingt achten muss: Simon Terodde komplett 90 Minuten plus Nachspielzeit auszuschalten, ist eigentlich nicht möglich. Aber die Heimmannschaft von Trainer Guerino Capretti wird es, ja muss es mit aller Macht versuchen, ihn an die Kette zu legen. Der gebürtige Bocholter ist zwar schon 34, aber immer noch brandgefährlich: 19 Tore in 23 Saisonspielen beweisen das eindrucksvoll. Keiner in der Liga hat mehr getroffen als er.

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Terodde ist seit dieser Spielzeit auch Rekordtorschütze der 2. Bundesliga, denn am 20. November 2021 traf er auch beim 1:1 in Bremen und stellte mit seinem insgesamt 154. Tor im Unterhaus eine neue Bestmarke auf. Er ließ damit Dieter Schatzschneider (einst bei Hannover 96/153 Tore) hinter sich. Inzwischen steht Terodde schon bei 161 Toren. Er gilt als Prototyp eines hochgewachsenen, kopfballstarken und beidfüßigen Strafraumstürmers. Zweitliga-Tore schoss der 1,92 Meter große Knipser für Union (23 zwischen 2011 und 2014), den VfL Bochum (41 zwischen 2014 und 2016), den VfB Stuttgart (25 in der Serie 2016/17), den 1. FC Köln (29 in der Saison 2018/19), den Hamburger SV (24 in der Serie 2021/22) und nun eben Schalke. Dreimal war er schon Torschützenkönig im Unterhaus.

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Gegen Dynamo traf Terodde schon achtmal. Sieben Tore gelangen ihm davon in der Liga. Mit Union glückte ihm 2012 beim 4:0-Heimsieg der erste Doppelpack, fünf Jahre später beim 3:3 in Stuttgart der zweite. Besonders bitter für Dynamo waren seine drei Treffer beim 8:1-Heimsieg der Kölner am 10. November 2018 – es war Dynamos höchste Niederlage der Vereinsgeschichte. Einmal knipste er auch schon in Dresden: 2014 im DFB-Pokal schoss er für Bochum das 1:0-Führungstor (53.), ehe Justin Eilers (61., 94.) noch für einen 2:1-Sieg nach Verlängerung sorgte. Eine Verlängerung ist am Freitag zwar nicht möglich, aber ein Terodde-Tor schon. Die Frage ist, ob Christoph Daferner – oder ein anderer kontern kann.

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