18. August 2022 / 23:28 Uhr

"Schon andere Ergebnisse gedreht": Kampfansage von Köln-Kapitän Hector nach Europa-Pleite

"Schon andere Ergebnisse gedreht": Kampfansage von Köln-Kapitän Hector nach Europa-Pleite

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Köln-Kapitän Jonas Hector hofft auf einen Sieg im Rückspiel der Conference-League-Play-offs.
Köln-Kapitän Jonas Hector hofft auf einen Sieg im Rückspiel der Conference-League-Play-offs. © IMAGO/Beautiful Sports
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Der 1. FC Köln steht in den Play-offs zur Conference-League-Gruppenphase nach dem Hinspiel mit dem Rücken zur Wand. Gegen Fehervar FC kassierte der FC beim Europa-Comeback eine empfindliche Heim-Pleite. Die Spieler und Verantwortlichen bleiben positiv.

Von den Rängen gab es Pfiffe, Trainer Steffen Baumgart blickte grimmig drein und nahm einen tiefen Frustschluck aus der Wasserflasche: Das Europacup-Comeback des 1. FC Köln nach fünf Jahren ist gründlich missraten. Nach dem 1:2 (1:2) im Play-off-Hinspiel zu Hause gegen den ungarischen Erstligisten Fehervar FC muss der Klub vor allem wegen einer 70-minütigen Unterzahl um den Einzug in die Gruppenphase der Conference League bangen. Im Rückspiel in einer Woche in Ungarn steht der FC massiv unter Druck. Ans Aufgeben denkt der FC jedoch keinesfalls: "Da wurden schon andere Ergebnisse gedreht", sagte Kapitän Jonas Hector bei RTL selbstbewusst – und erhielt Unterstützung von seinen Teamkollegen.

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Die Kölner dominierten die Partie in den ersten 20 Minuten und gingen auch verdient durch Stürmer Florian Dietz (14.) in Führung, doch nach einer Notbremse von Julian Chabot gegen Palko Dardai, dem Sohn des früheren Hertha-Trainers Pal, entglitt der Baumgart-Elf das Spiel. Budu Zivzivadze (32.) und Dardai (40.) drehten die Partie. "Durch den Platzverweis wurden wir rausgebracht, und dann wurden wir zweimal bitter bestraft", fasste Thomas Kessler, Leiter Lizenzbereich beim FC, das Spiel zusammen, mahnte aber: "Aber es ist erst Halbzeit, wir haben noch ein Spiel in Ungarn und ich bin guter Dinge, dass wir das noch drehen."

Mut machen dürfte den Kölnern der eigene beherzte Auftritt in der zweiten Halbzeit, als die Gastgeber im ausverkauften Rheinenergiestadion dem Ausgleichstreffer trotz Unterzahl sehe nahe gekommen waren. "Bei den Möglichkeiten, die wir hatten, hat uns das Glück gefehlt", stellte Hector fest. Das Glück hatte eher der Gegner, der sich in der Endphase auf Zeitspiel und seinen Abwehrriegel verließ: "Die schießen gefühlt zweimal aufs Tor", meckerte Köln-Profi Florian Kainz und lobte sein Team. "Wir waren dann auch in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft."

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Kainz blickt positiv auf das Rückspiel in Szekesfehervar am kommenden Donnerstag: "Ich bin sehr optimistisch, dass wir, wenn wir unsere Leistung in Ungarn auf den Platz bringen, das drehen können", so die optimistische Einschätzung des Österreichers. Hector ergänzte: "Wir waren die ersten 20 Minuten überlegen, daran müssen wir daran anknüpfen nächste Woche. Wir waren überlegen mit zehn Mann." Mit dieser Einstellung sollte es doch eigentlich mit der Qualifikation für die finanziell so lukrative Gruppenphase (Mehreinnahmen von rund zehn Millionen winken) klappen.