11. Februar 2022 / 12:52 Uhr

Schon gegen Hoffenheim vor bis zu 10.000 Zuschauern? VfL Wolfsburg im Austausch mit dem Gesundheitsamt

Schon gegen Hoffenheim vor bis zu 10.000 Zuschauern? VfL Wolfsburg im Austausch mit dem Gesundheitsamt

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dürfen sie bald wieder vor bis zu 10.000 Fans in Wolfsburg jubeln? Die Profis des VfL.
Dürfen sie bald wieder vor bis zu 10.000 Fans in Wolfsburg jubeln? Die Profis des VfL. © Roland Hermstein
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Das OVG in Lüneburg hat die Beschränkung auf 500 Zuschauer in Niedersachsen gekippt. Der VfL Wolfsburg geht nun in den Austausch mit dem Wolfsburger Gesundheitsamt - und rechnet damit, dass er im nächsten Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim vor bis zu 10.000 Fans spielen darf.

Endlich! Der VfL Wolfsburg kann in seinem nächsten Heimspiel am 19. Februar (15.30 Uhr) gegen 1899 Hoffenheim auf bis zu 10.000 Zuschauende in der VW-Arena hoffen. Denn die coronabedingte Begrenzung bei Veranstaltungen unter freiem Himmel in Niedersachsen ist vom Oberverwaltungsgericht Lüneburg (OVG) gekippt worden. Die Festlegung dieser Grenze von 500 Menschen sei für sehr große Veranstaltungsorte, wie etwa Fußballstadien, nicht mehr angemessen, teilte das Gericht am Freitag mit. Die Begrenzung durch eine absolute und nicht etwa im Verhältnis zur Kapazität relative Obergrenze verstoße zudem gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, da sie größere Einrichtungen gegenüber kleineren benachteilige.

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Während in anderen Bundesländern zu Sport-Veranstaltungen im Freien wieder 50 Prozent Stadionauslastung mit maximal 10.000 Zuschauenden erlaubt sind, hatte die niedersächsische Corona-Verordnung nicht mehr als 500 Fans im Wolfsburger Stadion zugelassen. Die drei niedersächsischen Drittligisten Eintracht Braunschweig, SV Meppen und der VfL Osnabrück hatten einen sogenannten Normenfeststellungsantrag im Eilverfahren beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg gestellt.

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Der VfL und Zweitligist Hannover 96 hatten sich nicht angeschlossen. „Wir warten diese Entscheidung ab und werden intern besprechen, wie wir damit umgehen und was wir machen werden“, hatte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer auf die Frage geantwortet, ob möglicherweise auch der VfL Klage einreicht, wenn es weiterhin bei der 500er-Marke bleiben sollte, gesagt. Jetzt muss der Klub darüber nicht mehr nachdenken. Der Gerichtsbeschluss ist unanfechtbar. Allerdings: Wie viele Fans ins Stadion dürfen, müsse im Einzelfall durch die jeweils zuständige Behörde entschieden werden, heißt es weiter.

Der VfL geht jetzt in den Austausch mit dem Gesundheitsamt. "Wir begrüßen es, dass das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die starre Begrenzung auf 500 Zuschauer gekippt hat", so VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher im Gespräch mit dem SPORTBUZZER. "Wir werden jetzt die entsprechende Erweiterung der Kapazität für unser nächstes Heimspiel mit der Stadt Wolfsburg abstimmen und erwarten da eine zeitnahe Entscheidung." Ebenfalls zeitnah will der Klub über den Kartenverkauf informieren. Bis zu 10.000 Fans könnten gegen Hoffenheim kommen - und davon ist Stand jetzt auszugehen. Das in kürzester Zeit hinzubekommen, ist für die Mitarbeiter des Klubs auch eine organisatorische Herausforderung. Schumacher: "Aber die können wir leisten, dafür kam die Entscheidung jetzt gerade noch rechtzeitig."

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