13. Dezember 2019 / 13:01 Uhr

Schon wieder Derby: Indians treffen erneut auf Scorpions - Fluch oder Segen?

Schon wieder Derby: Indians treffen erneut auf Scorpions - Fluch oder Segen?

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Vor dem Tor der Scorpions wird mit allen Mitteln gekämpft.
Immer umkämpft: Das Derby zwischen den Indians und Scorpions. © Florian Petrow
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Zum zweiten Mal innnerhalb von zwei Wochen spielen die Hannover Indians gegen die Hannover Scorpions (Sonntag bei uns im LIVETICKER). Auch weil beide Derbys so kurz nacheinander stattfinden, verliert das prestigeträchtige Aufeinandertreffen bei den Fans ein wenig seinen Reiz. Es gibt aber auch andere Meinungen. Wir haben nachgefragt bei Frank Schmidt, dem Fanbeauftragten der Indians.

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Schon wieder Derby-Zeit in der Eishockey-Oberliga – Fluch oder Segen? Vermutlich von beidem et­was. Wenn die Indians und die Scorpions aufeinandertreffen, sind die Eisstadien voll – so auch am Sonntag am Pferdeturm, wo um 19 Uhr das dritte Nachbarschaftsduell der Saison beginnt. (Sonntag bei uns im LIVETICKER) Karten gibt es noch an der Abendkasse, aktuell sind 3800 von 4608 Tickets verkauft.

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Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass das Derby seinen Reiz verliert. Weil es nun nach zwei Wochen erneut zum Aufeinandertreffen kommt, wird unter den Fans die Frage nach der Besonderheit diskutiert.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga Nord zwischen den Hannover Scorpions und Hannover Indians

Danny und Andy Reiss bei den Scorpions auf der Bank. Zur Galerie
Danny und Andy Reiss bei den Scorpions auf der Bank. ©

"Die Meinung ist recht zwiegespalten“

Jemand, der es wissen muss, ist Frank Schmidt. Er ist der Fanbeauftragte der EC Hannover Indians und damit Sprachrohr von mehr als einem Dutzend organisierter ECH-Fanclubs. „Die Meinung ist recht zwiegespalten“, weiß Schmidt.

Einerseits würden sich viele Anhänger auf die Derbys am Pferdeturm freuen, weil die Begegnungen immer gut besucht und da­durch sehr stimmungsvoll seien, es gebe aber auch andere Ansichten. „Demnach, so meinen viele, nutzt sich das Derby langsam ab, vor allem wegen der Spielplangestaltung“, erklärt Schmidt. Er denkt dabei an die Taktung mit zwei Partien binnen 14 Tagen und an die Ansetzung der ersten Begegnung bereits am zweiten Spieltag – wenn es noch Spätsommer ist und sich der Biorhythmus erst mal auf Eishockey einstellen muss.

"Natürlich bin auch ich ein Fan, für mich sind die Derbys besondere Spiele"

Sein eigener Rhythmus rund um ein Derby bedeutet, dass er etwa zweieinhalb Stunden vor dem Spiel am Stadion ist. Klingt viel, ist aber gut für ihn – wenn ihm da­heim die Decke auf den Kopf fällt. „Natürlich bin auch ich ein Fan, für mich sind die Derbys besondere Spiele. Oft schlafe ich in der Nacht davor wenig gut und werde früh wach – und weiß nicht, was ich daheim noch machen soll“, sagt der 43-Jährige und lacht.

Im Eisstadion bespricht er sich vorab und während des Spiels mit Polizei und Ordnungsdienst. Wenn die Partie läuft, schaut er sich auch im Stadion um, ob in den einzelnen Blöcken alles gesittet zugeht oder es Probleme gibt.

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Freitag, 28.Februar (20 Uhr): ESC Moskitos Essen - EC Hannover Indians ©

Scorpions hatten zuletzt die Nase vorn

Auch wenn er aus all diesen Gründen einen Teil des Spiels verpasst, will er endlich mal wieder einen Derbysieg miterleben – die Scorpions gewannen beide Vergleiche in dieser Saison, im Vorjahr gingen drei von vier Derbys an die Mellendorfer. „Aber unsere Formkurve zeigt stärker nach oben als die der Scorpions. Vor allem gegen Duisburg war die Leistung am vergangenen Freitag sehr stark“, sagt Schmidt.

Vorm Derby müssen beide Teams heute noch ihre Pflichtaufgaben erledigen. Die Scorpions empfangen den Krefelder EV 81, die In­di­ans treten bei den Rostock Piranhas an (beide 20 Uhr).