27. Dezember 2016 / 17:16 Uhr

Schon wieder: Türkay Spor Garbsen schlägt Stelingen im Endspiel

Schon wieder: Türkay Spor Garbsen schlägt Stelingen im Endspiel

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Türkay Spor Garbsen jubelt über den Sieg beim Otto-Rahlfs-Gedächtnisturnier 2016.
Türkay Spor Garbsen jubelt über den Sieg beim Otto-Rahlfs-Gedächtnisturnier 2016. © Julian Reese
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Türkay Spor Garbsen gewinnt zum zweiten Mal in Folge das Otto-Rahlfs-Gedächtnisturnier des TSV Berenbostel - und wieder muss der Bezirkligist TSV Stelingen im Finale dran glauben.

Das letzte Tor des Turnier ist eines der schönsten gewesen: Sekunden vor Schluss lupfte Halil Aydemir den Ball zum 7:2-Endstand für den SV Türkay Spor Garbsen ins Netz. Wie im Vorjahr besiegte die Mannschaft von Coach Ahmet Mezarci den TSV Stelingen im Endspiel – die zahlreichen Türkay-Anhänger sangen und feierten lautstark. „Wir haben verdient gewonnen und freuen uns sehr über eine starke Leistung im gesamten Turnier“, resümierte der Trainer. Das Spiel um Platz entschied der Garbsener SC mit 3:2 im Neunmeterschießen gegen den STK Eilvese für sich.

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Nur eine Niederlage kassierte der Kreisliga-Spitzenreiter – mit 0:2 in der Gruppe B gegen den TSV Germania Lamme aus Braunschweig. Der besaß den famosen Florian Schneider, der zum besten Schlussmann des Turniers gewählt wurde. Im Viertelfinale schaltete Türkay Spor den TSV Havelse II mit 5:2 aus, dann folgte ein 1:0 über den Garbsener SC. Das war die größte Hürde für den Titelverteidiger, in einem emotionalen Derby gab es einige verbale Scharmützel. Enes Demirsoy schoss das einzige Tor, er war mit sieben Treffern zudem erfolgreichster Schütze des Wettbewerbs. Dem sehr guten Innenverteidiger glückte überdies ein Hattrick zum 3:0 im Finale, er war von den Stelingern nicht in den Griff zu kriegen. „Enes ist körperlich stark und sehr leidenschaftlich, will immer gewinnen“, lobte Mezarci.

Türkay Spor Garbsen jubelt über den Turniersieg beim Otto-Rahlfs-Gedächtnisturnier 2016
Türkay Spor Garbsen jubelt über den Turniersieg beim Otto-Rahlfs-Gedächtnisturnier 2016 © Julian Reese

Marko Orsolic lobt den Gegner

Dieser Turniererfolg jedenfalls hat den Kreisliga-Neuling in seinen hohen Ambitionen bestärkt. „Mit dieser Mannschaft würden wir in der Bezirksliga nicht absteigen“, formulierte Mezarci die Perspektiven. Kämen zwei bis drei erfahrene Akteure hinzu, „könnten wir im Mittelfeld eine gute Rolle spielen“.

Die Stelinger ihrerseits waren nicht unzufrieden, zumal sie die Gruppe A gewonnen und das Endspiel souverän erreicht hatten. Mit 5:0 schlugen sie den TSV Havelse II in der Vorrunde und verdrängten den STK damit in beinahe letzter Sekunde noch von Rang eins. Es folgte ein 3:0 im Viertelfinale gegen den FC YU 96 Garbsen und ein 3:1 nach 0:1-Rückstand gegen die Eilveser. „Das haben wir prima gemacht. Aber im Finale ging gar nichts bei uns“, räumte Trainer Marko Orsolic ein. Dem Kontrahenten attestierte er „gute Qualität“, die Torschützen würden auch gut in seine Elf passen. „Man muss anerkennen, dass Türkay Spor das gut und clever gemacht hat. Dennoch hatten wir viel Spaß.“

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Beim STK Eilvese waren kurzfristig drei Mann wegen Fiebers ausgefallen – so hatte auch Trainer Thassilo Jürgens etliche Einsätze. Die Eilveser boten zwei Auswechselspieler plus ihrem Coach auf. „Es war ein lockerer Aufgalopp für uns und eine sehr lustige Veranstaltung“, sagte Jürgens zufrieden. Marcel Pagga gefiel beim Primus der Bezirksliga 1 mit fünf Toren. Der STK bezwang in der Runde der letzten Acht den TuS Garbsen mit 2:0. Der Sieger des kleinen Finales wurde sofort im Neunmeterschießen ermittelt – womöglich hätte sich der Ex-Scharreler Pagga sonst den Pokal für den besten Schützen gesichert.

Sieglose Berenbosteler

Ohne Sieg blieben die Gastgeber in Staffel A und schieden aus – etliche Akteure waren ohnehin mit der Organisation befasst, die ein durchweg positives Echo fand. Für die A-Junioren der Berenbosteler war nach vier Niederlagen in der Gruppe Feierabend, Trainer Ahmet Cagli sah seine Formation zu verhalten auftreten: „Dennoch ist das ein guter Lerneffekt gewesen.“ Dem Gewinner des Rahlfs-Turniers zollte Cagli großen Respekt: „Türkay Spor hat dominiert und guten Fußball geboten, das hat viel Freude gemacht. Im Finale haben sie Weltklasse gespielt.“

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