21. Februar 2020 / 14:22 Uhr

Schönberg-Sportchef Wittfot: Keiner braucht hoffen, dass wir einen Tick weniger machen

Schönberg-Sportchef Wittfot: Keiner braucht hoffen, dass wir einen Tick weniger machen

Steffen Oldörp
Ostsee-Zeitung
Schönbergs Sportchef Sven Wittfot zieht ein positives Resümee für die Hinrunde.
Schönbergs Sportchef Sven Wittfot. © Jens Upahl
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Der 45-Jährige hat großen Respekt vor dem morgigen Gegner FSV Bentwisch. Das Spitzenspiel hält er allerdings nicht für eine vorentscheidende Partie.

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Morgen kommt es in der Fußball-Landesliga West im ersten Punktspiel nach der Winterpause zum Spitzentreffen. Ab 14 Uhr empfängt der Tabellenzweite FSV Bentwisch Spitzenreiter FC Schönberg. Im SPORTBUZZER-Interview spricht Schönbergs Sportchef Sven Wittfot über das Duell, die Vorbereitung und den deutlichen Vorsprung der Nordwestmecklenburger auf die Konkurrenz.

Herr Wittfot, wie gut ist der FC Schönberg das Spitzenspiel vorbereitet?
Ich denke, wir haben eine vernünftige Vorbereitung absolviert und gut gearbeitet. Was das aber gerade im Hinblick auf die Partie in Bentwisch wert ist, werden wir erst nach dem Spiel sagen können. Bisher lief alles im Vorbereitungsmodus, ab Samstag startet dann wieder der Pflichtspielmodus. Hier hat Bentwisch mit Sicherheit einen kleinen Vorteil, da das Team am vergangenen Samstag bereits sein Nachholspiel gegen Anker II (Anm. d. Red. Bentwisch gewann 3:0) hatten.

Wie bewerten Sie die Vorbereitung mit vier Siegen und zwei Niederlagen?
Ich bewerte die Ergebnisse der Vorbereitung, egal ob Siege oder Niederlagen, nicht so hoch. Wichtiger sind uns die Entwicklungsschritte der Mannschaft. Und wie in jeder Vorbereitung gibt es mal gute und mal weniger gute Phasen. Aber zählen tut das alles nichts mehr, wenn am Samstag die Restrunde angepfiffen wird.

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Was kann, was muss in den kommenden Punktspielen im Vergleich zu Vorbereitung noch besser werden?
Wir sind schon wieder auf einem guten Weg. Das hat man auch bei der Partie gegen Kühlungsborn (Anm. d. Red: 4:1-Sieg gegen den Verbandsligisten) gesehen. Aber klar gibt es auch für uns immer Optimierungspotential.

In der Vorbereitung hat Marcel-Sven Meier regelmäßig getroffen, Hannes Komoss eher selten. Gibt es dafür Gründe?
Nein, beide sind unterschiedliche Spielertypen und ich bewerte auch unsere Offensivspieler nicht nur nach der Anzahl der Treffer. Hannes wie auch Marci arbeiten auch sehr viel für die Mannschaft. Von daher gibt es auch mal Phasen, in denen einer nicht so trifft. Wer am Ende die Tore macht, ist auch egal. Und wir sollten auch Marcel Behm an dieser Stelle nicht vergessen. Auch er trifft regelmäßig. Wir sind sehr zufrieden, dass wir diese drei auch von der Art unterschiedlichen Angreifer in unseren Reihen haben.

Das sind die besten Torjäger auf Landesebene (Endstand):

Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. Zur Galerie
Malchows Torjäger Tobias Täge bei einer Trinkpause. ©

Wie gefährlich könnte der deutliche Vorsprung von zurzeit neun Punkten auf Bentwisch beziehungsweise 13 auf den Doberaner FC für die Konzentration der Mannschaft sein?
Warum sollte das gefährlich für uns sein? Es braucht keiner darauf hoffen, dass wir uns darauf ausruhen werden und nur einen Tick weniger machen werden als in der Hinrunde. Ich denke, deshalb es ist eine gute Situation für uns, nicht mehr und nicht weniger. Und jeder kann sich sicher sein, dass wir genau wissen, wie schnell es gehen kann, wenn wir zum Beispiel am Samstag verlieren sollten. Dann sind es nur noch sechs Punkte Vorsprung, was immer noch ein komfortables Polster ist, aber auch schnell aufgebracht sein kann. Wir sind weiter von Spiel zu Spiel fokussiert und werden jede Partie mit einer hoffentlich Top-Einstellung angehen.

Worauf kommt es im Spiel gegen Bentwisch an?
Wir treffen am Samstag auf ein Team auf Augenhöhe und durch den Heimvorteil und das bereits ausgetragene Pflichtspiel hat Bentwisch vielleicht einen kleinen Vorteil. Allerdings denke ich auch, dass aufgrund der Tabellenkonstellation nicht wir das Spiel unbedingt gewinnen müssen, sondern Bentwisch. Aber um mal die Kirche im Dorf zu lassen: Auch für diese Partie gibt es nur drei Punkte, und die Saison entscheidet sich mit Sicherheit nicht am kommenden Samstag. Dazu werden Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe auch oftmals durch Kleinigkeiten oder individuelle Qualität entschieden. Wir haben große Qualität, aber das weiß man mit Sicherheit auch in Bentwisch. Klar ist aber auch, dass wir Respekt haben vor den bisher gezeigten Leistungen der Bentwischer und wir uns auf das Spiel am Samstag freuen.

Was erwarten Sie vom Team in der Rückrunde?
Das wir da weitermachen wo wir zu Beginn der Rückrunde aufgehört haben. Das heißt, dass wir uns auf jedes einzelne Spiel aufs Neue zu 100 Prozent fokussieren, um gemeinsam unser gestecktes Ziel zu erreichen.