30. August 2019 / 15:35 Uhr

Schönbergs schnelles Wiedersehen mit dem PSV Wismar

Schönbergs schnelles Wiedersehen mit dem PSV Wismar

Steffen Oldörp
Ostsee-Zeitung
Riesenjubel beim FC Schönberg nach dem 6:0-Sieg vor einer Woche beim FC Anker Wismar II (v.l.): Marcel Sven Meier, Marvin Worreschck, Marcel Nagel und
Thomas Aldermann (v.l.) freuen sich.
Riesenjubel beim FC Schönberg nach dem 6:0-Sieg vor einer Woche beim FC Anker Wismar II (v.l.): Marcel Sven Meier, Marvin Worreschck, Marcel Nagel und Thomas Aldermann (v.l.) freuen sich. © Jens Upahl
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Der FC Schönberg will am Sonntag gegen die Wendorfer den nächsten Sieg nachlegen.

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Schönberg. Die Bilanz des PSV Wismar gegen den FC Schönberg liest sich alles andere als gut. Die letzten sechs Spiele haben die Wismarer allesamt verloren. „Das Stadion in Schönberg ist schön, wir freuen uns immer, wenn wir dort spielen“, sagt Wismars Trainer Marco Rohloff, fügt aber durchaus selbstkritisch hinzu: „In der Vergangenheit waren wir auch immer gute Gäste, ein wenig zu freundlich.“ Das soll sich aus Sicht der Wismarer am Sonntag ändern, wenn der PSV um 14 Uhr zu Gast beim Tabellenführer der Landesliga West im Palmberg-Stadion ist. „Schönberg steht zurecht ganz oben“, sagt Rohloff anerkennend. Das sei nach dem knapp verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison aber auch zu erwarten gewesen. „Es war bereits eine eingespielte Truppe, die sich jetzt noch einmal punktuell verstärkt hat“, meint er. Deshalb sei für Rohloff klar, dass „Schönberg auch mit Sicherheit aufsteigt.“ „Fakt ist aber auch, dass man sie in einem Spiel schlagen kann. Das wollen wir versuchen und sie am Sonntag vor Probleme stellen“, ergänzt der PSV-Trainer.

FC Schönberg schaffte Pokal-Weiterkommen gegen PSV Wismar

Das letzte Aufeinandertreffen beider Teams liegt gerade mal drei Wochen zurück. In der ersten Runde des Landespokals gewann Schönberg mit 2:0, erzielte aber erst in der 88. Minute das erlösende zweite Tor. „Da haben wir gezeigt, dass wir in der Lage sind, Schönberg zu ärgern“, sagt Rohloff. Das sieht Schönbergs Coach Thomas Manthey ähnlich: „Wir sind gewarnt, Wismar ist eine gute Mannschaft und momentan sehr gut drauf.“

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Beim knappen Pokal-Aus in Schönberg nicht mit dabei waren Wismars Kapitän Tom Körner (Urlaub), Alexander Mednow (Probleme mit der Wade) und PSV-Torjäger Paul Raffel, der in der vergangenen Saison immerhin 24 Tore erzielt hat. Raffel hat in dieser Saison wegen einer Reizung im Knie noch kein Spiel bestritten. „Er fehlt uns vorne sehr“, freut sich Marco Rohloff auf Raffels Comeback am Sonntag. „Er hat in dieser Woche trainiert. Ich denke, es sieht ganz gut aus bei ihm. Ich gehe davon aus, dass er Sonntag dabei ist“, erklärt der PSV-Trainer.

Wismarer mit ausgeglichener Bilanz

Wismar hat nach drei Saisonspielen vier Punkte. Einem 2:2 gegen Dynamo Schwerin folgte eine Niederlage beim Lübzer SV (1:2) und am vergangenen Wochenende ein deutlicher 6:1-Sieg beim SV Hafen Rostock. „Es wird ein schwieriges Spiel gegen Schönberg. Unser Hauptaugenmerk liegt in der Defensive. Wir wollen aber trotzdem mutig spielen und das eine oder andere Tor erzielen“, so Rohloff, der auf einen Punkt hofft: „Wenn wir an die Leistung vom Pokalspiel anknüpfen, gelingt uns das vielleicht. Klar ist aber, dann muss bei uns schon alles passen.“

Schönberg geht nach drei deutlichen Siegen in drei Spielen (6:1 in Carlow, 5:0 zu Hause gegen Bentwisch, 6:0 bei Anker Wismar II) als klarer Favorit in das Derby. „Wir wollen attraktiven Fußball spielen und die drei Punkte bei uns lassen“, sagt Thomas Manthey selbstbewusst. Schönbergs Trainer versucht aber auch, die Erwartungen nach dem tollen Saisonauftakt nicht zu groß werden zu lassen: „Wir können nicht jedes Wochenende 5:0 gewinnen. Ich bin auch mit einem 1:0 zufrieden.“ Schönbergs Trainer freut sich auf die Partie: „Wir haben ein sehr freundschaftliches Verhältnis.“

Gute Kontakte zwischen beiden Vereinen

Das bestätigt Marco Rohloff: „Wir haben viele Schnittpunkte mit Schönberg.“ So war Wismars sportlicher Leiter Jürgen Rohloff, der Bruder von Schönbergs Vorsitzendem Wilfried Rohloff, sieben Jahre lang für den FC Schönberg als CoTrainer und Team-Manager aktiv. Und Wismars Kapitän Tom Körner ist mit Schönberg in die Landesliga aufgestiegen, war anschließend Spielertrainer bei den Grün-Weißen, bevor sich beide Seiten nicht ganz freundschaftlich getrennt haben. „Für Tom und Jürgen ist das Spiel gegen Schönberg ein Highlight. Tom wird extrem motiviert sein“, weiß Marco Rohloff, der übrigens der Großcousin von Jürgen und Wilfried Rohloff ist.

Personell sieht es bei Schönberg ganz gut aus. Hannes Komoss, der sich am vergangenen Wochenende bei seinem sechsten Saisontor das Knie leicht verdreht hatte, kann spielen. Passen muss dagegen Nick Heymann, der sich vor zwei Wochen einen Muskelfaserriss zuzog. „Wir gehen trotzdem mit einem breiten Kader in das Spiel“, freut sich Thomas Manthey auf ein packendes Duell vor vielen Zuschauern am Sonntag im Palmberg-Stadion.

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