10. August 2021 / 18:09 Uhr

Schreckmoment für Chemie-Reserve: Max Mensel benötigt Erste Hilfe

Schreckmoment für Chemie-Reserve: Max Mensel benötigt Erste Hilfe

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Enis Wendland (l. Fortuna), Max Mensel (r. Premnitz), Fortuna Babelsberg - TSV Chemie Premnitz, AOK Landespokal Brandenburg, Saison 21/22, 31.07.2021, Potsdam, Foto: Benjamin Feller
In der Vorwoche spielte der Premnitzer Max Mensel (M.) noch mit der ersten Chemie-Mannschaft im Landespokal bei Fortuna Babelsberg. Am Sonntag blieb der Kicker nach einem Luftzweikampf bewusstlos am Boden liegen. Zwei gegnerische Spieler leisteten Erste Hilfe. © Benjamin Feller/Archivbild
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Kreispokal Havelland: Der Offensivspieler der Premnitzer Reserve blieb nach einem Luftzweikampf bewusstlos liegen, darf aber in dieser Woche schon wieder trainieren.

TSV Chemie Premnitz II – FC Borussia Brandenburg 2:4 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Julian Schwandt (4., 18.), 1:2 Robert Bades (51., Strafstoßtor), 1:3, 1:4 Schwandt (62., 76.), 2:4 Bades (85.). Zuschauer: 75. Für die Landesliga-Reserve der Chemiker ist bereits nach der zweiten Runde die Pokalsaison beendet. Viel wichtiger war am Sonntagnachmittag nach Abpfiff aber, dass der Premnitzer Max Mensel wohlauf war. Nach einem Luftzweikampf blieb er bewusstlos am Boden liegen und musste minutenlang behandelt werden. „Er war bestimmt eine halbe Minute lang komplett weg“, sagte Sebastian Nehring.

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Der Chemie-Coach lobte das uneigennützige Verhalten der beiden Borussia-Kicker Steven Günther (Feuerwehrmann) und Steffen Kirchner (Vorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe): „Beide haben sofort gehandelt und leisteten Erste Hilfe. Max geht es wieder gut, er will in dieser Woche sogar wieder trainieren, lässt aber die Kopfbälle weg.“ Der Premnitzer Reserve-Trainer wusste die Niederlage gut einzuschätzen. „Mit Blick auf den Zwei-Klassen-Unterschied wäre alles andere eine große Überraschung gewesen. Wir hatten darauf gehofft, mussten aber konstatieren, dass Borussia die deutlich bessere Mannschaft war“, gab der Spielertrainer fair zu.

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Schon nach vier Minuten zappelte das runde Leder erstmals im TSV-Kasten, wenig später musste Chemie-Keeper Kevin Franke zum zweiten Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen. „Wir waren spielerisch schon unterlegen. Ihre Pflichtaufgabe haben die Brandenburger sehr ernst genommen und wir wurden schnell auf den Boden der Tatsachen geholt“, sagte Nehring. Daran änderte auch der Anschlusstreffer nach dem Seitenwechsel durch Linksaußen Robert Bades vom Elfmeterpunkt nichts, Gäste-Torjäger Julian Schwandt legte seine Treffer drei und vier nach. „Er war extrem effizient, mir hat aber auch Tom Signowski bei Borussia gefallen, dessen Spielaufbau überragend war“, befand Nehring. Bei seiner Elf stach noch Doppeltorschütze Robert Bades positiv heraus.