10. März 2019 / 19:12 Uhr

Schrecksekunde beim SV Falkensee-Finkenkrug: A-Junior bricht zusammen

Schrecksekunde beim SV Falkensee-Finkenkrug: A-Junior bricht zusammen

Lennart Wunderlich
Märkische Allgemeine Zeitung
Nach der schweren Verletzung des Beelitzer Spielers musste der Krankenwagen anrücken.
Nach dem Zusammenbruch des Nachwuchsspielers musste auch ein Krankenwagen anrücken. © Symbolfoto
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A-Junioren Brandenburgliga: Die Partie zwischen dem RSV Eintracht und dem SV Falkensee-Finkenkrug musste wegen einer Verletzung für eine halbe Stunde unterbrochen werden.

Für eine halbe Stunde ruhte der Ball im Spitzenspiel der Brandenburgliga der A-Junioren. Beim Stand von 2:1 für den SV Falkensee-Finkenkrug musste die Partie beim RSV Eintracht unterbrochen werden. Ein Innenverteidiger der Gäste brach ohne Einwirkung des Gegners zusammen und klagte über Herzprobleme. Dem Trainer seien keine Vorerkrankungen seines Schützlings bekannt gewesen. "Er war aber zu jeder Zeit bei Bewusstsein", schilderte SVFF-Trainer Lars Schuster die Szene. Schnell war erste Hilfe zur Stelle. Der medizinische Mannschaftsbetreuer "Doc Detti", der dem RSV Eintracht zur Seite stand, kümmerte sich vorbildlich um den Nachwuchsspieler. "Er war richtig top. Er hat sehr viel Ruhe in die Situation gebracht. Man kann froh sein, wenn so jemand bei solch einer Situation mit dabei ist", lobte Schuster.

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"An diesem bedauerlichen Vorfall kann man erneut feststellen und nur wieder einmal an alle Vereinsverantwortlichen appellieren, an Erste-Hilfe-Kursen und Fortbildungen teilzunehmen", so Ersthelfer Detlef Weber-Hermenau. Er selbst bietet solche Weiterbildungen für Interessierte im Land Brandenburg an. Ihm gegenüber hätten zudem der Spieler und dessen Mutter auf gezielte Nachfrage hin bestätigt, dass die Herzprobleme bereits in der Vergangenheit aufgetreten waren.

Entwarnung vom Nachwuchsspieler

Nach kurzer Zeit gab es Entwarnung: "Es hat nicht gewirkt, als würde es ihm sonderlich schlecht gehen. Aber mein Spieler wollte sicherheitshalber nicht mehr weiterspielen und stattdessen ins Krankenhaus", so Schuster. Anschließend wurde ein Krankenwagen gerufen, die Eltern des Nachwuchsspielers waren glücklicherweise bereits als Zuschauer vor Ort. Am Folgetag die Entwarnung: Der Falkenseer Akteur ist mittlerweile wieder Zuhause.

Das sind die neuen Fußball-Regeln, die schon ab dem 1. Juni gelten.

<b>Schiedsrichter-Ball:</b> Beim Schiedsrichterball bekommt der Spieler, der vorher in Ballbesitz war, den Ball wieder zurück und alle anderen Spieler müssen vier Meter Abstand halten. Zur Galerie
Schiedsrichter-Ball: Beim Schiedsrichterball bekommt der Spieler, der vorher in Ballbesitz war, den Ball wieder zurück und alle anderen Spieler müssen vier Meter Abstand halten. ©

Nach der Unterbrechung konnte die Partie fortgesetzt werden - und die ohnehin ersatzgeschwächten Gäste erwischten einen guten Start. Marten Tschatschanidse erhöhte in der 58. Spielminute auf 3:1. "Danach rennen wir zweimal alleine aufs gegnerische Tor zu", erklärte Schuster, der jedoch mit ansehen musste, wie der RSV Eintracht durch Lars Schrödter (83.) und Jannis Borchmeyer (85.) noch zum späten 3:3-Ausgleich kam. "Das war dann natürlich etwas ärgerlich." Nach der Punkteteilung steht der RSV weiterhin zwei Punkte vor den Junioren aus der Gartenstadt auf dem zweiten Tabellenplatz. Spitzenreiter bleiben die Sportschüler vom 1. FC Frankfurt.