12. Oktober 2020 / 11:28 Uhr

„Schritt nach vorn“: SC DHfK Leipzig will sich oben festbeißen

„Schritt nach vorn“: SC DHfK Leipzig will sich oben festbeißen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Breite Brust bei Philipp Weber und dem SC DHfK Leipzig: Der Blick und die Tendenz gehen nach oben. © Christian Modla
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Leipzigs Handballer sind nach drei Spielen noch ungeschlagen. Die Bilanz passt zu den ambitionierten Zielen des Clubs. Nun geht es mit viel Selbstvertrauen zum Tabellenführer.

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Leipzig. Das neue Selbstverständnis ist bereits tief in den Köpfen der Handballer des SC DHfK Leipzig verankert. Anders ist es kaum zu erklären, dass nach dem 24:24 gegen die Füchse Berlin die Enttäuschung überwog. Hätte man einen Punkt gegen ein Spitzenteam der Bundesliga vor nicht allzu langer Zeit noch gefeiert, so trauerte man nun den verpassten Chancen hinterher. „Wir hätten uns die Fehler sparen müssen. Dann nehmen wir hier beide Punkte mit“, befand Trainer André Haber.

Mit dem Gesamtbild ist der Coach hingegen zufrieden. Nach drei Spielen steht Leipzig ungeschlagen mit 5:1 Punkten auf Platz vier. Der Kurs stimmt. Leipzig will nach den Plätzen acht, elf und nochmals acht in dieser Saison raus aus der Mittelfeld-Stagnation und näher an die Europapokal-Plätze heran. Mindestens.

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Der SC DHfK Leipzig und die Füchse Berlin trennen sich leistungsgerecht mit 24:24. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig und die Füchse Berlin trennen sich leistungsgerecht mit 24:24. ©

Erstaunlicherweise geben dem Team die ersten beiden Siege gegen die Außenseiter Ludwigshafen und Coburg mehr Schub als das Remis gegen die Füchse. „Daran hat man gesehen, dass wir uns im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert haben“, sagte Linksaußen Lukas Binder. „Wir hatten da gegen auf dem Papier schwächere Gegner oft nicht gut gespielt und verloren. Dass wir in dieser Saison zweimal hoch gewonnen haben, hat uns Selbstvertrauen gegeben.“

Härteprüfungen gegen Löwen und Magdeburg

Wie gut und weit die Mannschaft bereits ist, wird sich am Donnerstag bei den Rhein-Neckar Löwen zeigen. Das Team aus Mannheim ist mit drei Siegen Tabellenführer, hat von elf Spielen gegen Leipzig neun gewonnen. „Sie liegen uns trotzdem. Mal sehen, was dort möglich ist“, meinte Binder. Denn die vergangenen fünf Duelle mit Mannheim waren stets enge Spiele.

Für Coach Haber wird das Spiel in der SAP-Arena auch aus einem anderen Gesichtspunkt eine Reifeprüfung. „Dass wir zu Hause stark sind, ist kein Geheimnis. Das waren wir schon in der letzten Saison. Jetzt müssen wir das auch auswärts zeigen“ sagte der 34-Jährige. In Mannheim wird Haber wieder vermehrt auf Bastian Roscheck setzen können. Der Abwehrchef gab in den Schlussminuten gegen Berlin ein kurzes Comeback nach langer Verletzungspause.

Wohin die Reise gehen wird, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen. „Ich glaube, bei meiner Mannschaft einen Schritt nach vorn zu sehen“, betonte Haber. „Aber den muss sie auch in den nächsten zehn bis 15 Spielen zeigen.“ Zumindest der Spielplan meint es gut mit dem SC DHfK. Nach der Partie in Mannheim stehen eine Reihe von lösbaren Aufgaben an. Das nächste Top-Spiel steigt erst Ende November. Da kommt der SC Magdeburg zum mitteldeutschen Derby. dpa