11. Juli 2019 / 15:35 Uhr

Wegen Schult-Operation: Plötzlich rückt Friederike Abt in den Fokus bei den "Wölfinnen"

Wegen Schult-Operation: Plötzlich rückt Friederike Abt in den Fokus bei den "Wölfinnen"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Almuth Schult musste sich einer Schulter-OP unterziehen. Jetzt rückt Friederike Abt in den Fokus. 
Almuth Schult musste sich einer Schulter-OP unterziehen. Jetzt rückt Friederike Abt in den Fokus.  © imago images/VfL
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Holt der VfL Wolfsburg jetzt noch Ersatz? Oder ist Friederike Abt, die etatmäßige Nummer zwei, nun am Zug? Jedenfalls hat Abt weder damit gerechnet noch bringt sie das aus der Ruhe. 

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Vor wenigen Monaten war es ihr Wunsch, mal gegen Wolfsburg zu gewinnen, jetzt steht sie für den Double-Gewinner im Tor: Friederike Abt (25) ist hinter Almuth Schult die neue Nummer 2 im Tor bei den Fußballerinnen des VfL. Aufgrund der Schulter-Operation von Schult, die damit auf unbestimmte Zeit ausfällt, rückt die Bielefelderin, die aus Hoffenheim kam, in den Fokus. „Die Nachricht hat mich auch sehr überrascht“, so Abt. „Es ist natürlich schade, dass sie ausfällt. Almuth ist eine, mit der man im Training gut auskommt und sich an ihr orientieren kann.“

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Abt macht sich keinen Druck

Die Situation in Wolfsburg wird, wenn sie im Kasten steht, anders sein als in Hoffenheim. „In Hoffenheim war es so, dass du dich besonders an den Spielen gegen München oder Wolfsburg gut messen konntest. In Wolfsburg kommt wahrscheinlich nicht so viel vors Tor“, ahnt sie. „Das ist eine ganz andere Aufgabe, jede Sekunde wach zu sein und da zu sein, wenn was passiert. Aber jetzt haben wir noch eine lange Vorbereitung vor uns und es kann noch viel passieren. Ich mache mir gar keinen Druck.“

"Für mich war direkt klar, dass ich die Chance ergreifen möchte"

Als der VfL sich bei ihr wegen eines Wechsels gemeldet hatte, war Abt erst einmal sprachlos. „Das war, glaube ich, im März, als Ralf Kellermann mich angerufen hat. Ich hatte mit anderen Vereinen gerechnet, die vielleicht anfragen.“ Es war ein kurzes Telefonat, die 1,78 Meter große Torfrau gab am Folgetag Rückmeldung. Abt: „Das Ganze ist dann relativ schnell abgelaufen. Für mich war direkt klar, dass ich die Chance ergreifen möchte.“

Ihre Rolle als „Nummer 2 wurde von vornherein klar kommuniziert. Natürlich will jede Torfrau spielen, doch selbst das Training hat schon so ein hohes Niveau, dass es fast wie ein Spiel ist.“

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Lerch-Lobeshymne auf Abts Präsenz

Mit 16 debütierte sie für den Herforder SV in der Bundesliga. VfL-Trainer Stephan Lerch lobt: „Sie hat schon bewiesen, dass sie in der Bundesliga zurechtkommt. Gerade vergangene Saison im letzten Saisonspiel gegen uns hat sie toll gehalten. Sie bringt eine körperliche Präsenz mit, hat starke Reflexe, bringt im Eins gegen Eins viel mit.“

Biologie-Master erst nach VfL-Zeit

Neben dem Platz hat Abt klare Ziele. Während ihrer Zeit in Sinsheim machte sie ihr Biologie-Studium und den Bachelor fertig. Es folgten sogar zwei Semester im Master, doch der Abschluss wird vorerst auf Eis gelegt. „Ich habe alle Module soweit abgeschlossen. Und sollte es irgendwann in Wolfsburg zu Ende gehen, werde ich den Master fertigmachen. Biologie und Fußball parallel gehen in dem Ausmaß nicht, dafür ist Biologie zu praxisnah mit zu viel Laborarbeit.“

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