21. Juli 2021 / 19:00 Uhr

„Schulter an Schulter mit dem SV Hamberge“

„Schulter an Schulter mit dem SV Hamberge“

Christoph Staffen
Lübecker Nachrichten
Tiefe Trauer herrscht beim SV Hamberge und seinem Ex-Verein TSV Zarpen sowie beim SV Dissau nach dem tragischen Tod von Tim Braun.
Tiefe Trauer herrscht beim SV Hamberge und seinem Ex-Verein TSV Zarpen sowie beim SV Dissau nach dem tragischen Tod von Tim Braun. © HFR
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Der tragische Tod eines Fußballers nach einem Turnier in Dissau erschüttert den Veranstalter, die Spieler und die beteiligten Vereine noch immer.

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Der Schock sitzt noch immer tief. Nach dem Tod des 27-jährigen Fußballers Tim Braun vom SV Hamberge im Anschluss an ein Turnier des SV Dissau ruht der Ball in Hamberge. Auch die Dissauer hatten ihr Freundschaftsspiel gegen den TSV Zarpen II (Brauns Ex-Verein) abgesagt.

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„Es gab keinen erkennbaren Notfall“

„Wir stehen Schulter an Schulter mit dem SV Hamberge“, sagt SVD-Trainer Nils Schulz, der beim Turnier als Organisator vor Ort war. Er stellt klar: „Tim ist nicht während des Spiels zusammengebrochen, es gab auch keinen erkennbaren Notfall. Er ist nach Rücksprache mit seiner Mannschaft eigenständig nach Hause gefahren. Wir hatten zuvor noch angeboten, dass wir sicherheitshalber einen Arzt rufen können.“ Der ausgebildete Sanitäter Schulz hatte während des Turnier zwei schwere Sportverletzungen zu beklagen, die den Einsatz von Rettungskräften notwendig gemacht hatten.

Spieler klagte über Schmerzen und Atemnot

Braun war – nach Auskunft eines Familienmitglieds – im Spiel in einer Mauer stehend an der Seite angeschossen worden, blieb aber auf dem Platz. Er hatte nach dem Abpfiff über Schmerzen und Atemnot geklagt, war bis zum Ende des Turniers auf der Anlage geblieben, ehe er nach Hause fuhr. Dort hatte er noch einen Rettungswagen gerufen, bevor er zu Hause zusammengebrochen war. Die Ärzte hatten alles in ihrer Macht stehende getan, doch die Reanimation blieb erfolglos. Im Krankenhaus wurde Tim Braun dann für tot erklärt.

SV Dissau beteiligt sich an Spendenaktion

„Das tragische Ereignis berührt uns, es wird wie ein Schatten auf dem Turnier liegen“, bedauert Nils Schulz. Die Mannschaft und der SV Dissau als Verein beteiligten sich an einer Spendenaktion, um die Hinterbliebenen zu unterstützen.