15. Mai 2022 / 14:06 Uhr

Schwacher Start, Anfang-Rücktritt, Aufholjagd: Wie aus Werder Bremen ein Aufstiegskandidat wurde

Schwacher Start, Anfang-Rücktritt, Aufholjagd: Wie aus Werder Bremen ein Aufstiegskandidat wurde

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder Bremen kann eine Saison mit Höhen und Tiefen und zwei Trainern am Sonntag mit dem Bundesliga-Aufstieg krönen.
Werder Bremen kann eine Saison mit Höhen und Tiefen und zwei Trainern am Sonntag mit dem Bundesliga-Aufstieg krönen. © IMAGO/osnapix/Kirchner-Media/Nordphoto (Montage)
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Werder Bremen hatte zu Beginn der Saison seine Mühe, sich in der 2. Bundesliga zurechtzufinden. Nach anfänglichen Problemen und der Trennung von Trainer Markus Anfang folgte allerdings eine starke Aufholjagd, die am letzten Spieltag mit dem Aufstieg gekrönt werden kann. Der SPORTBUZZER blickt auf die turbulente Werder-Saison zurück.

Hinter Werder Bremen liegt eine turbulente Saison. Lange Zeit sah es überhaupt nicht danach aus, dass die Grün-Weißen im Aufstiegsrennen einen Wörtchen mitreden könnten. Doch unter Ole Werner startete Werder eine beeindruckende Aufholjagd, die der Klub am Sonntag (15.30 Uhr, live mit Sky Ticket sehen/[Anzeige]) gegen Jahn Regensburg mit der direkten Rückkehr in die Bundesliga krönen will. Ein Rückblick.

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Vorbereitung

Die Wochen vor dem Saisonstart sind geprägt von großer Unsicherheit. Wer kommt? Und vor allem: Wer bleibt? Nach dem Abstieg muss Werder Transfereinnahmen erlösen, fast täglich wird über Wechsel spekuliert. Lange Zeit tut sich aber wenig, der neue Trainer Markus Anfang steht vor dem Problem, mit einer Mannschaft zu üben, deren endgültiges Gesicht sich erst sehr spät abzeichnet. Immerhin machen die Testspielergebnisse Mut.

Saisonstart

Gleich am ersten Spieltag gibt es für Werder die erste Enttäuschung. Gegen Hannover 96 kommen die Bremer daheim nicht über ein 1:1 hinaus. Das Tor für Hannover erzielt Marvin Ducksch, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht das grün-weiße Trikot trägt.

Pokal-Aus

Beim Drittligisten VfL Osnabrück fliegen die Bremer in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal. Zwar erspielt sich das Anfang-Team zahlreiche Torchancen, am Ende steht aber ein 2:0 für den klaren Außenseiter. Wichtige Einnahmen werden damit leichtfertig verschenkt. Den immer noch nicht abgeschlossenen Kader-Umbau macht das nicht leichter.

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Erster Tiefpunkt

Gegen den SC Paderborn verliert Werder zu Hause mit 1:4. Schon zur Pause steht es 3:0 für die Gäste, die Fans machen ihrem Unmut mit einem lauten Pfeifkonzert und "Baumann-Raus"-Rufen Luft. Geschäftsführer Frank Baumann steht im Mittelpunkt der Kritik, weil der Kader immer noch nicht steht.

Auf und Ab

In der Folgezeit wechseln sich Licht und Schatten bei den Bremern ab. Guten Spielen wie beim 3:0 gegen Rostock folgen schwache Auftritte wie beim 0:3 in Dresden. Auch das Nordderby gegen den HSV wird mit 0:2 verloren. Erst das 2:1 beim 1. FC Nürnberg sorgt für einen Stimmungsumschwung.

Impfpass-Affäre

Doch dieses Stimmungshoch ist schnell wieder vorbei. Zwei Tage vor dem Spiel gegen den Mit-Absteiger FC Schalke 04 gibt es erste Berichte, dass gegen Anfang wegen eines angeblich gefälschten Impfzertifikates ermittelt wird. Der Werder-Coach streitet zunächst alles ab, am Vormittag des Schalke-Spiels tritt er aber doch zurück. Vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes wird Anfang später gesperrt. Unter Interimscoach Danijel Zenkovic kommen die Bremer ein paar Stunden nach dem Rücktritt dank eines unberechtigten Strafstoßes zu einem 1:1.

Werner kommt

Der Nachfolger für Anfang ist schnell gefunden. Ole Werner soll Werder auf Kurs bringen. Gegen seinen Ex-Klub Holstein Kiel ist Werner noch nicht dabei, Werder verliert mit 1:2. Doch am Tag danach wird Werner als neuer Trainer präsentiert. Und der Start des neuen Hoffnungsträgers könnte besser nicht sein. Die restlichen drei Spiele bis zur Winterpause werden alle gewonnen, Werder hat wieder Tuchfühlung nach oben.

Aufholjagd

Auch nach der Winterpause siegt Werder weiter. Unter anderem wird das Nordderby beim HSV mit 3:2 gewonnen. Erst im elften Spiel unter Werners Regie verlieren die Grün-Weißen erstmals beim 1:2 in Heidenheim. Dennoch blühen an der Weser wieder Aufstiegsträume.

Schlussspurt

Der Aufstieg rückt näher, aber Werder zeigt Nerven. Mit dem 4:1 auf Schalke scheint die Sache jedoch klar, Bremen ist sogar Erster. Doch es folgt ein 2:3 gegen Kiel, die Entscheidung fällt erst am letzten Spieltag gegen Regensburg.

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