13. Dezember 2019 / 21:36 Uhr

Schwaches Chemie-Leipzig-Spiel endet mit 0:1-Pleite bei Viktoria Berlin

Schwaches Chemie-Leipzig-Spiel endet mit 0:1-Pleite bei Viktoria Berlin

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Schade! Die BSG Chemie Leipzig verliert beim Auswärtsflutlichtspiel in Berlin mit 1:0.
Schade! Die BSG Chemie Leipzig verliert beim Auswärtsflutlichtspiel in Berlin mit 1:0. © Christian Donner
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Trotz der 90-minütigen Unterstützung der mitgereisten Fans zeigte Chemie Leipzig in Berlin ein schwaches Spiel.

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Berlin. Regionalligist Chemie Leipzig unterlag am Freitagabend im „Kühlschrank von Lichterfelde" gegen Gastgeber Viktoria Berlin 0:1 und lieferte dabei das wohl schwächste Spiel dieser Saison. Die 400 mitgereisten grün-weißen Fans hingegen setzten wieder mal Maßstäbe und sangen 90 Minuten durch.

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Die BSG Chemie Leipzig verliert das Fluchtlichtspiel gegen Viktoria Berlin mit 0:1. Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig verliert das Fluchtlichtspiel gegen Viktoria Berlin mit 0:1. © Christian Donner

Verhaltener Beginn

Schon im Vorfeld war klar, dass hier eine der Mannschaften mit den wenigsten Toren auf die beste Abwehr der Liga trifft. Genau so lief das Spiel auch ab. Chemie - sehr defensiv im ungewohnten 5-1-3-1-System - konnte keinerlei offensiven Akzente setzen. Umschaltstation Daniel Heinze fiel nach einem Zusammenstoß im Training aus und hinterließ eine große Lücke.

Die Berliner begannen auch verhalten, sodass in den ersten 20 Minuten nicht viel passierte. Fardjad-Adzad hatte mehrfach die Führung auf dem Fuß, doch entweder schoss er knapp vorbei oder scheiterte am starken Torwart Benny Bellot. Auch Tino Schmidt (21.) und Becker (28.) versuchten sich, fanden aber in Bellot ihren Meister.

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„Das war heute eher mau“

Würde Chemie nach dem Wechsel stärker auftreten? Weit gefehlt. Nach wie vor ging nach vorn nichts, es fehlte die Überzeugung, der Biss, der Mut. Es war folgerichtig, dass der stärkste Mann auf dem Platz, Fardjad-Adzad, das entscheidende Tor erzielte, als ihm eine zentimetergenaue Flanke genau auf den Kopf fiel (67.). Nur eine Chance hatten die Gäste zu verzeichnen, als Kirstein einen Schuss knapp vorbei setzte.

Auch die Schlussoffensive brachte diesmal nichts. „Das war heute eher mau, nach vorn fehlte die Überzeugung“, sagte Andy Müller-Papra, der Sportliche Leiter der BSG. „Viktoria war besser, das muss man anerkennen“, gratulierte Coach Miro Jagatic. Dann wurde er von den feiernden (!) Fans gerufen, die die Mannschaft hoch leben ließen. Jens Fuge

Chemie: Bellot – Krahl (46. Wajer), Karau, B. Schmidt, Boltze – Wendschuch, Nikolajewski – Bury, Kind (84. Cvitjetkovic), F. Schmidt (61. Keßler) – Kirstein.