27. September 2020 / 11:07 Uhr

Schwarz-Rot Neustadt nutzt die Überzahl: 7:0-Derbysieg gegen Wittstock (mit Galerie)

Schwarz-Rot Neustadt nutzt die Überzahl: 7:0-Derbysieg gegen Wittstock (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Die Schwarz-Roten bejubeln den dritten Sieg in Serie.
Die Schwarz-Roten bejubeln den dritten Sieg in Serie. © Marius Böttcher
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Landesliga Nord: Zu zehnt fallen die Gäste bei den starken Neustädtern in alle Einzelteile - Tarik Wenzel trifft dreifach.

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Schwarz-Rot Neustadt – Hansa Wittstock 7:0 (1:0). Tore: 1:0 Markus Bröker (8.), 2:0 Carlos Pereira (54.), 3:0 Tarik Wenzel (57.), 4:0 Pereira (59.), 5:0 Wenzel (77.), 6:0 Franz Erdmann (85.), 7:0 Wenzel (87.). Rote Karte: Tommy Hordan (52., Tätlichkeit, Wittstock). Zuschauer: 225.

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Während eine Serie weiter fortgesetzt wird, riss am Sonnabendnachmittag eine andere – die Neustädter Landesliga-Kicker fuhren im Derby gegen Hansa Wittstock den dritten Sieg in Folge ein, die Wittstocker mussten sich am fünften Spieltag dagegen erstmals geschlagen geben. „Und das geht auch in dieser Höhe so in Ordnung, der Gegner war uns in allen Belangen überlegen“, resümierte das FKH-Trainerduo Erik Sonnenberg/Tino Sasse nach der 0:7-Schlappe unisono.

In Bildern: 7:0-Kantersieg für Schwarz-Rot Neustadt im Derby gegen Hansa Wittstock.

Die Hausherren (rote Trikots) drehen nach der Pause auf und feiern den dritten Sieg in Serie. Tarik Wenzel erzielte im zweiten Durchgang drei Treffer. Zur Galerie
Die Hausherren (rote Trikots) drehen nach der Pause auf und feiern den dritten Sieg in Serie. Tarik Wenzel erzielte im zweiten Durchgang drei Treffer. © Marius Böttcher

Selbstbewusst durften vor der Partie beide Mannschaften sein, die schwarz-rote Brust war es aber, welche vom Anpfiff weg breiter wirkte. „Das frühe 1:0 hat uns natürlich in die Karten gespielt“, analysierte Silvano Fiore. Der Neustädter Trainer durfte bereits nach acht Minuten jubeln, als Markus Bröker nach einer Eingabe vom agilen Julien Wollermann den Ball aus Nahdistanz über die Linie drückte. Der erste Wirkungstreffer für die Hanseaten, die sich zwar keine nennenswerten Gelegenheiten erspielten konnten, dem Favoriten in den ersten 45 Minuten jedoch Paroli boten.

Dennoch fehlte den Wittstockern bei strömendem Regen Mut, Entschlossenheit und Wucht – eben jene Dinge, die den FK Hansa sonst auszeichnen. Dass es zur Pause nur 1:0 stand, lag auch an der dürftigen Chancenverwertung des Gastgebers, der mehrfach durch Markus Bröker oder Tarik Wenzel die Führung hätte ausbauen müssen. Einmal stand auch der Pfosten im Weg. „Die letzten zehn Minuten im ersten Durchgang hatten mir eigentlich Mut gemacht, da kamen wir etwas besser rein“, fand Hansa-Spielertrainer Erik Sonnenberg, dessen direkter Freistoß aus 25 Metern leichte Beute für Schwarz-Rot-Keeper Johannes Wilke darstellte.

Hansa-Kapitän Tommy Hordan sieht Rote Karte

Der zweite Spielabschnitt der Gäste passte sich dann aber eher dem trüben Wetter im Hans-Beimler-Stadion an. Kurz nach dem Seitenwechsel erwies Kapitän Tommy Hordan seiner Mannschaft einen Bärendienst, als er sich abseits des Geschehens zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ und mit der Roten Karte von Referee Martin-Lukas Bauer (Berlin) vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Nach dem Schlusspfiff winkte Hordan auf Nachfrage nur ab und sagte: „War eine dumme Aktion.“ Aus Wittstocker Sicht leitete aber genau diese den Neustädter Sturmlauf ein, der bereits zwei Minuten später belohnt wurde. Nach einem ruhenden Ball schraubte sich der in der Halbzeit für Wollermann eingewechselte Carlos Pereira hoch und nickte das Spielgerät gekonnt ins Eck – 2:0.

Der taumelnde Gast hatte der schwarz-roten Offensivpower und dem flüssigen Kombinationsspiel anschließend nichts mehr entgegenzusetzen. Fast im Minutentakt ergaben sich Chancen, die die Fiore-Schützlinge – anders als noch im ersten Durchgang – ausnutzten. Letztlich stand ein 7:0 auf der Anzeigetafel, viele sehenswerte Treffer durften die im Regen stehenden Zuschauer bewundern. Mit tollen Reflexen verhinderte Hansa-Keeper Philipp Müller sogar noch eine höhere Niederlage. „Das wir mal auf die Fresse bekommen werden, war uns vor der Saison klar. Im Derby tut das aber doppelt weh. Wir wissen aber auch, wo wir herkommen“, sagte Erik Sonnenberg. Silvano Fiore freute über den anhaltenden Positivlauf: „Wir wussten, dass Hansa uns wehtun kann. Meine Jungs haben aber hart gearbeitet und sich belohnt. Vor allem die Einwechslung von Carlos Pereira zur Pause zeigte Wirkung.“

Neustadt: Wilke – Machado (69. Michel-Tiedtke), Krüger, Thormann, Hack – Wollermann (46. Pereira), Huber-Schweizer (76. Kunze), Erdmann, Bröker (76. Paege) – Gotthardt (64. Pohl), Wenzel

Hansa: Müller – Michaelis, Sonnenberg, Füllgraf (66. Klöss/81. Sasse) – F. Rieck (69. Bachot), Hordan, J. Rieck, Paschtschenko, Holz – Aliu (46. Atlas), Monschau