16. November 2019 / 13:32 Uhr

Skandal in EM-Quali: Ex-BVB-Stürmer Isak rassistisch beleidigt - "Es ist eine Schande"

Skandal in EM-Quali: Ex-BVB-Stürmer Isak rassistisch beleidigt - "Es ist eine Schande"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Isak wurde beim EM-Quali-Spiel von Schweden gegen Rumänien rassistisch beleidigt. Nach einer Spielunterbrechung und einem Sieg feierten die Skandinavier die erfolgreiche Qualifikation für die Euro 2020.
Alexander Isak wurde beim EM-Quali-Spiel von Schweden gegen Rumänien rassistisch beleidigt. Nach einer Spielunterbrechung und einem Sieg feierten die Skandinavier die erfolgreiche Qualifikation für die Euro 2020. © imago imgaes/ Joel Marklund / BILDBYRAN / kod JM / Montage
Anzeige

Eigentlich konnte sich ganz Schweden am Freitagabend freuen. Die Skandinavier sicherten sich die Teilnahme an der Euro 2020 mit einem Auswärts-Sieg über Rumänien. Rassistische Beleidigungen gegen Ex-BVB-Stürmer Alexander Isak und eine Spielunterbrechung überschatteten die Partie allerdings.

Anzeige
Anzeige

Rassistische Beleidigungen gegen Schweden-Stürmer Alexander Isak und Böllerwürfe haben am Freitagabend das EM-Qualifikationsspiel der Gelb-Blauen in Rumänien überschattet. In der 78. Minute wurde der Ex-BVB-Profi Isak für Marcus Berg eingewechselt und wurde dann verschmäht. Im Fernsehen war zudem zu sehen, wie in der Endphase des Spiels sogar ein Golfball aus den Zuschauerrängen in Isaks Richtung geworfen wurde, als er gerade mit dem Ball an der Torauslinie entlang dribbelte. Der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato unterbrach die Partie kurz. Im Stadion gab es eine Durchsage und Isak selbst entschied sich weiterzuspielen.

Mehr vom SPORTBUZZER

Isak, der seit dieser Saison für Real Sociedad San Sebastián in Spanien stürmt, meldete sich nach dem Spiel auch zu Wort. "Es tut natürlich weh, es ist eine Schande, aber wir waren darauf vorbereitet. Ich habe einige rassistische Rufe gehört, aber am besten ist es, das das zu ignorieren. Es gibt überall Idioten, denen sollte man keine Aufmerksamkeit geben", erklärte der 20-Jährige. Leipzigs Emil Forsberg kritisierte das Verhalten auf den Rängen. "Das nimmt einem all das Erfreuliche am Fußball. Es ist schwer, froh zu sein, wenn so etwas passiert", sagte er SVT. Rassismus habe hier und anderswo nichts zu suchen. Der schwedische Torschütze Marcus Berg sagte: "Das ist unglaublich traurig, unverständlich und unentschuldbar."

10 ehemalige Schweden-Stars und was aus ihnen geworden ist:

Zahlreiche große Stars haben in der Vergangenheit das Trikot der schwedischen Nationalmannschaft getragen. Wir haben zehn von ihnen genauer unter die Lupe genommen. Was aus ihnen geworden ist? Wir verraten es euch - klickt euch durch die Galerie! Zur Galerie
Zahlreiche große Stars haben in der Vergangenheit das Trikot der schwedischen Nationalmannschaft getragen. Wir haben zehn von ihnen genauer unter die Lupe genommen. Was aus ihnen geworden ist? Wir verraten es euch - klickt euch durch die Galerie! ©
Anzeige

Die Mannschaft um Trainer Janne Andersson und den bei RB Leipzig spielenden Emil Forsberg besiegte Rumänien mit 2:0. Der frühere Hamburger Marcus Berg (18.) erzielte das 1:0 auf Vorlage von Forsberg. Bundesliga-Profi Robin Quaison (34.) von Mainz 05 erhöhte auf 2:0. Ex-HSV-Spieler Albin Ekdal verpasste das 3:0 zweimal knapp, während Rumänien meist harmlos spielte.

Top-Nationen weitestgehend qualifiziert

Trotz eines 4:0 (2:0) gegen die Färöer verpasste Schwedens Nachbar Norwegen als dritte nordische Nation die Qualifikation. In der Gruppe F stehen vor den Schweden die Spanier sicher in der Endrunde 2020. Am frühen Abend qualifizierte sich bereits Finnland erstmals für eine EM. Neben Spanien, Finnland und Schweden konnten sich auch schon Top-Nationen wie Italien, Frankreich und Belgien qualifizieren. Die deutsche Nationalmannschaft kann mit einem Sieg gegen Weißrussland den Sack zu machen.

Europameisterschaft 2020: Diese Teams sind qualifiziert

Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. Zur Galerie
Die Spiele der EM 2020 finden in zwölf verschiedenen Städten in Europa statt. ©

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt