20. August 2019 / 08:53 Uhr

Schweden-Schnäppchen Emil Hansson: Wie er Hannover 96 helfen soll

Schweden-Schnäppchen Emil Hansson: Wie er Hannover 96 helfen soll

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Emil Hansson soll die Offensive bei Hannover 96 beleben.
Emil Hansson soll die Offensive bei Hannover 96 beleben. © imago images / VI Images
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Emil Hansson ist der siebte Neue bei Hannover 96, der 21-jährige Schwede soll die Abteilung Sturm und Drang bei den Roten beleben. Trainer Mirko Slomka ist angetan von den Qualitäten des Zugangs. In Konkurrenz tritt der mit zwei weiteren Youngsters.

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Der Wechsel steht ja schon seit zwei Wochen kurz vor dem Abschluss. Seit Montag ist der Transfer auch offiziell perfekt, Hannover 96 bestätigte das um 18.01 Uhr auf seiner Homepage. Emil Hansson verstärkt die Mannschaft sofort, nach dem Medizincheck unterschrieb der 21-Jährige einen Vertrag bis Juni 2022. Die Ablöse ist offenbar deutlich niedriger als zuvor spekuliert – 96 soll nur 700 000 Euro bezahlt haben.

Hansson ist der siebte Neue und der dritte neue Angreifer. Daran wird schon deutlich, wo sich 96 von Beginn an verstärken wollte: bei der Torgefahr. Schon am Samstag gegen Fürth soll Hansson mitstürmen. „Der Wechsel nach Deutschland ist ein großer Schritt für mich, der sich sehr richtig anfühlt. Ich freue mich, jetzt ein Teil von 96 zu sein und in Hannover zu leben“, ließ der Neue via 96 ausrichten.

Talent und Aufstiegsheld: Das ist Emil Hansson

Mit der <b>U19 des SK Brann Bergen</b> wurde Emil Hansson 2014 norwegischer Meister (2. von rechts). Daraufhin wechselte er in die U19 des schwedischen Erstligisten <b>Kalmar FF</b>. Zur Galerie
Mit der U19 des SK Brann Bergen wurde Emil Hansson 2014 norwegischer Meister (2. von rechts). Daraufhin wechselte er in die U19 des schwedischen Erstligisten Kalmar FF. ©
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Optische Erinnerung an Beckham

Bei Feyenoord Rotterdam hatte der schwedische U21-Nationalspieler keine Chance auf Einsätze, gehörte auch am Wochenende nicht zum Kader. Er schoss Waalwijk in der vergangenen Saison mit seinem starken rechten Fuß in die 1. Liga. 13 Tore erzielte er, zwölf bereitete er vor – mit einer Schusstechnik, die ebenso wie seine smarte Erscheinung an den englischen Spice Boy David Beckham erinnert. Mit einem von mehreren Unterschieden, dass Hansson schneller auf den Füßen ist, als Beckham es früher war.

"Er bringt die nötige Coolness mit"

Hansson ist 1,72 Meter, zehn Zentimeter kleiner als Beckham. Vor vier Jahren entdeckte Feyenoord das Talent des damaligen Teenagers bei Brann Bergen in Norwegen. Der Linksaußen startete in der 2. niederländischen Liga durch. Bei 96 soll ihm nun der Durchbruch in Deutschland gelingen, möglichst mit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga.

96-Trainer Mirko Slomka ist jedenfalls begeistert: „Wir brauchen in der Offensive Typen, die Chancen herausspielen und eiskalt verwandeln. Emil Hansson bringt die notwendige Coolness mit und ist deshalb ein spannendes weiteres Puzzleteil für unsere Mannschaft. Wir brauchen einen guten Mix aus erfahrenen Profis und jungen Wilden, die für Überraschungsmomente sorgen.“

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Maina und Muslija als direkte Konkurrenz

Hanssons direkte Rivalen auf den Außenpositionen sind Linton Maina und Florent Muslija. Es wird spannend, wer sich durchsetzt. Hansson, Maina (20), Muslija (21) – vielleicht schafft es Slomka, alle gemeinsam aufzustellen. Die drei jungen Wilden haben alle Tempo und besondere technische Fähigkeiten im Eins-gegen-eins mit dem Ball am Fuß.

In der Offensive könnte sich dennoch weiterhin etwas tun. Bis zum Schließen des Transferfensters hat 96 noch Zeit, um Spieler abzugeben. Ob Sebastian Soto bleibt, ist nicht sicher, zumal der 19-Jährige das Vertragsangebot bisher nicht angenommen hat. In der Rangordnung der Angreifer liegt Soto hinter Marvin Ducksch, Hendrik Weydandt und Cedric Teuchert. Und Jonathas gehört schließlich auch noch zum 96-Kader. Sollten beide gehen, kann 96 aber immer noch reagieren.

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Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) Zur Galerie
Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) ©

Lücke auf der Sechser-Position

Einen oder zwei Transfers wird es noch im Mittelfeld geben. Walace (6 Millionen) und Iver Fossum (350 000 Euro) haben nicht nur Geld, sondern auch Lücken hinterlassen. Slomka hat damit keinen Ersatz mehr für die beiden Sechser Marvin Bakalorz und Edgar Prib. Topkandidat ist weiterhin Salih Özcan, ein weiterer junger Wilder. Der 21-Jährige ist bei den Kölner Profis außen vor, flog am Wochenende in der Regionalliga mit Gelb-Rot vom Platz.

96 kann Özcan nicht leihen wie Jannes Horn. Sein Vertrag läuft 2020 aus. Mehr als eine Million Euro wird 96 aber nicht für den früheren Gewinner der goldenen Fritz-Walter-Medaille bezahlen.

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