01. Juni 2019 / 18:01 Uhr

Schweigeminute vor Finale der Champions League: Trauer um José Antonio Reyes

Schweigeminute vor Finale der Champions League: Trauer um José Antonio Reyes

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Zwei Mal mit Atlético Madrid, drei Mal mit seinem FC Sevilla: José Antonio Reyes gewann fünf Mal die Europa League.
Zwei Mal mit Atlético Madrid, drei Mal mit "seinem" FC Sevilla: José Antonio Reyes gewann fünf Mal die Europa League. © imago images / Gribaudi / ImagePhoto
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Vor dem Champions-League-Finale zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool trauert die Fußball-Welt in einer Schweigeminute um José Antonio Reyes. Der Spanier starb im Alter von 35 Jahren bei einem Autounfall. Reyes konnte in seiner Karriere als einziger Spieler fünf Mal die Europa League gewinnen.

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Warum gibt es beim Finale der Champions League eine Schweigeminute? Die Partie zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool, das die "Reds" mit 2:0 für sich entscheiden konnten, beginnt mit einer Gedenkminute - aber für wen? Verstorben ist der frühere spanischen Nationalspieler José Antonio Reyes. Der langjährige Profi des FC Sevilla, FC Arsenal und Atlético Madrid starb am Tag des Finales der Champions League bei einem schweren Autounfall nahe seiner Heimatstadt Utrera in Andalusien im Alter von nur 35 Jahren.

Die UEFA reagierte schnell - und beraumte für das Finale zwischen Tottenham Hotspur und dem FC Liverpool eine Schweigeminute an. „Er hatte eine glänzende Karriere und gewann zahlreiche Auszeichnungen, wo immer er spielte, und ich bin schockiert und traurig, dass sein Leben so tragisch verkürzt wurde“, sagte UEFA-Präsident Aleksander Čeferin über den Spanier, der als bislang einziger Fußballer fünf Mal die Europa League gewinnen konnte.

Schweigeminute für Spanien-Star: Wer war José Antonio Reyes?

Wer war José Antonio Reyes? Der Spanier begann seine Karriere beim FC Sevilla, wo der talentierte Linksaußen elf Jahre lang alle Jugendmannschaften durchlief, eher er im Januar 2004 zum damaligen Premier-League-Tabellenführer FC Arsenal wechselte. Bei den "Gunners" entwickelte er sich unter Trainerlegende Arsène Wenger zu einem der Top-Joker in der legendären "Invincibles"-Mannschaft der 2003/04er-Saison, die als einziges Team der englischen Spitzenliga über eine gesamte Saison ungeschlagen blieb und sich so einen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte.

Was wurde aus den "Invincibles" des FC Arsenal?

Vieira, Pirés, Henry und Cole - sie gehörten zu den Leistungsträgern bei den Invincibles, der legendären Arsenal-Mannschaft der Saison 2003/04, die in der Premier League in allen 38 Meisterschaftsspielen ungeschlagen blieb. Aber was machen Sie heute? Der <b>SPORT</b>BUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. Zur Galerie
Vieira, Pirés, Henry und Cole - sie gehörten zu den Leistungsträgern bei den "Invincibles", der legendären Arsenal-Mannschaft der Saison 2003/04, die in der Premier League in allen 38 Meisterschaftsspielen ungeschlagen blieb. Aber was machen Sie heute? Der SPORTBUZZER hat sich auf Spurensuche begeben. ©
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José Antonio Reyes gewann als einziger Spieler fünf Mal die Europa League

Nach einer Saison auf Leihbasis bei Real Madrid wechselte Reyes im Sommer 2007 fest zurück nach Spanien, wo er sich Atlético Madrid anschloss. Mit den Iberern gewann er in Hamburg als Startelf-Spieler an der Seite von Diego Forlan und Sergio Agüero die Europa League 2010 durch einen Finalsieg gegen den FC Fulham. Für den Offensivspieler war es der erste von fünf (!) Titeln in dem Wettbewerb, zwei Jahre später gewann Atlético den Cup erneut.

Mehr zum Tod von José Antonio Reyes

Reyes, der immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, kehrte 2012 zu seinem Jugendklub FC Sevilla zurück. Mit den Andalusiern gewann er die Europa League weitere drei Mal in drei Jahren - unter dem heutigen Arsenal-Trainer Unai Emery. Zuletzt war Reyes für den Zweitligisten Extremadura aktiv. Für die spanische Nationalmannschaft kam er insgesamt 22 Mal zum Einsatz, er schoss vier Tore.

Die Fußballwelt trauert um José Antonio Reyes - allen voran alte Weggefährten. Sevillas Sportdirektor Monchi, der Reyes als Teenager entdeckte und förderte, erklärte: "Ich versuche aus dem, was ich hoffe ein Albtraum zu sein, aufzuwachen - aber tragischerweise scheint es real zu sein." Reyes' langjähriger Trainer Arsène Wenger war "am Boden zerstört" und sagte: "Für seine Familie und seinen Freunden wird es alle Unterstützung der Arsenal Familie geben. Er wird für immer in unseren Herzen bleiben."

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