20. November 2018 / 17:06 Uhr

Schweigen in der Bundesliga: Deutsche Fanszene kündigt Stimmungs-Boykott an

Schweigen in der Bundesliga: Deutsche Fanszene kündigt Stimmungs-Boykott an

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild: Fans in der Bundesliga. 
Symbolbild: Fans in der Bundesliga.  © imago/Thomas Bielefeld
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Die deutsche Fanszene hat für den 13. Spieltag in der Bundesliga einen Stimmungsboykott ausgerufen. Was genau steckt dahinter?

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Die deutsche Fanszene will erneut ein Zeichen setzen.

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Am 13. Spieltag, welcher vom 30. November bis 3. Dezember ausgespielt wird, wollen zahlreiche Fangruppen verschiedenster Bundesligisten gegen Montagsspiele und die Kommerzialisierung im Profifußball protestieren, so verkündeten es Fangruppen auf ihren Internetauftritten. Doch was genau soll passieren?

Ein Stimmungsbykott soll geplant sein. Heißt: In allen Stadien soll während der ersten Halbzeit auf organisierte Unterstützung durch die Fans verzichtet werden. Auch das Datum des geplanten Boykotts wurde mit Bedacht gewählt: Der 3. Dezember ist der Tag, an dem zum ersten Mal ein Montagsspiel in der Bundesliga stattfindet. An diesem Tag trifft der 1. FC Nürnberg auf Bayer Leverkusen.

"Es liegt auch in unserer Hand"

In der Ankündigung heißt es: "Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden."


Und weiter: "Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!"