26. Juli 2021 / 18:48 Uhr

Neuer Schweiz-Trainer? Ex-BVB-Coach Favre sagt ab – Bericht: Auch Fischer und Schmidt Kandidaten

Neuer Schweiz-Trainer? Ex-BVB-Coach Favre sagt ab – Bericht: Auch Fischer und Schmidt Kandidaten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lucien Favre gilt als Trainer-Kandidat für die Schweizer Nationalmannschaft. Eher als Außenseiter werden die Bundesliga-Verantwortlichen Urs Fischer und Martin Schmidt gehandelt.
Lucien Favre gilt als Trainer-Kandidat für die Schweizer Nationalmannschaft. Eher als Außenseiter werden die Bundesliga-Verantwortlichen Urs Fischer und Martin Schmidt gehandelt. © IMAGO/PantherMedia/Matthias Koch/Eibner/Getty/Montage
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Der Schweizer Nationalmannschaft droht der Abgang des langjährigen Cheftrainers Vladimir Petkovic, um den sich Girondins Bordeaux bemüht. Wer könnte ihm folgen? Ex-BVB-Coach Lucien Favre nahm sich am Montag aus dem Rennen. Andere Trainer mit Bundesliga-Erfahrung werden weiter gehandelt.

Nach dem starken Abschneiden bei der Europameisterschaft mit dem Einzug ins Viertelfinale muss sich die Nationalmannschaft der Schweiz offenbar einen neuen Trainer suchen. Wie der Landesverband SFA bestätigte, hat der französische Traditionsklub Girondins Bordeaux Kontakt aufgenommen, um Nationaltrainer Vladimir Petkovic zu verpflichten. "Es wurden Gespräche zwischen den Parteien aufgenommen. Petkovic hat einen Vertrag mit dem SFA, der sich 2022 automatisch verlängert, wenn sich die Schweiz für die WM qualifiziert. Mehr gibt es im Moment dazu nicht zu sagen", teilte der Verband mit.

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Bei den Eidgenossen wird nun bereits kräftig spekuliert, wer auf Petkovic folgen könnte - sollte der sich mit Girondins einig werden. Ein Name, der genannt wurde, ist der von Lucien Favre. Der 63-Jährige ist seit seinem Aus bei Borussia Dortmund im Dezember 2020 ohne Verein, ein Engagement bei Premier-League-Klub Crystal Palace ließ Favre unlängst kurzfristig platzen. Auch für den Posten in der Schweiz, wo Favre (der sogar selbst bei Bordeaux gehandelt wurde) als Favorit galt, ist der langjährige Bundesliga-Coach nicht bereit, wie er am Montag über seinen Berater Christophe Payot verlauten ließ.

Ex-BVB-Trainer Favre: "Zurzeit genieße ich meine Auszeit"

In der vergangenen Woche hatte der 63-Jährige gegenüber der Keystone-SDA betont, "in diesem Sommer keine Mannschaft übernehmen" zu wollen. Favre: "Zurzeit genieße ich meine Auszeit und werde zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Business zurückkehren." Damit fällt ein Top-Aspirant auf den Posten weg, der zuständige Verbandsdirektor Pierluigi Tami muss sich umorientieren. Laut dem Blick werde intern auch über eine Verpflichtung des aktuellen Mainzer Sportdirektors Martin Schmidt diskutiert, der im Gespann mit Ex-HSV-Profi Raphael Wicky übernehmen könnte. Demnach sei auch Wicky, der derzeit Chicago Fire in der nordamerikanischen MLS coacht, als Boss eine Option.

Ebenfalls genannt werden von der Schweizer Zeitung Union-Berlin-Trainer Urs Fischer sowie die ehemaligen Bundesliga-Coaches René Weiler und Marcel Koller sowie der Deutsche Peter Zeidler, der aktuell für den FC St. Gallen tätig ist. Das Blatt mit Sitz in Zürich bringt sogar die früheren deutschen Bundestrainer Joachim Löw, Jürgen Klinsmann und Ex-Werder-Mann Florian Kohfeldt mit dem wahrscheinlich bald vakanten Job als Coach der Eidgenossen in Verbindung - allerdings ohne dies näher zu erläutern.