01. November 2019 / 17:58 Uhr

Schwere Aufgabe für BG Göttingen in Bamberg

Schwere Aufgabe für BG Göttingen in Bamberg

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Schwere Aufgabe in Bamberg: Für Dominic Lockhart (am Ball) und Darius Carter wartet am Sonntag ein „Top-Four-Team“ der Liga.
Schwere Aufgabe in Bamberg: Für Dominic Lockhart (am Ball) und Darius Carter wartet am Sonntag ein „Top-Four-Team“ der Liga. © Swen Pförtner
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Die Aufgaben für die BG Göttingen werden nicht leichter: In der Basketball-Bundesliga gastieren die Veilchen am Sonntag, 3. November, um 15 Uhr bei den Brose Baskets Bamberg. Die Bilanz gegen die Franken ist jedoch nicht gerade vielversprechend.

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Alles andere als leicht war das Auftaktprogramm der Göttingen, denn alle bisherigen Gegner (bis auf Vechta) in der BBL rangieren aktuell unter den ersten acht der Tabelle. Mit dem Viertplatzierten Brose Bamberg wartet das nächste Schwergewicht auf das Roijakkers-Team. Der erneute Mitfavorit auf den Meistertitel weist die bisher die beste Feldwurfquote (54 Prozent) der gesamten Liga auf. Zudem erzielten die Bamberger rund 89 Punkte pro Spiel.

„Im Bamberger Kader sind alle Spieler gefährlich“, sagt BG-Co-Trainer Hylke van der Zweep. „Das Team kann avon allen Positionen aus punkten, auch von der Bank. Es ist eine sehr komplette und tief besetzte Mannschaft“, ergänzt van der Zweep.

Die Bilanz der Veilchen bei den Franken ist zudem verheerend: In 14 Spielen gab es 14 Niederlagen. In Bamberg gab es nach der vergangenen Saison einen radikalen Umbruch – der neue Headcoah Roel Moors kam im Sommer aus Antwerpen. Moors krempelte den Kader um: Mit Elias Harris, Bryce Taylor, Maurice Stuckey und Louis Olinde blieben nur vier Spieler erhalten.

BG Göttingen - MHP Riesen Ludwigsburg 2019/2020

Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung verliert die BG Göttingen auch ihr 5. Saisonspiel gegen Ludwigsburg. Zur Galerie
Trotz einer kämpferisch überzeugenden Leistung verliert die BG Göttingen auch ihr 5. Saisonspiel gegen Ludwigsburg. © Swen Pförtner
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Umbruch bei Bamberg

Mit dem neuen Coach kam auch der 24-jährige Point Guard Paris Lee aus Antwerpen nach Bamberg. Der US-Amerikaner steht im Schnitt die längste Zeit (29 Minuten) auf dem Parkett und leistet durchschnittlich 8 Assists pro Spiel. „Er ist blitzschnell und der verlängerte Arm des Trainers“, so der BG-Co-Trainer. Bei den Neuzugängen setzte der belgische Coach auf Spieler, die bereits Erfahrung in der deutschen Liga vorweisen können. Mit Kameron Taylor (Würzburg), Assem Marei (Bayreuth), Christian Sengfelder (Braunschweig) und Retin Obasohan (Gotha) wurde der Kader der Franken gezielt verstärkt.

Taylor erzielte in der laufenden Saison durchschnittlich 14,4 Punkte und ist somit Bambergs bester Scorer. Eine starke Quote haben auch Center Marei (12,2 Punkte) und der Forward Harris (10 Punkte) vorzuweisen. „Kameron Taylor ist ein Scorer, der alles kann. Er ist Athletisch, kräftig, kann werfen, zum Korb ziehen und aufposten – einfach ein kompletter Spieler“, schwärmt van der Zweep. Bei den Rebounds liegt Olinde, Sohn der Göttinger Basketball-Legende Wilbert Olinde, mit 7,6 im Schnitt weit vorn.

Brose Bamberg kassierte bisher nur eine Niederlage, die gegen Euroleague-Vertreter ALBA Berlin nur knapp ausfiel. In der Champions League läuft es für die Franken aktuell noch nicht so gut. Der deutsche Vertreter verlor seine ersten beiden Spiele, gewann aber am vergangenen Mittwoch bei Gaziantep (Türkei) mit 76:66.

Und bei der BG? Nach dem couragierten Auftritt gegen die Ludwigsburger RIESEN, wo das Roijakkers-Team in der Defensive eine ordentliche Vorstellung zeigte, hoffen die Veilchen auf den ersten Sieg. Wenngleich die Verantwortliche die Situation realistisch einschätzen. „Bamberg gehört zu den Top vier der Liga. Sie sind sehr stark besetzt. Der Trainer hat jahrelang in Belgien gearbeitet und bringt viel Erfahrung mit“, sagt Roijakkers, der mit der Trainingswoche und der Leistung gegen Ludwigsburg zufrieden war.

Alle Spieler einsatzfähig

„Wir haben gut trainiert. In Crailsheim waren wir noch etwas besser“, so der Niederländer. Personell stehen Roijakkers alle Spieler zur Verfügung. „Wir versuchen so lange wie möglich mitzuhalten, aber Bamberg ist schon ein anderes Niveau. Ein starke Verteidigung ist Grundvoraussetzung, um in der Liga Spiele zu gewinnen“, so der Headcoach.

Sein Team sei in keiner Partie der Favorit. Man könne in Göttingen feiern, wenn man nur ein Spiel gewinnt. Ein Problem mit den bisher starken Gegnern zu Saisonbeginn sieht Roijakkers nicht: „Wir müssen gegen alle spielen.“

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