01. Mai 2022 / 18:01 Uhr

Schwere Verletzung von Wünsdorf-Keeper überschattet Derby

Schwere Verletzung von Wünsdorf-Keeper überschattet Derby

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Eintracht-Abwehrspieler Benjamin Beutke (r.) im Kampf um den Ball mit MTV-Akteur David Wünsche. 
Eintracht-Abwehrspieler Benjamin Beutke (r.) im Kampf um den Ball mit MTV-Akteur David Wünsche. © Oliver Schwandt
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Landesklasse Ost: Nach einem Zusammenprall zog sich Helge Schiege einen Augenverletzung zu und musste nach Berlin ins Krankenhaus gebracht werden.

Der MTV Wünsdorf hat das Fußball-Landesklasse-Derby beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen mit 1:0 (1:0) gewonnen. In der Tabelle verbesserten sich die Gäste auf den 12. Rang (26 Punkte), für die Eintracht ging es runter auf den achten Platz (34).

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Die Begegnung vor 86 Zuschauern wurde überschattet von einer schweren Verletzung von MTV-Schlussmann Helge Schiege bereits nach fünf Spielminuten. Bei einem Zusammenprall mit Justin Wisocki – beide Spieler gingen zum Ball – verletzte sich Schiege so schwer am Auge, dass er umgehend mit einem Krankenwagen in eine Augenklinik nach Berlin gebracht wurde. Diese Situation hatte auch sehr viel Einfluss auf den weiteren Spielverlauf. Erst zeigte Schiedsrichter Cedric Molowitz dem FSV-Spieler die Gelbe Karte, nach einer Rücksprache mit seinem Assistenten wurde aus dem gelben der rote Karton.

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Diese Entscheidung brachte FSV-Coach Noro Schwarz so richtig auf die Palme. „Justin rannte mit seiner Schnelligkeit durch und beide prallen beim Kampf um das Leder zusammen. Das war nicht einmal Gelb“, ließ er so richtig Dampf ab. „Natürlich tut mir die Verletzung für Helge, mit dem ich eng befreundet bin, leid, doch durch den völlig überzogenen Platzverweis wurde unser im Vorfeld besprochene Matchplan schon früh im Spiel zunichte gemacht.“

Eine deutlich andere Meinung zur Roten Karte hatte MTV-Trainer Marcel Ciecelski: „Ich begrüße diese Entscheidung sehr, da ich einfach davon ausgehe, dass Wisocki die Verletzung meines Torwarts in Kauf genommen hat. Unsere Gedanken sind alle bei Helge, wir drücken ihm ganz fest die Daumen“, sagte er. „Ich bin jedenfalls sehr stolz auf meine Mannschaft, die über 90 Minuten nur eine Chance für die Eintracht zugelassen hat. Ein Extralob bekommt von mir Paul Späthe, der über 85 Minuten Helge im Tor nach dessen Ausscheiden hervorragend ersetzte.“

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Die Laune von Schwarz war nach dem Schlusspfiff deutlich im Keller: „Mit dem Auftritt meiner Mannschaft war ich überhaupt nicht zufrieden. Natürlich war es in Unterzahl sehr schwer, gegen Wünsdorf zu agieren. Trotzdem hätte ich mir mehr Einsatz in einem Derby gewünscht. Wir haben uns ja in Hälfte eins nicht eine einzige Tormöglichkeit erspielt. Hinzu kam, dass wir dem MTV den Siegtreffer auch noch geschenkt habe“, ärgerte er sich. „Nach einem schlechten Anspiel von meinem Keeper Christopher Rosenow auf Benjamin Beutke haben die Gäste sofort gepresst und sich den Ball erobert. Jon Mollenhauer hatte anschließend nicht viel Probleme, zum 1:0 einzuschieben“, schilderte der Eintracht-Coach diese Situation in der 45. Minute.

Florian Zosel vergab die Chance zum Ausgleich

Nach dem Wechsel hätte Wünsdorf sogar auf 2:0 erhöhen können. doch mit einer Glanzparade gegen den durchgebrochenen Lowsky Germain verhinderte Rosenow das 0:2 (56.). In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Florian Zosel etwas überraschend den Ausgleich auf dem Fuß, sein Linksschuss aus elf Metern nach einer Ecke von Daniel Krafzik ging aber knapp am linken Dreiangel vorbei.

FSV Eintracht KW: Rosenow, Rudolf, Justin Wisocki, Schmidt, Krafzik, Engelage, Sebastian Wisocki (69. Ismail), Gensigk (76. Zosel), Benjamin Beutke, Neumann, Kresse.

MTV Wünsdorf: Schiege (16. Germain), Späthe, Fricke, Ngatchou, Mollenhauer, Ivanenko, Njammasch, Schmidt (76. Wünsche), Miegel, Tegefouet, Reinke (69. Abid).

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