05. Mai 2019 / 19:50 Uhr

Schwere Verletzung von Paul van Humbeeck überschattet LFC-Punktgewinn

Schwere Verletzung von Paul van Humbeeck überschattet LFC-Punktgewinn

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Paul van Humbeeck (r.) und sein LFC können sich am Ende noch über ein 2:2 freuen.
Paul van Humbeeck (M.) verletzte sich wenige Minuten nach dieser Szene – er wird dem Ludwigsfelder FC lange fehlen. © Julius Frick
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NOFV-Oberliga Süd: Aufsteiger Ludwigsfelde muss lange auf Torjäger verzichten - Remis gegen Rudolstadt.

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Als die Untersuchungen abgeschlossen waren, hatten sich die schlimmsten Befürchtungen bestätigt: „Der Arzt hat die Verletzung abgetastet und eine Lücke festgestellt. Die Achillessehne ist wohl durch“, sagt Paul van Humbeeck, der Kapitän und Torjäger des Fußball-Oberligisten Ludwigsfelder FC, der nach der Partie am Sonnabendnachmittag gegen Einheit Rudolstadt die Notaufnahme des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam aufsuchen musste.

Am Montag soll die Konsultation eines Chirurgen weitere Aufschlüsse bringen – van Humbeeck hat aber wenig Hoffnung, dass die Diagnose eines weiteren Fachmannes für Entwarnung sorgen könnte. „Es hat richtig geknallt“, erinnert sich der Offensivmann an den Tritt eines Gegenspielers in der 43. Minute im Heimspiel gegen den FC Einheit Rudolstadt, „da war mit sofort klar, dass etwas Schlimmeres passiert ist.“

In Bilder: Der Ludwigsfelder FC erkämpft sich ein 2:2 Unentschieden - trotz Unterzahl und eines 0:2 Rückstandes.

Ludwigsfeldes Co-Trainer Rezart Cami vor dem Spiel. Zur Galerie
Ludwigsfeldes Co-Trainer Rezart Cami vor dem Spiel. © Julius Frick

Nach einem 0:2-Rückstand hatte der Aufsteiger am Sonnabendnachmittag vor 120 Zuschauern im Waldstadion noch ein 2:2-Unentschieden erkämpft – und einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt der NOFV Oberliga Staffel Süd auf Distanz gehalten.

Die schnelle Führung für die Vertretung aus Südostthüringen durch Patrik Schlegel (3.) und Sven Rupprecht (14.) glich der LFC durch Treffer von Maxim Romanovski (61.) und des für Paul van Humbeeck eingewechselten Christopher Lemke (71.) nach dem Seitenwechsel aus. Ein weiterer bitterer Nebenaspekt der Partie für den Club: Felix Matthäs sah in der 75. Minute die Rote Karte und ist gesperrt.

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Zusätzlich trifft der Ausfalls des 30 Jahre alten Top-Torjägers und Kapitäns den Ludwigsfelder FC hart – in einer Saisonphase, in der das Team aber auch dank der neun Saisontreffer des Offensivmannes Kurs auf den Klassenerhalt hält. Durch den Punktgewinn hat der Club aus der Autobauerstadt Tabellenrang acht verteidigt – der Vorsprung auf einen möglichen Relegationsplatz beträgt fünf Punkte. Eine positive Gesamtgemengelage, die auch bei „PvH“ für etwas Trost sorgte: „Immerhin ist die Saison schon in der allerletzten Phase und unsere Chancen auf den Klassenerhalt stehen sehr gut.“

LFC-Sportdirektor Philipp Karaschewitz, der derzeit gemeinsam mit den Co-Trainern Rezart Cami und Cornel Loharens Cheftrainer Volker Löbenberg (erholt sich von einer Herz-Operation) vertritt, befand auf der Presse-Konferenz nach der Partie: „Wir wollten den Sack mit einem Sieg eigentlich ein bisschen zumachen, so dass wir gar nicht mehr in den Abstiegsstrudel geraten. Am Ende war es ein gewonnener Punkt, mit dem wir zufrieden sind nach dem Rückstand.“

Rudolstadts Coach wandte sich bei der medialen Nachbesprechung noch vor der Analyse der Partie an den verletzten LFC-Kapitän: „Ich möchte im Namen unseres Vereins Paul van Humbeeck beste Genesungswünsche überbringen, wir hoffen, dass die Verletzung nicht ganz so schlimm ist“, sagte EinheitTrainer Holger Jähnisch, der das Ergebnis als absolut leistungsgerecht einstufte. „Unsere erste Halbzeit war unfassbar gut, aber unsere zweite Halbzeit auch unfassbar schlecht, vom Fußballerischen und von der Emotionalität her.“

VfB Krieschow nun zu Gast im Waldstadion

Der LFC biegt nun auf die Zielgeraden der Saison ein, bereits am kommenden Sonnabend empfängt der Club den Tabellensiebenten VfB Krieschow (34 Punkte) aus Südbrandenburg zum Derby (Start: 14 Uhr). Danach stehen noch drei Partien auf dem Programm. „Ich fürchte, Paul wird ein Dreivierteljahr ausfallen“, sagt Philipp Karaschewitz. Paul van Humbeeck hofft: „Mein Ziel ist es, bei optimalem Heilungsverlauf in der Vorbereitung für die Rückrunde der kommenden Saison wieder angreifen zu können.“