15. November 2019 / 20:05 Uhr

Schwimm-DM: Zweites Gold für Hentke, Pfeiffer holt Bronze für die SSG Leipzig

Schwimm-DM: Zweites Gold für Hentke, Pfeiffer holt Bronze für die SSG Leipzig

dpa
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Colin Pfeiffer, von der SSG Leipzig, mit seiner Bronzemedaille. © SSG Leipzig / thesportpicturepage
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Jeremy Colin Pfeiffer hat sich über 200 m Rücken die erste Medaille gesichert. Der Leipziger ging für die SSG Leipzig an den Start.

Berlin/Leipzig. Schmetterling-Spezialistin Franziska Hentke hat sich bei der Kurzbahn-DM ihren zweiten Titel gesichert. Die 30-Jährige wurde gestern über 400 m Lagen ihrem Favoritinnenstatus gerecht und siegte in Berlin auf ihrer Nebenstrecke in 4:33,10 min.

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Magdeburger Zobel siegt

Bei den Männern gewann Marius Zobel, der wie Hentke für den vom deutschen Teamchef Bernd Berkhahn betreuten SC Magdeburg schwimmt. Der 19-Jährige siegte in 4:07,40 und war 13 Hundertstel schneller als Fynn Minuth. Dritter wurde der gebürtige Leipziger Ramon Klenz, der sich am Vortag über 200 m Schmetterling den Titel geholt hatte.

SSG Leipzig-Schwimmer Pfeiffer sichert sich Medaille

Die erste Medaille für die SSG Leipzig errang Jeremy Colin Pfeiffer über 200 m Rücken. Der 18-Jährige lag von Anfang an auf dem dritten Platz und verteidigte in 1:57,12 min Bronze mit einem Kraftakt auf den letzten Metern. Marie Pietruschka wurde wie am Vortag über 100 nun auch über 200 m Freistil Fünfte. In 1:55,99 min fehlten diesmal vier Zehntel zu einer Medaille. Die 24-Jährige ist für den harten Kampf um die Olympia-Staffelplätze im kommenden Frühjahr gerüstet.

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Tokio für Graf?

Auch Lisa Graf wies eine gute Ausgangsposition mit Blick auf die Tokio-Qualifikation nach. Die wieder in Leipzig trainierende Langbahnspezialistin hat nach einjähriger Wettkampfpause den Anschluss an die nationale Spitze hergestellt. Über 200 m Rücken wurde die 27-Jährige in 2:07,62 min Vierte.

Heidtmanns Olympia-Kapitel noch nicht geschlossen

Gut drei Jahre nach seiner Disqualifikation bei den Olympischen Spielen in Rio denkt Jacob Heidtmann noch häufig an den Vorfall. „Ich habe keine Angst davor, dass das nochmal passiert. Aber es ist schon fast täglich präsent, in dem Sinne, dass das Kapitel Olympia für mich noch nicht ganz abgeschlossen ist“, sagte der 25-Jährige. „Es motiviert mich täglich. Ich möchte das korrigieren.“

Heidtmann war 2016 über 400 m Lagen als Fünfschnellster des Vorlaufs wegen eines Regelverstoßes bei der Brustwende disqualifiziert worden. Bei allem Ärger: Der Norddeutsche kann dem Ganzen heute etwas Positives abgewinnen. „Jetzt weiß ich schon, was alles schiefgehen kann und was ich alles nicht beeinflussen kann.“